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Infos zum frauTV-Beitrag: „Junge Muslima zwischen Tradition und Moderne“

Wenn Mädchen und junge Frauen eine gute Bildung und Ausbildung erhalten, dann geht man davon aus, dass sie damit die besten Chancen haben, ihre Zukunft zu sichern, ein freies und selbst bestimmtes Leben nach ihren eigenen Vorstellungen führen zu können. Sicherlich wünschen sich alle Eltern, also auch die Mütter und Väter von Kindern mit Migrationshintergrund, einen qualifizierten Schul- und Berufsabschluss für ihre Töchter und Söhne als gute Eintrittskarte in das Erwachsenenleben.

Bei den Mädchen aus Migrantenfamilien fällt auf, dass sie im Vergleich zu den Jungen zwar im Durchschnitt bessere Schulabschlüsse machen, aber sehr viel seltener eine Berufsausbildung erhalten. Wenn sie eine Ausbildung machen, dann zu über 50 Prozent in den klassischen Frauenberufen wie Friseurin, Verkäuferin, Einzelhandelskauffrau etc.

Kinder aus Migrantenfamilien sind an deutschen Gymnasien eine verschwindende Minderheit, aber mehr Mädchen als Jungen machen Abitur. Auch ihr Anteil an den Studenten ist angestiegen. Dabei studieren interessanterweise diese jungen Frauen, häufiger als ihre deutschen Mitstudentinnen, so genannte „untypische“ Fächer wie Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften oder sogar auch Ingenieurwissenschaften.

Doch alle diese erfreulichen Entwicklungen können nicht darüber hinwegtäuschen, dass besonders die muslimischen Mädchen und Frauen häufig nach strengen, traditionellen Regeln erzogen werden und leben müssen. Das zeigen nicht nur die Lebensgeschichten der beiden Frauen in unserem frauTV Beitrag. Auch die Tatsache, dass der Anteil der Kopftuch tragenden Studentinnen erheblich zugenommen hat, ist ein Hinweis darauf, dass traditionelle, religiöse Werte häufig weiter ihr Leben bestimmen. Dazu gehört weiter im Elternhaus leben zu müssen, wenig am Freizeitleben der anderen Studenten teilnehmen zu können und vor allem auch, keine selbst gewählten Partnerschaften eingehen zu dürfen.



http://www.wdr.de/tv/frautv/archiv2007/f300507_1.phtml


Mag sein, daß Stille Zufriedenheit sei; doch ich sage euch, daß gerade in der Stille Widerstand, Auflehnung und Verachtung wohnen.
*Khalil Gibran*