aktuelle Hinweise - Tunesien
Januar 2004
Landesweit besteht ein erhöhtes Risiko für diverse Darminfektionen. Vor dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenständen und von Märkten wird gewarnt. Sorgfältige Nahrungsmittel- als auch Trinkwasser - Hygienemaßnahmen sollten stets durchgeführt werden. Ein Typhus - und Hepatitis - A Impfschutz ist empfohlen.
Hepatitis A
Wann wird geimpft:
Bei Reisen in Länder mit erhöhtem Hepatitis A – Vorkommen Südosteuropa, Asien, Afrika, Mittel- und Südamerika
Worauf muß geachtet werden...
Bei Kindern unter 10 Jahren dient die Impfung hauptsächlich der Vermeidung von Umgebungsinfektionen nach Rückkehr, da die Hepatitis A-Infektion bei Kindern meist beschwerdefrei bzw. milde verläuft . Daher sollte die Impfung eingehend mit dem Impfarzt vorher besprochen werden, um eine optimale Nutzen-Risiko-Abwägung treffen zu können .
Bei häufig Reisenden, nach längeren Tropenaufenthalten und bei über 50-jährigen sollte eine Bestimmung von Hepatitis A – Antikörper veranlaßt werden, da bereits eine Immunität bestehen könnte.
Aktiver Hepatitis A Schutz
Grundimmunisierung:
1. Impfung: Tag 0
2. Impfung: nach > 6 Monaten
Impfschutz:
mindestens 10 Jahre
Impfstoff:
Totimpfstoff
Bei kurzfristiger Abreise ist ein aktiver Hepatitis A Schutz (auch noch ein Tag vor Abreise) möglich, da der Impfschutz sich innerhalb von ca. 10 Tagen aufbaut und die Inkubationszeit der Hepatitis A 20-40 Tage beträgt. .
Hepatitis A und B – Kombinationsimpfstoff:
In Deutschland ist ein Kombinationsimpfstoff gegen Hepatitis A und B zugelassen. Wie bei der Impfung gegen Hepatitis B allein sind zwei Impfungen im Abstand von 4 Wochen vor Reisebeginn zu verabreichen. Um einen Langzeitschutz von 10 Jahren zu erreichen, muss eine dritte Impfung nach ca. 6 Monaten gegeben werden. Die Wirksamkeit der Impfung ist zuverlässig, die Verträglichkeit in der Regel sehr gut.
In Ausnahmefällen, wo eine Reise innerhalb eines Monats oder später nach Beginn der Grundimmunisierung gegen Hepatitis A und B geplant wird, jedoch nicht genügend Zeit zur Vervollständigung der Immunisierung nach dem Schema 0-1-6 Monate zur Verfügung steht, kann bei Erwachsenen ein Schema mit drei Injektionen (i.m.) am Tag 0, 7, 21 angewendet werden. Bei Einsatz dieses Schemas wird eine vierte Dosis 12 Monate nach der ersten Impfung empfohlen.
Hepatitis A und Typhus – Kombinationsimpfstoff:
Die Hepatitis A-Impfung steht sowohl als Einzelimpfstoff, sowie als Kombinationsimpfstoff gegen Typhus für Reisende ab dem 15. bzw. 16. Lebensjahr (je nach Hersteller) zur Verfügung.
Nebenwirkungen:
Nach der Impfung können innerhalb der ersten 48 Std. Allgemeinreaktionen des Körpers und/oder auch Haut –und/oder Gewebereaktionen um die Einstichstelle herum auftreten. In der Regel klingen Sie nach 1-2 Tagen wieder ab.
Wann darf nicht geimpft werden:
Bei verschiedenen akuten und chronischen Erkrankungen, sowie bei Allergien gegen Impfbestandteile
Die persönliche Verträglichkeit der Impfung sollte auf jeden Fall mit dem Impfarzt eingehend besprochen werden..
Passiver Hepatitis A Schutz ( = Gammaglobuline )
Wann wird geimpft:
Bei Immun- oder chronisch Kranken, in der Schwangerschaft oder bei Allergien gegen Impfbestandteile des aktiven Hepatitis A – Impfstoffes.
Impfstoff:
Immunglobulingabe
Impfschutz:
Schutzdauer: ca. 2 - 4 Monate
Zeitabstand:
Bei den folgenden Impfungen ist ein Zeitabstand einzuhalten:
Gelbfieber, Masern, Mumps, Röteln
Die persönliche Verträglichkeit der Impfung sollte auf jeden Fall mit dem Impfarzt eingehend besprochen werden.
spezielle Gesundheitsrisiken
z.B.
Bilharziose Vorkommen: im Süßwasser
v.a. in Gafsa und Schott Djerit
Vermeidung von Hautkontakt mit Süßwasser (Seen, Tümpel, Flüsse und Bächen)
Fleckfieber
landesweites Vorkommen
Schutz vor Kleiderläusen durch kontinuierliche und ordentliche Hygienemaßnahmen (sorgfältige Reinigung und regelmäßiger Wechsel der Wäsche). Impfung nur in seltenen Fällen empfohlen !
Hepatitis B
landesweites Vorkommen
Impfung. Verwendung von Kondomen und sterilen Spritzen und Nadeln
Aids
bis November 2001: 541 gemeldete Erkrankungen (Zahlen nach WHO)
Die Übertragung erfolgt zu 51% heterosexuell und zu 10% homo-/bisexuell.
Der Anteil Drogenabhängiger liegt bei 27%, der von Bluttransfusionen bei 8%.
Verwendung von Kondomen und sterilen Spritzen und Nadeln