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Re: Sand in der Seele/Buch
#95531
17/01/2002 19:09
17/01/2002 19:09
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Joined: Sep 2001
Beiträge: 144 Freiburg
Djerba
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Ich finde das , daß Buch ziemlich negativ geschrieben ist, von einem toten Fisch unter dem Bett (soll angeblich böse Geister vertreiben) und Henna an den Möbeln........ habe ich noch nie etwas gehört oder gesehen. Die Frauen werden geschlagen und gehen nie einkaufen. Eine Badewanne kennen sie auch nicht, bis sie kam u.s.w.Ich habe in Zarzis gelebt und habe solche Dinge nicht erlebt (zum Glück). Ich denke sie hätte vorher das Land verlassen sollen oder nicht? So entfacht man Fremdenhass finde ich, es gibt gute und schlechte Menschen überall auf der Welt und hier gibt es genügend Frauenhäuser für Frauen die nicht so gut behandelt werden auch von deutschen Männern. Meine Erfahrungen waren zum Glück anderst und ich denke auch das man nicht so blauäugig in etwas hineinschlittern sollte, aber das würde ich jeder Frau raten, ob der Mann nun Araber oder Europäer ist. Ich finde es gab zuwenig positive Seiten an dem Buch (außer das Erlebnis mit Karim), dafür hat sie es lange ausgehalten.... Ich würde meiner Tochter raten egal welche Religion,Hautfarbe oder dergleichen jemand hat, der Charakter und das Herz zählt nichts anderes. I 
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Re: Sand in der Seele/Buch
#95536
21/01/2002 15:50
21/01/2002 15:50
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Joined: May 2001
Beiträge: 2,787 München
zabrata
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Hallo, Anna hat mir das Buch am Samstag geliehen und ich habe es gestern gelesen. Wie auf den ersten Seiten steht ist es ein: Roman nach einer wahren Begenbenheit. Also subjektiv geschrieben und auch nicht alles wahr... (Sonst hieße es ja Biografie ... ) Deshalb sollte man nicht alles ernst nehmen. Jeder Mensch, der enttäuscht ist, sieht die ganze Sache noch schlimmer oder macht sie noch schlimmer, und wenn ich von Wolke 7, samt rosa Sonnenbrille von heute auf morgen auf die Schnauze falle, kann es ja nicht anders klingen. Dann packe ich noch ein Paar Prozent dazu und mein Buch verkauft sich gleich besser :-) Frau Kern ist ja schließlich Journalistin und weiss wie man was am besten verkauft! Ich fand das Buch ganz unterhaltsam und mein eingenes Bild zu und über Tunesien habe ich ja schon... Dann kann auch die gute Frau Kern nichts daran ändern. Abgesehen davon kann ich mich nur der Meinung anschließen, dass die gute Frau, trotz ihres Alters, doch unwahrscheinlich naiv ist... Ich würde auf jeden Fall nicht 120.000 Märker nach Tunesien schleppen, ohne irgendwelche Papiere... Wahrscheinlich hätte sie dass aber in jedem Land und für jeden Mann gemacht, der mit seinen schönen Augen ihr das gibt, was sie sucht. Und noch was. Bekanntlich haben Leute, die im Tourismus arbeiten eine besondere Begabung in Sachen Menschenkenntnis... Da sitzt also 'ne Mitdreißigerin, allein mit Ehering, in der Hotelhalle... die kann ja nur frustriert sein ... Ein wenig Charme und sie war so verwirrt, dass sie alles stehen und liegen läßt... Da kann man "Amor" nur loben... Genau die richtige "Dumme" gefunden... und wenn das mit der neuen Frau in Deutschland stimmt, dann kann ich nur gratulieren und ihn zum Glückspilz des Jahres machen .... Aber abgesehen davon hätte das ein Romeo, Julien, Enrique, Carlos oder sonst ein anderer Südländer auch geschafft... LG, Nicole
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Re: Sand in der Seele/Buch
#95538
23/06/2002 12:25
23/06/2002 12:25
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Joined: May 2001
Beiträge: 44,033 Gera
Claudia Poser-Ben Kahla
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Bewertungen zum Buch: Wichtiges Buch - aber leider unmöglich verallgemeinernd, 15. Dezember 2001 Rezensentin/Rezensent: dagmar1960@gmx.de aus Hamburg Seit 20 Jahren bin ich mit einem Tunesier verheiratet und las das Buch entsprechend neugierig. Vieles war so vertraut und ich habe es bis auf das letzte Viertel gern gelesen. Die Naivität, mit der eine doch offene und aufgeklärte Frau die (auch finanziellen) Brücken hinter sich abbricht, hat mich erschreckt. Und auch, wie sie auf Zeichen nicht achtet. Blindes Vertrauen tut keiner Beziehung gut - weder national noch binational. Von meinen Tunesien-Aufenthalten und Brief-Kontakten zu verliebten und heiratswilligen Touristinnen weiß ich, dass es leider viele berechnende Männer in den Touristenzentren gibt, die sich ein Visum für Europa erheiraten wollen - egal mit wem, Hauptsache raus. Die Gründe sind wirtschaftlicher und vor allem auch politischer Natur. Daher finde ich dieses Buch sehr wichtig - nur, welche verliebte Frau will sich schon informieren? Leider! Gerade bei Bi-nationalen Beziehungen sollte man sich eingehend über Kultur und Land informieren, hierfür gibt es inzwischen genügend Anlaufstellen. Schlimm und der Autorin (als Journalistin!) nicht würdig finde ich aber am Ende des Buches die Verallgemeinerung, dass Arabern nicht zu trauen sei!! Etwas mehr Selbstkritik der Hauptfigur und vor allem mehr Objektivität wäre fairer gewesen. Die Mehrheit der Tunesier sind anständige, ehrliche und gastfreundliche Menschen - wie Menschen anderer Völker auch. Auffallen tun leider immer nur "die Bösen" - wir sollten uns vor Vorurteilen und Verallgemeinerungen hüten. Ich selbst bin in Tunesien mit offenen Armen aufgenommen worden und bewundere die Menschen, die trotz der politischen Lage dort glücklich sind.
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ Alle bekannten Klischees, 3. Juni 2002 Rezensentin/Rezensent: heike149 aus Heidelberg Ich habe das Buch an einem Tag gelesen und war erstaunt, wie man in ein Buch so viele Klischees einpacken kann. Ich bin selbst mit einem Tunesier verheiratet und muss sagen, dass ich nie ähnlich Probleme gehabt hätte. Sie schildert ihren Mann, als sehr ungebildet und ist nur von seinem Erscheinungsbild fasziniert. Was erwartet eine 40-jährige Frau von einem 12 Jahre jüngeren Mann? Wie kann ich ein Haus bauen, ohne vorher die Besitzverhältnisse geklärt zu haben. Das würde in Deutschland kein Mensch machen, warum macht sie es in einem fremden Land. Die Sprache des Buches ist so einfach, dass auch wirklich jeder sie versteht - recht anspruchslos. Nein, sie hat es sich etwas zu einfach gemacht, sowohl beim schreiben des Buches als auch bei ihrem Leben in Tunesien. Sie hat auch keines der bekannten Klischees, die man hier in Deutschland über Araber hat, ausgelassen. Ob sie nun gefühllos, verlogen, ohne Achtung vor Frauen oder schwul seinen, es kommt alles vor. Da frage ich mich, wo die Lüge ist. War sie nun zu ungebildet und nicht, wie erwähnt Journalistin oder war doch nicht alles so hart und schrecklich, wie sie uns weis machen will. Aus eigener Erfahrung, immerhin mehr als 20 Jahre in verschiedenen arabischen Ländern, kann ich nur sagen, dass man sich auch dort Achtung und Entgegenkommen erarbeiten kann, es aber nicht einfach erwarten kann. Aber ist das nicht normal??
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Einseitige Darstellung, 25. Oktober 2001 Rezensentin/Rezensent: aus Rheinland-Pfalz, Deutschland Bevor ich mich zu dem Buch äußere möchte ich noch sagen, daß ich selbst schon sehr oft in Djerba war und Land und Leute sehr mag. Es ist für mich einfach unvorstellbar wie eine erwachsene und intelligente Frau einfach alle Brücken in Deutschland hinter sich abbricht, ohne den Menschen genau zu kennen den sie angeblich liebt. Die Darstellung des Landes und der Einheimischen ist sehr einseitig geschrieben und vor allem sehr negativ, denn auch ich kenne sehr viele Menschen in diesem Land und kann der Autorin in keinsterweise zustimmen. Bevor ich so einen Schritt tue, muß ich mir vor allem klar sein, das man dieses Land und die Bevölkerung dort nicht gleichstellen darf mit Deutschland denn es herrscht eine ganz andere Mentalität. Sabrina mag diese Sachen erlebt haben, aber in dem Buch wird der große Fehler begangen, diese Erlebnisse zu verallgemeinern und auf die ganze Bevölkerung umzulegen. Dies ist ein großer Fehler, der leider zu oft begangen wird!!! ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ Völkerverständigung im Zeitalter des Massentourismus, 1. Oktober 2001 Rezensentin/Rezensent: ulaya gadalla@studio-morgenland.de aus München, Deutschland Wie wenig Stolz und wie viel Naivität besitzen erstaunlicherweise "emanzipierte", reife deutsche Frauen, wenn sie auf ein paar Komplimente feuriger Araber hereinfallen? Aus was für einer vereinsamten, gefühlskalten Welt müssen diese Frauen kommen! Ist es denn nicht in jedem Land der Welt üblich, zunächst mal den sozialen, religiösen und schichtspezifischen Hintergrund des künftigen Ehepartners zu sondieren? Und dessen Sprache fließend zu sprechen? Eine Orientalin würde ausserdem niemals ohne einen die Besitzverhältnisse regelnden Ehevertrag heiraten. Schuld an solchen Miseren ist die oberflächliche und arrogante Art zu reisen, die der Massentourismus ermöglicht. Im übrigen hat es immer schon auch funktionierende bikulturelle Ehen gegeben, allerdings unter gebildeten, aufgeklärten Leuten. 3 Sterne für die Bewertung, weil man diese Geschichte mit offenem Mund bis zum Ende lesen muß. ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
beispiel wie man es nicht machen sollte, 18. Juni 2001 Rezensentin/Rezensent: silke.revolutzer@gmx.de aus offenburg, baden-württemberg dieses buch sollte zur zwangslektüre für jede frau werden, die sich in einen araber verliebt hat. es ist sehr realistisch geschrieben, zeigt also was man zu erwarten hat, wenn man blindlings jeder versprechung glaubt. wie soll man nur verstehen, daß jemand seine existenz in deutschland aufgibt, ohne rückhalt bzw ohne die mentalität, die lebensart und die behördlichen gepflogenheiten und arabische oder französische sprache zu kennen? für einen mitteleuropäer unglaublich. ich kann das buch nur wärmstens empfehlen!!!!!! ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ Nicht blindlings vertrauen, egal in welchem Land, 14. Dezember 2000 Rezensentin/Rezensent: (arabica@gmx.de) aus Deutschland, Würzburg Nachdem ich bereits mindestens 15 x auf Djerba bzw. auf dem tunesischen Festland war möchte ich behaupten Land und Leute sehr gut zu kennen. Dennoch kann man die schlechten Erfahrungen die Sabrina machen mußte nicht mit dem Land selbst in Bezug bringen. Sie hat einfach die Vorsicht, die in jeder Beziehung zu wahren ist außer acht gelassen. Ich baue z.B. auch hier in Deutschland kein Haus auf ein Grundstück wenn ich nicht ein Schriftstück in Händen habe welches mit als Besitzer oder Mitbesitzer ausweist. Ich habe dieses Land als sehr schön in Erinnerung und wer sich ein bißchen mit der Mentalität, den Sitten und Gebräuchen befaßt kann durch Vorausdenken und Anpassung große Schwierigkeiten vermeiden. Nur allgemein Tunesien bzw. dessen Volk abzuurteilen finde ich nicht in Ordnung. ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ Ich bin sehr enttäuscht über die sehr einseitige Darstellung, 3. Dezember 2000 Rezensentin/Rezensent: (schmidtschaetzle@aol.com) aus Bad Krozingen, Deutschland, BW Bevor ich meine Meinung hier schreibe habe ich nachgezählt wie oft ich auf Djerba und Zarzis war. Es waren über 50 Urlaube in 7 Jahren teilweise im Hotel oft privat. Beim Lesen wird der Eindruck vermittelt, dass nur eine Handvoll Menschen warmherzig und vertrauenswürdig ist. Wo sind die Paare die glücklich sind bzw. Frauen die sich vor einer so grossen Entscheidung mit dem Leben und der dazu gehörenden Kultur insbesondere dem Islam auseinander gesetzt haben..?? Ist diese grosse Enttäuschung nicht auch ein grosser Teil Schuld von Sabrina die trotz ihres Alters und Lebenserfahrung einfach ihrer geschmeichelten Eitelkeit nachgegeben hat. Würde man hier in unserem Land blind fremden Menschen vertrauen...? Dieses Buch ist sicher eine Aufklärung für diejenigen die sich aus Naivität und Überheblichkeit auf ein solches Abenteuer einlassen. Meiner Meinung nach liegt es an jedem selbst, welche Erfahrung man macht......!!! ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ Außerordentlich !!!!, 15. März 2000 Rezensentin/Rezensent: (nadinm@gmx.net) aus erfurt Mit Worten nicht beschreibbar! Sooo realistisch! So mitreißend, ich habe teilweise mit fast geschlossenene Augen gelesen weil es mich nicht loslies. Gefühlsausbrüche waren an der tagesordnung! Und dann die Paralleln zu meinen Erfahrung auf Djerba!!! Der WAHNSINN !!! TOLL!! SUPER ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Ich kann aus den ganzen Bewertungen nur eins herauslesen, das Buch spricht von einer Frau die sehr naiv war und sich mit netten Worten um den Finger wickeln lassen hat, aber was bitte schön hat das mit Tunesien zu tun???? Ja okay es ist in Tunesien passiert aber gibt es ein Rezept das dies nicht überall egal in welchem Land, egal welche nationalität der Mann hat, passieren kann?
Was hat es mit Arabern zu tun?
Für mich sind Gedanken im Kopf das ich fast denke das man hier von "Ausländerfeindlichkeit" sprechen kann, man schmeißt ein ganzes Volk in einen Topf und macht einen Deckel drauf.
Wie kann man so lange in einem Land leben, wenn nicht ein wenig positives in diesem Land besteht?
Claudia
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Re: Sand in der Seele/Buch
#95539
23/06/2002 13:25
23/06/2002 13:25
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Joined: Jun 2001
Beiträge: 252 Erfurt/Nabeul
demahom
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Erfurt/Nabeul
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Hallo Claudia,
kann dir nur zustimmen den das was Evelyne Kern passiert ist und sei es auch nur im Ansatz, das kann dir überall passieren nicht nur in Tunesien, da gibt es noch Marokko,Iran, Jordanien,Syrien usw. es ließen sich noch so viele Länder aufzählen.Warum gibt es eigentlich fast kein Buch, indem einmal geschrieben wird, ja ich habe einen ausländischen Partner geheiratet, es gab und gibt Höhen und Tiefen (in welcher Ehe gibt es die nicht)
Ich habe das Buch jetzt an die 20x gelesen und immer wieder tauchte bei mir die Frage auf warum?
Warum heiratet diese Frau Amor, wenn sie weiß das sie diesen Mann nicht mehr liebt?
Warum will sie ihr gewohntes europäisches Leben nicht wenigstens ein bißchen ändern?
Warum konnte sie Amor nicht mit Respekt entgegentreten?
Warum hat sie ihn meist so abwertend behandelt?
Warum hat sie sich in den ganzen 7 Jahren nicht einmal die Mühe gemacht, wenigstens ein bißchen etwas über die Menschen dort zu lernen (außer kochen)
Warum schreibt sie in dem Buch nur über schlechte, außer am Anfang wo sie sich verliebt? Gab es keine schönen Augenblicke? Okay hatte sie mit Karim.
Warum steckt sie, nachdem sie beim Hausbau schon auf die Nase gefallen ist, wieder Geld in eine neue Wohnung?
Es gibt soviele warums, aber trotz allem bin ich der Meinung man muß das Buch gelesen haben, denn aus negativen kann man auch gewinnen.
Habe in einem anderen Forum gelesen, das Mitte Juli ein neues Buch auf den Markt kommt. Es heißt "Schiheb" von Martha L'Assad ISBN-Nr.3-89136-454-7 ich werde es mir auf jeden Fall kaufen, vielleicht zeigt es auf, wie es auch anders gehen kann.
Liebe Grüße
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