Bewertungen zum Buch:
Wichtiges Buch - aber leider unmöglich verallgemeinernd, 15. Dezember 2001
Rezensentin/Rezensent: dagmar1960@gmx.de aus Hamburg

Seit 20 Jahren bin ich mit einem Tunesier verheiratet und las das Buch entsprechend neugierig. Vieles war so vertraut und ich habe es bis auf das letzte Viertel gern gelesen. Die Naivität, mit der eine doch offene und aufgeklärte Frau die (auch finanziellen) Brücken hinter sich abbricht, hat mich erschreckt. Und auch, wie sie auf Zeichen nicht achtet. Blindes Vertrauen tut keiner Beziehung gut - weder national noch binational. Von meinen Tunesien-Aufenthalten und Brief-Kontakten zu verliebten und heiratswilligen Touristinnen weiß ich, dass es leider viele berechnende Männer in den Touristenzentren gibt, die sich ein Visum für Europa erheiraten wollen - egal mit wem, Hauptsache raus. Die Gründe sind wirtschaftlicher und vor allem auch politischer Natur. Daher finde ich dieses Buch sehr wichtig - nur, welche verliebte Frau will sich schon informieren? Leider! Gerade bei Bi-nationalen Beziehungen sollte man sich eingehend über Kultur und Land informieren, hierfür gibt es inzwischen genügend Anlaufstellen. Schlimm und der Autorin (als Journalistin!) nicht würdig finde ich aber am Ende des Buches die Verallgemeinerung, dass Arabern nicht zu trauen sei!! Etwas mehr Selbstkritik der Hauptfigur und vor allem mehr Objektivität wäre fairer gewesen. Die Mehrheit der Tunesier sind anständige, ehrliche und gastfreundliche Menschen - wie Menschen anderer Völker auch. Auffallen tun leider immer nur "die Bösen" - wir sollten uns vor Vorurteilen und Verallgemeinerungen hüten. Ich selbst bin in Tunesien mit offenen Armen aufgenommen worden und bewundere die Menschen, die trotz der politischen Lage dort glücklich sind.

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Alle bekannten Klischees, 3. Juni 2002
Rezensentin/Rezensent: heike149 aus Heidelberg

Ich habe das Buch an einem Tag gelesen und war erstaunt, wie man in ein Buch so viele Klischees einpacken kann. Ich bin selbst mit einem Tunesier verheiratet und muss sagen, dass ich nie ähnlich Probleme gehabt hätte. Sie schildert ihren Mann, als sehr ungebildet und ist nur von seinem Erscheinungsbild fasziniert. Was erwartet eine 40-jährige Frau von einem 12 Jahre jüngeren Mann? Wie kann ich ein Haus bauen, ohne vorher die Besitzverhältnisse geklärt zu haben. Das würde in Deutschland kein Mensch machen, warum macht sie es in einem fremden Land. Die Sprache des Buches ist so einfach, dass auch wirklich jeder sie versteht - recht anspruchslos. Nein, sie hat es sich etwas zu einfach gemacht, sowohl beim schreiben des Buches als auch bei ihrem Leben in Tunesien. Sie hat auch keines der bekannten Klischees, die man hier in Deutschland über Araber hat, ausgelassen. Ob sie nun gefühllos, verlogen, ohne Achtung vor Frauen oder schwul seinen, es kommt alles vor. Da frage ich mich, wo die Lüge ist. War sie nun zu ungebildet und nicht, wie erwähnt Journalistin oder war doch nicht alles so hart und schrecklich, wie sie uns weis machen will. Aus eigener Erfahrung, immerhin mehr als 20 Jahre in verschiedenen arabischen Ländern, kann ich nur sagen, dass man sich auch dort Achtung und Entgegenkommen erarbeiten kann, es aber nicht einfach erwarten kann. Aber ist das nicht normal??

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Einseitige Darstellung, 25. Oktober 2001
Rezensentin/Rezensent: aus Rheinland-Pfalz, Deutschland

Bevor ich mich zu dem Buch äußere möchte ich noch sagen, daß ich selbst schon sehr oft in Djerba war und Land und Leute sehr mag. Es ist für mich einfach unvorstellbar wie eine erwachsene und intelligente Frau einfach alle Brücken in Deutschland hinter sich abbricht, ohne den Menschen genau zu kennen den sie angeblich liebt. Die Darstellung des Landes und der Einheimischen ist sehr einseitig geschrieben und vor allem sehr negativ, denn auch ich kenne sehr viele Menschen in diesem Land und kann der Autorin in keinsterweise zustimmen.
Bevor ich so einen Schritt tue, muß ich mir vor allem klar sein, das man dieses Land und die Bevölkerung dort nicht gleichstellen darf mit Deutschland denn es herrscht eine ganz andere Mentalität. Sabrina mag diese Sachen erlebt haben, aber in dem Buch wird der große Fehler begangen, diese Erlebnisse zu verallgemeinern und auf die ganze Bevölkerung umzulegen. Dies ist ein großer Fehler, der leider zu oft begangen wird!!!
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Völkerverständigung im Zeitalter des Massentourismus, 1. Oktober 2001
Rezensentin/Rezensent: ulaya gadalla@studio-morgenland.de aus München, Deutschland

Wie wenig Stolz und wie viel Naivität besitzen erstaunlicherweise "emanzipierte", reife deutsche Frauen, wenn sie auf ein paar Komplimente feuriger Araber hereinfallen? Aus was für einer vereinsamten, gefühlskalten Welt müssen diese Frauen kommen! Ist es denn nicht in jedem Land der Welt üblich, zunächst mal den sozialen, religiösen und schichtspezifischen Hintergrund des künftigen Ehepartners zu sondieren? Und dessen Sprache fließend zu sprechen? Eine Orientalin würde ausserdem niemals ohne einen die Besitzverhältnisse regelnden Ehevertrag heiraten. Schuld an solchen Miseren ist die oberflächliche und arrogante Art zu reisen, die der Massentourismus ermöglicht. Im übrigen hat es immer schon auch funktionierende bikulturelle Ehen gegeben, allerdings unter gebildeten, aufgeklärten Leuten. 3 Sterne für die Bewertung, weil man diese Geschichte mit offenem Mund bis zum Ende lesen muß.
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beispiel wie man es nicht machen sollte, 18. Juni 2001
Rezensentin/Rezensent: silke.revolutzer@gmx.de aus offenburg, baden-württemberg

dieses buch sollte zur zwangslektüre für jede frau werden, die sich in einen araber verliebt hat. es ist sehr realistisch geschrieben, zeigt also was man zu erwarten hat, wenn man blindlings jeder versprechung glaubt. wie soll man nur verstehen, daß jemand seine existenz in deutschland aufgibt, ohne rückhalt bzw ohne die mentalität, die lebensart und die behördlichen gepflogenheiten und arabische oder französische sprache zu kennen? für einen mitteleuropäer
unglaublich. ich kann das buch nur wärmstens empfehlen!!!!!!
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Nicht blindlings vertrauen, egal in welchem Land, 14. Dezember 2000
Rezensentin/Rezensent: (arabica@gmx.de) aus Deutschland, Würzburg

Nachdem ich bereits mindestens 15 x auf Djerba bzw. auf dem tunesischen Festland war möchte ich behaupten Land und Leute sehr gut zu kennen. Dennoch kann man die schlechten Erfahrungen die Sabrina machen mußte nicht mit dem Land selbst in Bezug bringen. Sie hat einfach die Vorsicht, die in jeder Beziehung zu wahren ist außer acht gelassen. Ich baue z.B. auch hier in Deutschland kein Haus auf ein Grundstück wenn ich nicht ein Schriftstück in
Händen habe welches mit als Besitzer oder Mitbesitzer ausweist. Ich habe dieses Land als sehr schön in Erinnerung und wer sich ein bißchen mit der Mentalität, den Sitten und Gebräuchen befaßt kann durch Vorausdenken und Anpassung große Schwierigkeiten vermeiden. Nur allgemein Tunesien bzw. dessen Volk abzuurteilen finde ich nicht in Ordnung.
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Ich bin sehr enttäuscht über die sehr einseitige Darstellung, 3. Dezember 2000
Rezensentin/Rezensent: (schmidtschaetzle@aol.com) aus Bad Krozingen, Deutschland, BW

Bevor ich meine Meinung hier schreibe habe ich nachgezählt wie oft ich auf Djerba und Zarzis war. Es waren über 50 Urlaube in 7 Jahren teilweise im Hotel oft privat. Beim Lesen wird der Eindruck vermittelt, dass nur eine Handvoll Menschen warmherzig und vertrauenswürdig ist. Wo sind die Paare die glücklich sind bzw. Frauen die sich vor einer so grossen Entscheidung mit dem Leben und der dazu gehörenden Kultur insbesondere dem Islam auseinander gesetzt haben..?? Ist diese grosse Enttäuschung nicht auch ein grosser Teil Schuld von Sabrina die trotz ihres Alters und Lebenserfahrung einfach ihrer geschmeichelten Eitelkeit nachgegeben hat. Würde man hier in unserem Land blind fremden Menschen vertrauen...? Dieses Buch ist sicher eine Aufklärung für diejenigen die sich aus Naivität und Überheblichkeit auf ein solches Abenteuer einlassen. Meiner Meinung nach liegt es an jedem selbst, welche Erfahrung man macht......!!!
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Außerordentlich !!!!, 15. März 2000
Rezensentin/Rezensent: (nadinm@gmx.net) aus erfurt

Mit Worten nicht beschreibbar! Sooo realistisch! So mitreißend, ich habe teilweise mit fast geschlossenene Augen gelesen weil es mich nicht loslies. Gefühlsausbrüche waren an der tagesordnung! Und dann die Paralleln zu meinen Erfahrung auf Djerba!!! Der WAHNSINN !!! TOLL!! SUPER
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Ich kann aus den ganzen Bewertungen nur eins herauslesen, das Buch spricht von einer Frau die sehr naiv war und sich mit netten Worten um den Finger wickeln lassen hat, aber was bitte schön hat das mit Tunesien zu tun????
Ja okay es ist in Tunesien passiert aber gibt es ein Rezept das dies nicht überall egal in welchem Land, egal welche nationalität der Mann hat, passieren kann?

Was hat es mit Arabern zu tun?

Für mich sind Gedanken im Kopf das ich fast denke das man hier von "Ausländerfeindlichkeit" sprechen kann, man schmeißt ein ganzes Volk in einen Topf und macht einen Deckel drauf.

Wie kann man so lange in einem Land leben, wenn nicht ein wenig positives in diesem Land besteht?

Claudia