Menzel Bourguiba
Entstehung der Partnerschaft
Als Beitrag zur Entwicklungshilfe auf Landesebene richtete Baden-Württemberg 1965 in ehemaligen Fabrikationshallen der französischen Kriegswerft ein "Gewerbeförderungszentrum" zur Ausbildung junger Industriefacharbeiter ein. Nach Beendigung des Projektes 1968 und Übergabe an die staatlichen tunesischen Berufsbildungseinrichtungen wollte die Stadt Menzel Bourguiba die Kontakte zu Baden-Württemberg fortsetzen. Der dortige Gemeinderat schlug deshalb eine Städtepartnerschaft mit der Landeshauptstadt vor. Dem stimmte der Gemeinderat der Stadt Stuttgart zu. Am 1. Mai 1971 wurden in Menzel Bourguiba die Partnerschaftsurkunden unterzeichnet.
Menzel Bourguiba im Porträt
Die heute 72.000 Einwohner zählende Stadt war zur Kolonialzeit französischer Kriegshafen und hieß "Ferryville". Nach der Unabhängigkeit Tunesiens bekam sie 1956 ihren heutigen Namen zu Ehren des ersten Staatspräsidenten Habib Bourguiba. "Menzel Bourguiba" heißt übersetzt "Haus des Bourguiba". Menzel Bourguiba ist eine moderne Stadt. Die typische arabische Altstadt, Medina, gibt es nur in der Hafengegend. Wichtige Arbeitgeber sind das Stahlwerk, eine Reifenfabrik, eine Schiffswerft und die städtischen Versorgungsbetriebe.
Städtepartnerschaft seit: 1971
Staat: Tunesien
Bedeutung: Regionales Mittelzentrum in Nordtunesien, Sitz des Landrats (Délégué), Arbeitsamtsbereich, Freihandelszone, Eisen- und Stahlindustrie,Schiffsbau, Textilindustrie, Autozulieferindustrie, Mitglied des neun Städte umfassenden internationalen "Netzwerks der Mittelmeerstädte"
Einwohner: 72.000
Attraktionen: Nationalpark und Vogelschutzgebiet "Lac und Djebel Ichkeul"
Höhepunkte: Festival d'Été (Juli), Festival du Ramadan
Ansprechpartner:
Monsieur le Président de la Commune Fethi Mrabet
http://www.stuttgart.de/sde/menu/frame/top.php?seite=http%3A//www.stuttgart.de/sde/item/gen/19670.htm