Die Hadj ist sicherlich ein sehr prägendes Ereignis. Stell dir vor, du bist ca. 4 Wochen eine(r) unter ca. 2 Mio Menschen die dort zusammen beten. Du bist an heiligen Orten und dem Ursprung des Islam damit so nah wie es nur geht. Das ist garantiert sehr spirituell und hinterlässt Spuren.
Die erste Hadj die man macht hat zur Folge, dass dir alles SÜnden vergeben werden. Und nur das erste Mal! Das bedeutet, danach gibt es keine Chance mehr zur Vergebung. Natürlich macht man sich dann so seine Gedanken und verändert sein Leben und Verhalten. Du darfst ja schließlich auch den Namenszusatz hinterher tragen und zeigst damit auch nach außen, das du Hadj gemacht hast.
Für einen Muslimen gibt es z.B. keinen schöneren Tod als bei der Hadj zu sterben, denn das ist der direkte Weg ins Paradies.
Ich kenne einige Muslime die Hadj gemacht haben und sie haben sich noch mehr mit ihrem Glauben auseinandergesetzt als vorher und sind auch ein bischen gläubiger geworden.
Für einen Moslem ist es nicht nur eine Pflicht die Hadj einmal im Leben zu machen, es ist ihm ein tiefes Bedürfnis und auf dieses Ereignis bereitet man sich ja auch vor.
Sehr zu meiner Freude durfte ich bei einer Freundin Wasser von der Quelle ZimZim trinken (eine Station der Hadj) und ich muß sagen, es war ein sehr erhebendes Gefühl mit sehr viel Erfurcht.
Schau dir mal die Augen der Menschen an die Hadj machen (in TV-Berichten oder auf Fotos) - diese Menschen strahlen einen inneren Frieden und eine Zufriedenheit aus wie ich es selten gesehen habe.
Zum Händeschütteln: man sollte vermeiden Männern die Hand zu schütteln die nicht direkt mit dir verwandt sind. Ist aber hier in Deutschland mit Nicht-Muslimen z.B. im Job gar nicht umzusetzen.
Wenn man Wudu (Gebetswaschung) gemacht hat und man gibt einem nicht verwandten Mann die Hand, dann muß man erneut Wudu machen, weil man unrein geworden ist.