Houston, we have a problem.

Und wieder einmal stehen sich die alten beiden 'Rivalen' wohl oder übel gegenüber: Rationalismus (auch wenn es sehr pseudohaft geprägt ist) vs. Dogmatismus. Wenn ihr mich fragt (oder auch nicht), streng genommen wären die beiden nicht richtig scharf auf so eine erzwungene um nicht zu sagen sinnlose Gegenüberstellung. Und warum auch, denn sie schließen sich keinesfalls gegenseitig aus. Es sind wieder einmal wir, die Menschen, wer kanns denn sonst wohl sein, die das Unmögliche erst recht möglich machen...

Vor allem der Begriff des Rationalismus leidet an einem hohen Grade an Mißbrauch und Fehlinterpretation. Wir können schlicht und einfach mit den Mitteln, die wir haben und mit dem wissenschaftlichen Stand, den die Menschheit bislang erreicht hat, immer noch nicht alles erklären. In deren Verzweiflung fingen Mathematiker nicht mehr nach Lösungen zu suchen, vielmehr nach Potentiellen Problemen, für die mit den aktuell verfügbaren Mitteln keine Lösungen denkbar sind. Andere gingen einen Schritt weiter und belegten, dass es Probleme gibt für die es grundsätzlich formal keine Lösung vorhanden ist.

Das heißt aber weder alles was glänzt als Gold hinzunehmen, noch dass der Sättigungsbereich erreicht worden ist, ganz im Gegenteil, the show must go on. Allerdings heißt das wiederum auch nicht, entweder ist alles nach bestimmten formalen wissenschaftlichen Kriterien be- oder widerlegbar. Der Mensch und sein Leben sind zu komplex um alles eindeutig auf wahr und falsch zu reduzieren. Es wäre zu schön um wahr zu sein, dieser strikten restriktiven einfachen dualen Klassifizierung unser vielfältiger Alltag zu unterwerfen.

Die verschiedenen Lehren "leben" vielmehr in einer Art Symbiose. Man versucht sich anderweitige Hilfsmittel auf verschiedene Lehren zu projezieren der Erklärungs-, des Verstehens- ja gar u.U. des widerlegenswillens auch. Aber dies geschieht nicht absolut unter allen erdenklichen Situationen, sondern eher relativ unter bestimmten Voraussetzungen und Bedingungen.

Die dogmatische Lehre ist eine bodenständige Wissenschaft für sich, die keinen geringeren Stellenwert als "Ihrer gleichen hat" und die betrifft nicht nur gläubiger verschiedener Konfesszionen sondern auch die verschwindend kleinen Anzahl von Atheisten, die dazu neigen sich selber eine hohe Stellung zuzuschreiben als sie es wirklich sind. Dogma ist sogar eine Schlüßelfigur, verborgen hinter den Kulissen der weltlichen Bühne der Koexistenz verschiedener Menschengruppierungen.

Beispiele im Koran sind vielfältig und absolut keine Seltenheit. Sie sorgen vor allem immer für Spaltung, denn es heißt: maathaa araada allahu bihaathaa mathalan, yudhillu bihi kathiiran wa yahdii bihi kathiira. Und dieses AAchener Beispiel, abgesehen von seinem Wahrheitsgehalt, macht in diesem Zusammenhang keine Ausnahme.

Apropos Wahrheitgehalt, darum gehts ja schließlich hier, und eigentlich wäre sinnlos darüber zu diskutieren, denn die Bildung zweier Parteien ist beinah "zwangsläufig". Mich interessiert dennoch was genau angezweifelt wird. Wenn nämlich die gesamte Geschichte für manche insziniert sein sollte, dann gibt es kein Gesprächsstoff. Wenn jedoch die Geschichte für andere doch wahr sein sollte/könnte, und nur der Höhe Punkt mit dem Grund der Nichvergewaltigung des Mädchens, der unnachvollziebar bzw. so nicht hinzunehmen ist, dann heißt es: Houston some of us have a problem...-