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Re: Einwanderer als "Buhmänner" #52729
28/01/2005 03:14
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Oh nein, Friedmann nutzt das sensible Thema 60 Jahre Auschwitz-Befreiung zur Selbstdarstellung und spielt den Moralapostel (ausgerechnet der):
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,338931,00.html

Ich krieg Bulimie! [hilfe]

Hab noch schnell 'nen Leserbrief an Spiegel-Online geschrieben, die hätten den wenigstens nicht zwischen die Auschwitz-Artikel setzen sollen, reicht doch, wenn er bei den Schmuddelthemen gelistet wird [Enttäscht]

Naja, wenn er auswandert, kann er ja nach Thailand gehen. Da sind die *****n billiger...

Re: Einwanderer als "Buhmänner" #52730
28/01/2005 03:28
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Nut-ten sollte es heißen.

Re: Einwanderer als "Buhmänner" #52731
28/01/2005 10:39
28/01/2005 10:39

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Lieber Jens,
vielleicht sollte man mal die Ebenen auseinanderhalten?
Was hat Friedmanns Sexualleben mit seinem politischen Leben zu tun?

Re: Einwanderer als "Buhmänner" #52732
29/01/2005 00:36
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Friedmann spielt in diesem Beitrag den Moralapostel und fordert einen "Aufstand der Anständigen". Es geht beileibe nicht nur um sein "Sexualleben", wie du es nennst, sondern um seine Glaubwürdigkeit. Und da hat ein Kokser, der sich Zwangsprostituierte ins Hotel holt einen ziemlich schwachen Stand, wenn er über den Verfall der Gesellschaft sinniert.

Hinzu kommt, dass ihn die Journaille offenbar immer noch als Repräsentanten der Deutschen jüdischen Glaubens sieht, obwohl er von seinem Amt als Fizepräsident des Zentralrats der Juden zurückgetreten ist. Für mich ist er nur eine Randfigur des schmuddeligen Boulevardjournalismus und hat nichts zwischen Artikeln über Überlebende der Hölle auf Erden zu suchen.

Dies ist aber etwas, was ich der Spiegel-Redaktion vorwerfe und nicht Friedmann selbst. Denn dass Friedmann ein selbstsüchtiger Profilneurotiker ist, ist ja ohnehin allgemein bekannt.

Re: Einwanderer als "Buhmänner" #52733
29/01/2005 00:41
29/01/2005 00:41

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Ich dachte, er bezöge sich in dem Artikel auf Rechtsradikalismus, NPD und Antisemitismus?

Re: Einwanderer als "Buhmänner" #52734
29/01/2005 00:42
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P.S.: Auch wenn der Vergleich etwas krass ist, aber würdest du moralische Äußerungen eines pädophilen Priesters als repräsentative Stimme der katholischen Kirche akzeptieren? Sagst du da auch: was hat sein Sexualleben mit seinem kirchlichen Leben zu tun?

Außerdem: Wenn Schröder oder ein Minister mit Koks und Zwangsprostituierten erwischt würde, dann würden sicherlich fast alle seinen Rücktritt fordern. Privatleben und politisches Leben lässt sich nicht so trennen, wie du es dir vorstellst.

Re: Einwanderer als "Buhmänner" #52735
29/01/2005 00:45
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Zitat:
"Ich stelle mir immer öfter die Frage, ob es richtig war und ist, in diesem Land zu leben", so Friedman weiter. Nicht nur der Rechtsradikalismus mache ihm Sorge, "sondern auch die schweigende Mehrheit". Der Aufstand der Anständigen finde nicht statt. "Ohne diesen Aufstand der Anständigen wird es keine Zukunft geben. Deswegen meine tiefe Skepsis."
Es ging mir um die unsensible Platzierung des Beitrags und darum, dass man diesem Widerling so einen Platz einräumt. Sonst nichts. Hätten sie Reich-Ranicky oder Ralph Giordano zitiert, hätte ich nichts dagegen gehabt.

Re: Einwanderer als "Buhmänner" #52736
29/01/2005 00:47
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P.S.: Mit "Verfall der Gesellschaft" meinte ich natürlich den wachsenden Rechtsradikalismus und das erstarken der NPD. Das kann man ja schließlich auch so nennen oder nicht?

Re: Einwanderer als "Buhmänner" #52737
28/01/2005 22:35
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@Soly_Z
Ich war einige Tage nicht da. Nun etwas zum Thema Semiten und Antisemetismus.
Als Semiten werden Menschen bezeichnet, die eine semitische Sprache sprechen. Oft wird eine gemeinsame Abstammung von der biblischen Gestalt Sem behauptet, was aber eher den Charakter eines Mythos hat.
Abraham führte seine Abstammung auf Sem, dem ältesten Sohn von Noah zurück.In Anlehnung daran, bezeichnete man in biblischer Zeit alle Völker des Nahen Osten, die sich als Nachkommen betrachten, als "Söhne des Sem". Der biblische Mythos hat aber nichts mit dem Begriff "Semiten" zu tun. 1781 prägte der deutsche Historiker Ludwig Schlötzer das erste Mal den Begriff "Semiten". Im wissenschaftlichen Sinne gibt es nur semitische Sprachen aber keine semitischen Völker oder Ethien. Im Altertum bewohnten Völker, die semitische Sprachen sprachen die arabische Halbinsel. Völkerwanderungen brachten sie nach Mesopotamien, Syrien und Palästina, Ägyten, Äthiopien und mit der phönizischen Kolonisierung bis an die Küsten des westlichen Mittelmeeres.
Obwohl dies bisher nicht bewiesen werden konnte, kamen sie wohl ursprünglich aus Nordost-Afrika, wo auch die anderen Zweige der afroasiatischen Sprachen/afroasiatischen Sprachfamilien zu finden sind. Laut Rassentheorie nach der Aufklärung wurden die Juden als "Semiten" bezeichnet, um so mit rassistichen Argumenten den zuvor eher christlichen motivierten Judenhass (Gottesmord) fortsetzen zu können, indem die "Semiten" zu einer minderwertigen Rasse erklärt wurden. 1944 haben die Nazis ausdrücklich die Araber von der Rasse der "Semiten" ausgenommen.
Sprachlich unterscheidet man folgende Gruppen:
Südsemiten: Äthiopier, Araber, Malteser, Minäer (Jemen/Südarabien) Sabäer (Jemen/Südarabien)
Ostsemiten: Akkadäer, Babylonier, Assyrer.
Wetssemiten: Amorither, Ammoniter, Aramäer, Chaldäer, Hebräer, Hyskos (Herkunft nicht geklärt) Kanaaniter (vorisrealische Bevölkerung Israels) Moabiter Nabatäer, Phönizier, Punier (Nachfahren der Phönizier) Samarintaner, Syrer.
Quelle: Ludwig Schlötzer

Antisemitismus sollte anti Semitismus bedeuten. Die meisten Semiten in der Geschichte und heute sind Araber. Also im Allgemeinen sind Araber die Semiten. Juden (und zwar nur die Safardim) sind ein kleiner historisch weniger wichtige Teil der Semiten. Während der letzten 1500 Jahre wurde Antisemitismus gegen die Araber betrieben. Heute werden die Araber wegen kulturellen, politischen und sprachlichen Gründen deskriminiert. Besonders Menschen mit arischen Illusionen wird heute Antisemitismus gerade gegen Araber betrieben. Es gibt Antizionismus und das soll nicht mit Antisemitismus verwechselt werden. Viele Araber und Juden sind Antizionisten: sie sind gegen die Gründung des sogenannten "State of Israel" auf einem historisch, sprachlisch, religjösem und kulturell arabischem Boden.
Quelle: Abdullu Assadi/Schriftsteller

Re: Einwanderer als "Buhmänner" #52738
28/01/2005 22:38
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Sorry,nachträglich habe ich einigen Tipfehler festgestellt.
LG Günter

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