Zitat:
Soweit ich weiss hat das was mit dem Trichenen zu tun.Schweinefleisch verdirbt sehr schnell in warmen Regionen und kann unter umständen tödlich sein.

So ist es auch.

Religiöser Fleischverzicht
Religiöse Vorschriften und Motive beim Fleischverzehr haben bis heute ihre Gültigkeit nicht verloren. Wobei die großen Weltreligionen lediglich den Verzicht bestimmter Tierarten nicht aber den völligen Fleischverzicht vorschreiben. So ist der Verzehr von Schweinefleisch bei Juden und Moslems generell nicht gestattet. Im Alten Testament, 3. Buch Mose wird ebenfalls zum Verzicht von Schweine- und Kamelfleisch aufgefordert. Indische Hinduisten hingegen dürfen kein Kalbfleisch bzw. kein Rindfleisch essen.

Der Aufruf zum Fleischverzicht bestimmter Tierarten kam nicht von Ungefähr. Der Ursprung dieser religiösen Tabus liegt teilweise in den damals herrschenden ökologischen und ökonomischen Verhältnissen, aber auch in dem Versuch, medizinische Erkenntnisse auf breitem Wege umzusetzen.

Sicherlich spielt beim Verbot von Schweinefleisch im Islam die große Gefahr des Trichinenbefalls eine tragende Rolle. Zudem hat der Islam seinen Ursprung in einem Land, dass für die Schweinezucht ungünstige Bedingungen liefert: heißes, trockenes Klima sowie wenig Wasser, Schatten und Futtermittel.

Das hinduistische Verbot für den Verzehr von Kuhfleisch hat möglicherweise ebenfalls seine Ursprünge in knapper werdenden Resoursen, also ökonomische Gründe. In den ersten hinduistischen Texten werden die Bräuche des Volks der Weda (1800 bis 800 v. Chr.) beschrieben. Die Weda betrieben eine rege Zucht von Rindern. Das Schlachten in religiösen Zeremonien war den Menschen der 4. Hauptkaste (Brahmanenkaste) der Hindus vorbehalten. Das Rindfleisch stellte also ein Symbol für Macht dar. Erst ein starkes Bevölkerungswachstum und die damit verbundene Umwandlung von Weideland in Ackerland sowie eine wachsende, produktivere Milchwirtschaft verringerten das Angebot von Rindfleisch und damit auch den Rindfleischkonsum. Die Nahrungsmittelverknappung, welche durch eine immer schneller wachsende Bevölkerung ausgelöst wurde, und der gleichzeitig aufkommende Buddhismus, der das Töten von Tieren verbot (ahimsa), veränderten die Gewohnheiten der Menschen im Laufe der Jahrhunderte. Aber erst nach und nach verzichtete auch die Brahmanenkaste auf Tieropfer und den Konsum von Rindfleisch. Die Entwicklung führte daraufhin zum heute noch gültigen Schutz der Kühe und zur Verdrängung der Fleischwirtschaft zu Gunsten der Milchwirtschaft.

http://www.lebensmittellexikon.de/index.php?http://www.lebensmittellexikon.de/f0000280.php

http://europa.eu.int/comm/food/fs/inspections/vi/reports/netherlands/vi_rep_neth_1086-2000_de.html
Auszug aus dem bericht über einen Kontrollbesuch des Lebensmittel- und Veterinäramts in Den Niederlanden vom 26. bis 30. Juni 2000 zur Bewertung der bei der Gewinnung von Frischfleisch (Schweinefleisch) durchgeführten kontrollen

Anmerkung : Es handelt sich hier um eine zusammenfassende Übersetzung eines Teils des Originalberichts über den Kontrollbesuch (Bezugsnr.1086/2000). Sie wurde als Service für die Besucher dieser Seite erstellt, besitzt jedoch keinen amtlichen Charakter. Es sollte immer auf die vollständige Fassung des Originalberichts Bezug genommen werden.