Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen.

1. Sprich: "O ihr Ungläubigen!
2. Ich diene nicht dem, was ihr dient
3. Ihr wollt Gott nicht dienen, Dem ich diene.
4. Und ich werde nie dem dienen, dem ihr dient
5. Ihr werdet Gott nicht dienen, dem ich diene.
6. Ihr habt eure Religion, und ich habe meine Religion."

Diese sechs Vers zählende mekkanische Sure richtet sich vor allem an die damaligen Heiden im arabischen Raum. Wir sehen hier eine klare Abgrenzung zu denjenigen, die nicht an Gott glauben. Beide Gruppen, sowohl die Gläubigen als auch die Atheisten beharren auf ihren Glauben. Es kann so auch keinen Kompromiss geben, da beide ihrer Ideologie folgen.

Der zweite Vers bezieht sich nicht nur auf die damaligen heidnischen Traditionen, sondern vor allem auf alle nicht-islamischen Werte und Moralvorstellungen. Dem folgt die Bestätigung, dass der Glauben eine rein persönliche Angelegenheit ist, die jeder für sich entscheiden muss.

Doch vor allem der abschließende Vers zeigt deutlich, dass man niemanden aufgrund seiner Religion verfolgen darf. Dieses Urteil obliegt Gott alleine, niemand darf mit Gewalt und Zwang andere vom Islam überzeugen.