Hallo Ines,
Du argumentierst letztendlich immer wieder so, dass Du sagst, egal, was man anspricht: Das ist nicht Islam, nur weil die und die das so machen, hat das nichts mit Islam zu tun"

In einshclägigen Foren höre ich genau die Argumente, z.B. es gibt kein richtig islamisches Land, nirgendwo wird der Islam richtig gelebt, etc.

Was heisst das denn im eigentlichen Sinne? Was ist denn Islam? Eine starre Größe, die nirgendwo gelebt wird, weil graue Theorie oder ist Islam eine lebendige Religion? Woran soll ich denn sehen, was Islam ist? ich kann doch nur als MAßstab den gelebten Islam nehmen, oder nicht?

Und den sehe ich hier bei den Türken, den sehe ich in Tunesien, den sehe ich in Bosnien und Tadschikistan, Usbekistan und Aserbaidschan (alles aus eigener Erfahrung)...
Medial sehe ich ihn in Afghanistan, Pakistan, Iran...

Und ich sehe/sah, dass sich die Ehre von Männern über ihre Frauen und Schwestern definiert, ich sehe, dass Mädchen unters Kopftuch gezwungen werden, ich sehe Männer, die's mit der Keuschheit nicht so genau nehmen, aber verbal betonen, sie würde ihre Schwester toten, würde sie vor der Ehe keine Jungfrau mehr sein...ich sehe Mädchen und junge Frauen, die kein eigenständiges freies Leben führen können, ich lese und höre von Ehrenmorden, ich höre von Polygamie, ich habe am eigenen Leibe erfahren, dass man, wenn's ums Zeugen vor Gericht geht für einen Mann 2 Frauen braucht....

So, das alles finde ich frauenfeindlich....Nun sage mir bitte nicht, das ist nicht Islam...bzw. erkläre mir bitte, warum du meinst, der Islam, der Koran, der vor über 1400 Jahren geschrieben sein, sei ein frauenfreundliches Werk...

Gespannt auf Deine Antwort!
Katja