Damit Julia auch was zu ihrem Thema bekommt:
> Religion prägt ...
- Es kommt darauf an wo. In den Touristengebieten immer weniger, aber abseits davon sicher noch. Ob man das nicht besser religiöses Brauchtum nennen sollte?
> ... Terrorismus/Fundamentalismus ...
- sieht man von Djerba ab - das viele Tunesier noch heute als das Werk von Ausländern halten - würde ich Terrorismus verneinen. Bei Fundamentalismus bin ich mir nicht so sicher: die nach europäischer Mode gekleideten und geschminkten Frauen mit lackierten Fingernägeln, die einander zum Kaffeeklatsch in Lobbybars von Hotels trafen, werden meiner Meinung nach weniger. Auf der anderen Seite gehen immer mehr Stubenmädchen nach dem Dienst fest eingewickelt in ihr Kopftuch und mit bodenlangem Mantel nach Hause. Auch hier im Forum hatten wir kürzlich einen Lehrer, der Standpunkte vertrat ...
na ja.
> ... Islam ... nur Pflichten
- Religiöse Vorschriften - egal welche Religion - sind meist - ich würde sogar sagen immer - als Pflicht formuliert. Es kommt aber auf den Inhalt an. Der ist - bis auf heute Überholtes und von irgendwelchen Eiferern zur Pflicht erklärten Traditionen - immer eine Lebenshilfe für Einzelne oder für das Zusammenleben der Menschen.
> Islam verhindert Freuden
- na, dass du dich nicht täuschst!
> Tunesier sind abergläubisch
- ob bei uns deswegen oft ein Rosenkranz oder eine Gebetsschnur auf dem Rückspiegel von Autos hängt, damit ihn die Lenker für die abendliche Andacht nicht lange suchen müssen oder Horoskope boomen, weil die Leute so wenig zum Lachen haben?
Karl