So habe im Netz noch mal dazu geschaut und viele Infos dazu gefunden hier sind sie für euch:

Das Opferfest
Das "Opferfest" (arab.: 'Id Al-Adha, türk.: Kurban Bayrami) wird auch "das Große Fest" genannt, da es im Vergleich mit dem "kleinen Fest" des Fastenbrechens als das bedeutendere gilt. Das Fest beginnt immer am 10. Tag des islamischen Monats Dhu l-Hidschdscha und dauert vier Tage. Da das islamische Jahr ein Mondjahr ist und nur 354 oder 355 Tage umfaßt, verschieben sich die Feste in bezug auf unsere Jahreseinteilung jedes Jahr um 10 oder 11 Tage nach rückwärts. Das Opferfest beginnt 1997 am 19. April, 1998 am 9. April und 1999 am 29. März.

Bestandteil der Pilgerfahrt
Die Opferung ist eines der Rituale während der Pilgerfahrt der Muslime nach Mekka. Im Tal von Mina bei Mekka werden dabei am festgesetzten Tag Hunderttausende von Tieren geschlachtet. Gleichzeitig wird dieses Opfer und das anschließende Fest auch von Muslimen in der ganzen Welt vollzogen. Gemäß der "Sunna" (der vorbildlichen Lebensweise des Propheten Mohammed) ist das Opfer verbindlich für jeden freien Muslim, der es sich leisten kann.

Geopfert wird meist ein männliches Schaf, möglich sind aber auch Ziegen, Kühe, Kamele. In der Regel schlachtet der Familienvater das Tier für seine ganze Familie. Die Tiere müssen fehlerfrei sein. Die Opferungshandlung wird nach einem festgesetzten Ritus vollzogen. Dabei wird das Opfertier mit dem Kopf Richtung Mekka gelegt. Der Vater oder derjenige, der an seiner Stelle schlachtet, spricht verschiedene Gebetsformeln, zerschneidet dann die Halsschlagader des Tieres und läßt es ausbluten. Ein Drittel des Fleisches verzehrt der Vater mit seiner Familie, zwei Drittel werden verschenkt - meist an ärmere Leute in der Umgebung.

Beim Schächten wird die Formel gesprochen: "Im Namen Gottes. Gott ist groß. Herr Gott, in deinem Namen, durch dich und für dich. Nimm es von mir an, wie du es von deinem Freund Abraham angenommen hast." Das Opferfest ist das "Fest Abrahams". Obwohl die Opfer auf
vorislamische Bräuche während der Pilgerfahrt zurückgehen, verbindet die islamische Überlieferung sie mit Abraham, der im Tal Mina seinen Sohn Ismael (nicht Isaak! - im Koran selbst wird allerdings gar kein Name erwähnt) auf den Befehl Gottes hin zu opfern bereit gewesen sein soll. Gott habe dann Ismael "mit einem großen Schlachtopfer" (Koran 37, 106 - hier ähnelt die koranische Darstellung dem biblischen Bericht) ausgelöst. Der Engel Gabriel bringt als Ersatz für das Menschenopfer einen Hammel als Opfertier.

Ausdruck der Hingabe
Welche Bedeutung verbinden Muslime mit dem Opfer? Im Koran wird betont, daß sich Abraham und sein Sohn "ergeben gezeigt" hätten (37, 103). Die Opferbereitschaft Abrahams und auch das Opfer der Muslime soll also Ausdruck der unbedingten Hingabe, des bedingungslosen Gehorsams des Menschen an Gott sein. Der Gläubige, der opfert, stellt damit sein ganzes Leben Gott zur Verfügung. "Wenn einer die Opfertiere Gott hochhält, ist es ein Ausdruck der Frömmigkeit des Herzens." (Koran 22, 32)

Denken Muslime bei ihrem Opfer auch daran, Gott damit gnädig zu stimmen? Kann man gar davon sprechen, daß das Opfertier stellvertretend für die Sünde des Menschen sterben muß? Gegen den Gedanken einer "Versöhnung" durch das Opfer spricht Sure 22,37, wo es von den Opfertieren heißt: "Weder ihr Fleisch noch ihr Blut erreichen Gott, aber Ihn erreicht eure Frömmigkeit". Im Opfer hofft der Muslim nicht etwa auf eine Stellvertretung für seine Sünden, sondern bringt symbolhaft Gott seine eigene Frömmigkeit dar. Der Gedanke, daß ein anderer stellvertretend für den Menschen die Strafe übernehmen und dadurch Versöhnung erwirken könne, wird im Koran und in der islamischen Überlieferung strikt abgelehnt (Sure 6,164).

Und doch scheint das Opfer einer jener Bestandteile im Islam zu sein, in dem das Licht der biblischen Wahrheit nicht ganz ausgelöscht werden konnte. Sure 37, 107 spricht davon, daß der Sohn Abrahams mit einem Schlachtopfer "ausgelöst" wurde. Ein Tier starb an seiner Statt. Opfer werden von vielen Muslimen auch nicht nur anläßlich des Opferfestes gebracht. Im Volksislam haben Tieropfer ihren Platz auch z.B. bei Hochzeiten oder Begräbnissen, zur Besiegelung der Versöhnung zwischen Menschen und als Schutz vor bösen Geistern. Vielfach spielt dabei doch der Gedanke mit, daß Tieropfer ein Mittel zur Reinigung von Schuld sein könnten.

Gelegenheit zum Zeugnis
So kann das Opferfest eine gute Gelegenheit sein, Muslime auf die Bedeutung der biblischen Opfer hinzuweisen: Die im Alten Testament von Gott seinem Volk gebotenen Opfer sind ein Hinweis darauf, daß zur Vergebung der Schuld und Erlösung von Sünde stellvertretend Leben gegeben werden muß. Ohne Blutvergießen keine Vergebung (Hebräer 9,22). So schwerwiegend ist unsere Verlorenheit, daß die Darbringung unserer "eigenen Frömmigkeit" niemals zur Sühne ausreichen kann.

Alle alttestamentlichen Opfer und unbewußt auch die Opfer der Religionen einschließlich des Islam weisen auf das eine große Opfer hin, durch das Gott selbst uns auslöst: das Sterben des sündlosen Sohnes Gottes, Jesus Christus. Er ist "Gottes Lamm, welches der Welt Sünde trägt" (Johannes 1,29). Weil er ein für allemal (Hebräer 9,28) das für alle ausreichende Opfer gebracht hat, sind seitdem keine Tieropfer mehr nötig. Wer Tieropfer bringt, weist dadurch bewußt oder unbewußt das Versöhnungsangebot Gottes zurück.

http://www.evangelium.de/weltmission/religion/islam/minikurs/opfest.htm

Opferfest / Kurban bayramı / id ul-adha

"Nimmermehr erreicht ihr Fleisch und ihr Blut (d.h. Fleisch und Blut der Opfertiere) Allah, jedoch erreicht ihn eure Frömmigkeit. Also hat er sie euch dienstbar gemacht, auf dass ihr Allah dafür preiset, dass er euch leitete; und verkündige Freude den Rechtschaffenen." (Koran, Sure 22, Vers 38)

Das Opferfest ist das wichtigste religiöse Fest der islamischen Welt.
Es bildet den Höhepunkt des Hadsch, der nur im Monat Dhu-l-Hidscha durchgeführt werden darf. Das Opferfest fällt auf den letzten Tag des Hadsch, den 10. Dhu-l-Hidscha (in diesem Jahr entspricht dies dem 11. Februar 2003). Die Opferung eines Tieres (i.A. ein Schaf) ist für alle Muslime Pflicht, die finanziell dazu in der Lage sind.

Das Opferfest erinnert an die Geschichte des Propheten Ibrahim (Abraham). In seiner Jugend lebte er unter Menschen, die nicht zu Gott beten wollten. Obwohl er sie aufforderte, sich von den falschen Göttern ab- und dem einen Gott zuzuwenden, hörten sie nicht auf ihn und wollten ihn verbrennen. Doch Gott rettete ihn.
Später lebte Ibrahim in einem anderen Land. Dort hatte er zwei Söhne, Ismail und Isaak. Eines Tages kam ein Engel zu Ibrahim und befahl ihm, seinen Sohn Ismail zu töten. Ibrahim war sehr traurig über diese Prüfung, denn er liebte seinen Sohn sehr. Dennoch wollte er Gott gehorchen. Als er jedoch zum Messer griff, um seinen Sohn Ismail zu töten, sprach eine Stimme zu ihm: "Töte deinen Sohn nicht!". Ibrahim hatte die Probe bestanden, auf die sein Gottvertrauen gestellt worden war. Ibrahim war sehr froh, dass sein Sohn gerettet war und dass es sich nur um eine Prüfung gehandelt hatte. Gemeinsam mit seinem Sohn opferte er einen Widder, dessen Fleisch sie mit Freunden und Bedürftigen teilten.

Zur Erinnerung an die Rettung Ismails schlachten Muslime jährlich am Opferfest ein Tier und teilen das Fleisch mit Verwandten, Freunden und Armen.

Das Schlachten / Schächten
Die rituelle Schlachtung, in Deutschland Schächten genannt, ist besonders bei Tierschützern umstritten, da dem lebenden Tier die Kehle durchschnitten wird, um es ausbluten zu lassen. Dass es mit Massentierhaltung und Schlachtung im Allgemeinen in Deutschland wenig tierfreundlich zugeht, ist hinlänglich bekannt. Die Unterstellung mancher so genannter Tierschützer, Muslime quälten Tiere, ist absolut undifferenziert.

Muslime möchten ihren religiösen Vorschriften ebenso Rechnung tragen, wie es z.B. Juden längst eingeräumt wird. Die genauen Vorschriften für das Schlachten weisen bei den vier sunnitischen Rechtsschulen leichte Abweichungen auf. Für Hanbaliten, Malikiten und Schafiiten ist das Opfer sunna ain muakkada, d.h. empfehlenswert, nur für die Hanafiten ist es ausdrücklich wagib, Pflicht.
Der Rechtsschule der Hanafiten folgen die meisten türkischen Muslime. Nur bei den Hanafiten ist es ausdrückliche Voraussetzung, dass das Tier vor dem Schlachten lebendig ist. Bei den Schafiiten wird ausdrücklich gefordert, dass das Tier nicht gequält wird. Allen Rechtsschulen gemeinsam ist, dass das Tier Unter Anrufung Allahs geopfert wird.
S . dazu auch Mohammed Rashed: Das Opferfest im heutigen Ägypten. Berlin 1998 (Diss. Mainz 1996)

Zur Deutung des Opferfests:
Die religiösen Ursprünge dieses Festes gehen auf das in Bibel und Koran erwähnte abrahamitische Opfer zurück. In der Person des Patriarchen begegnen sich alle drei Offenbarungsreligionen: Judentum, Christentum und Islam.
Ibrahim oder Abraham war nach dem Koran ein hanif, d.h. ein reiner Monotheist. In der islamischen Tardition wird ihm daher ein Ehrenplatz eingeräumt. Das zentrale Ereignis im Islam ist die Offenbarung. In ihr - nicht in der Person des Religionsverkünders - begegnen sich Gott und Mensch.
Ibrahim (a.s.) war ein besonders verdienstvoller Offenbarungsträger, da er auf Geheiß Gottes einer inhumanen Tradition der Väter ein Ende setzt. Er hat den Götzendienst bezwungen, den Glauben an einen Gott wiederhergestellt und dem bis damals noch vorkommenden Menschenopfer eine klare Absage erteilt. Zwar hat er - wie alle anderen Propheten vor und nach ihm - gelehrt, dass die Hingabe an Gott auch eine hohe Opferbereitschaft erfordere, doch bedürfe diese nicht des Blutvergießens unter den Menschen. Statt dessen sei etwas vom persönlichen Hab und Gut und von der eigenen Bequemlichkeit zu opfern. Auch das Selbstopfer sei noch tragbar. Unter keinen Umständen gebe es aber eine Sühne durch die Opferung eines Anderen stellvertretend für sich selbst. Diese Lehre stellt einen gewaltigen Umbruch in der Denkweise der Alten dar.

Durch die Verehrung Ibrahims sehen sich Juden, Christen und Muslime in einem geistigen Bund vereint. Deshalb hat das Opferfest der Muslime auch eine gewisse ökumenische Dimension. Seine völkerverbindende Rolle steht außer Zweifel: in Mekka finden in jedem Jahr viele Rassen und Nationen zusammen.

(Quelle: Smail Balic: Ruf vom Minarett. Hamburg: Rissen 1984, S. 172.)

Das Opferfest mit Kindern feiern:
In den islamischen Ländern erinnert der Anblick zahlreicher Schafe in den Straßen und Gärten der Häuser an das bevorstehende Opferfest. In Deutschland ist die Schlachtung etwas Abstraktes, was in der Regel nicht in der unmittelbaren Wohnumgebung stattfindet. Entsprechend verstört reagieren Kinder oft, wenn sie einmal die Schlachtung des Opfertiers in einem islamischen Land miterleben. Deshalb ist es sehr wichtig, ihnen den Sinn des Fests und die Geschichte von Ibrahim und Ismail gut zu erklären. Die Geschichte lässt sich auch gut als Rollenspiel darstellen.

Und so sehr jedes tierliebe Kind über den Tod eines Schafs betrübt sein mag, hier gibt es ein Schaf, das auch das sensibelste Kind gerne schlachtet...
http://www.kandil.de/bastel/rezept/rez_schaf.html

http://www.kandil.de/islam/feiertag/opfer.html