Also, ich bin froh, dass hier jede/r Recht auf ein rechtsstaatliches VErfahren hat. Wo kämen wir hin wenn es nicht so wäre?

Was ich jedoch an dieser Kaplan-Affäre so ungeheurlich finde ist, dass er ja deutlich macht, dass der Rechststaat für ihn jetzt zwar von Vorteil ist aber er eigentlich gegen ihn ist. Wer öffentlich so klar ausdrückt, dass er eigentlich ein Kalifat erschaffen will, der ist eben ein Verfassungsfeind. Und dafür haben in den 70ern andere für viel weniger Berufsverbot bekommen.

Ich denke aber auch mit einem entschiedenen rechtsstaatlichen Verfahren wäre dem beizukommen. Da greift dann aber die Ambivalenz des Deutschen wieder ein, und da sind wir bei der Wir-sind-doch-so-tolerant-Mentalität.... Deutschen fällt es eben schwer sich öffentlich zu den Grenzen ihrer Toleranz zu positionieren.