Hallo an alle,

hab mal einen Punkt aufgemacht,weil ich es langsam unübersichtlich finde.

Ich möchte etwas aufgreifen, was sinngemäß in Shakirs Beitrag stand.
Viele die anfangen am Islam Interesse zu zeigen, wollen erst mal genau wissen, was ist erlaubt und was ist verboten. Ich erlebe es immer wieder, daß man mich frägt, wegen Kopftuch (hauptfrage bei den Frauen) usw. Meine Antwort ist dann immer, "was beschäftigst du dich jetzt mit dem Kopftuch, wo du noch keine Ahnung hast was ist überhaupt Islam". Islam ist nicht das Kopftuch.
Wir können nicht über Verbotenes oder Erlaubtes reden, wenn noch nicht mal die Basis klar ist. Wenn wir noch nicht verinnerlicht haben, Wer ist Allah, wer ist Muhammad (s.a.s), was ist die Lehre des Islam? Wenn ich diese Basis nicht begriffen und nicht verinnerlicht habe, brauch ich nicht darüber reden, daß einem die Hand abgehackt wird, wenn er stiehlt.
Wenn jemand Interesse an einem Land zeigt, schaut er dann auch erst bevor es bereist, welche Strafen auf welche Verbrechen stehen?
Die Basis des Islam ist der Glaube an einen Gott und daß nur er anbetungswürdig ist, daß Muhammad (s.a.s.) Sein letzter Gesandter war, der Glaube an die Engel, das Paradies. Dies muß ich erst einmal verstehen, um dann weiter zu schauen. Dann kommen die 5 Säulen (Schahada, Gebet, fasten, Armensteur, Pilgerreise), da bin ich dann erst mal einige Zeit beschäftigt bis ich zu jedem Punkt weiß, was er bedeutet und aussagt und dann irgendwann können wir darüber reden, was meine weiteren Pflichten sind. Ich kann nicht einfach nur sagen "oh im Islam werden sie gesteinigt, oh da werden Hände abgehackt" und nciht weiter drüber hinausschauen. Oder wie es mir einmal ging bei einer Führung am Tag der offenen Moschee, als mir einer mitten ins Wort viel, "was habt ihr denn schon für Rechte,der Mann sagt 3x, daß er sich scheiden läßt und ihr seit geschieden". So klappt es nicht !
Wir müssen erst mal die Basis lernen, die Überlieferungen und Geschichten lernen, dann bekommen wir ein Bewußtsein. Dann sehen wir, was Islam ist und dann werden auch die Nichtmuslime erkenne, daß das meiste was uns über die Medien präsentiert wird, nun mal nicht der Islam ist.
Eine GEschichte:

Der Prophet (s.a.s.) ging zu den Leuten von Ta´if. Diese bewarfen ihn mit Steinen, er blutete, war verwundet , aber sie hörten nicht auf. Da kam der Engel Jibril (Gabriel) (a.s.) mit einem Engel des Berges und sagte, daß dieser Engel den Berg auf dieses Dorf fallen lassen könnte. Der Prophete (s.a.s.) sagte:"Nein, denn vielleicht ist einer dort, der rauskommt und "La ilha illallah" (es gibt nur einen Gott) sagt. Das ist Islam, das ist mein Vorbild. Wenn wir das lernen, diese Überlieferungen, dann weiß ich, daß das Verhalten vieler Muslime nicht islamisch ist.

LG
Aicha