Ein bewegender Brief, der mich noch trauriger macht. Auch ich hatte Anfangs Hoffnung in Shimon Perez, aber ich weiß gar nicht mehr wie lange das zurück liegt. Ich habe oft gedacht, dass Rabin sich ständig im Grab umdrehen muss, wenn er sieht, wie schlimm es wieder geworden ist und dass sein Lebenswerk so schnell vernichtet scheint. Was ich mich oft frage, ist, wie in Israel guten Gewissens der Auszug aus Ägypten gefeiert werden kann. Eigentlich müssten sie doch Angst haben, dass Gott es mit ihnen genauso macht, wie damals mit den Ägyptern. "In dieser Nacht gehe ich durch Ägypten und erschlage in Ägypten jeden Erstgeborenen bei Mensch und Vieh. ...Das Blut an den Häusern, in denen ihr wohnt, soll ein Zeichen zu eurem Schutz sein. Wenn ich das Blut sehe, werde ich an euch vorübergehen, und das vernichtende Urteil wird euch nicht treffen, wenn ich in Ägypten dreinschlage" (Exodus, 12,12)
Ich sehe leider keinen Unterschied, zwischen dem was Israel in Ägypten geschah und dem, was mit den Palästinensern geschieht. Und an vielen Häusern Palästinas klebt dieses Blut schon, sowie auch an vielen Häuser unschuldiger Israelis.
Nachdenkliche Grüße von einer fragenden Marion, die leider keine Antwort weiß.
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