Hallo Jens,
ich sehe da ueberhaupt keine Verbindung und wundere mich sehr, dass welche vermutet werden. Der Praesident hat bei jeder Gelegenheit seine uneingeschraenkte Solidaritaet mit den
palaestinensern in ihrem gerechten Kampf gegen die Zionisten-Mafia bekraeftigt, er war einer
der ersten, der das israelische Representationbuero in Tunis gleich nach seiner Ruecckehr aus dem vorletzten Treffen der Mitgliedersttatten im arabischen Liga schliessen liess. Er setzt sich fuer einen gerechten Frieden ein, der beiden Konfliktsparteien ein friedliches Leben nebeneinander gemaess der UNO-Resolutionen garantieren soll. Dass in Tunesien keine
Demonstrationen stattfanden ist eine billige Luege, vielleicht solltest du dir hin und wieder die Nachrichten im Fernsehen anschauen. Die politische Prominenz marschierte bei der groesseten Demonstration in Tunis in der ersten Reihe. Und es war sicherlich kein Fata-Morgana.
Serioese Recherchen sollten uebrigens mehrere Informationsquellen einbeziehen und sich nicht
mit dem zufriedengeben, was in einer schweizerischen Dorfzeitung steht.Du fragst nach der Einstellung der Tunesier, was meinst du wie wir alle gelitten haben beim Anblick dieser Unzahl von Panzern und dieser Verbrecher, die sich soldaten nennen, die die wehrlose
Zivilbevoelkerung terrorisieren und ein Massaker nach dem Anderen ungestraft verueben. Es gibt kein schlimmeres Gefuehl als das der Machtlosigkeit. Menschen, deren einziges
"Verbrechen" darin besteht, ein wuerdiges Leben im eigenen Land anzustreben, werden regelrecht abgeschlachtet und die Welt schaut tatenlos zu. Ich hatte Schueler die durch die schrecklichen Bilder total verstoert waren und in der Klasse still geweint haben. Und sag mir jetzt bitte, wie ich als Lehrer in diesem Kontext, den Schuelern erklaeren soll, dass das Vorgehen der Nazis gegen die Juden im dritten Reich ein Verbrechen war.