Erst einmal vorneweg:
Es geht mir bei dieser Diskussion nicht explizit um den Islam, sondern generell um die Frage, ob es sinnvoll ist, solch Staat zu schaffen, in dem es nur eine Religion gibt. Für mich ist das sowieso alles eins, egal ob der Gläubige von Gott, Allah, Buddha oder wer weiß wem redet. Nur die Regeln in der Ausübung des Glaubens, die von Menschen aufgestellt bzw. interpretiert werden, sind halt verschieden.
Ein rein islamischer Staat, ein rein christlicher Staat, ein rein jüdischer etc. etc. .... Alleine dieser Gedanke bereitet mir schon Magenschmerzen. Warum sollte das erstrebenswert sein? Ganz davon abgesehen, wo sollte der herkommen? Alle Andersgläubigen raus nach dem Motto: Seht zu, wo Ihr bleibt? Ist es nicht vielmehr erstrebenswerter, daran zu arbeiten, daß mehr Toleranz und Verständnis füreinander ein gleichberechtigtes Zusammenleben ermöglichen. Bereichert nicht gerade die Vielfalt verschiedener Kulturen/Religionen unser täglicher Leben? Ich lebe in Köln, einer typischen Multi-Kulti Stadt, habe einen internationalen Freundeskreis (was auch unterschiedliche Religionen beinhaltet) und genieße es.
Ganz davon abgesehen glaube ich nicht, daß mit der Schaffung eines Staates, in der es nur eine Religion gibt, eine quasi "problemfreie Zone" wäre. Auch innerhalb jeder Religionsgemeinschaft gibt es viele verschiedene Gruppierungen, die (ich weiß, ein leidiges Thema) ihre Religion sehr unterschiedlich verstehen und praktizieren.