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Palästina: was geschieht im Nahen Osten?
#46636
08/04/2002 23:34
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Claudia Poser-Ben Kahla
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Gera
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Wer etwas über den Islam erfahren will, der sollte Muslime fragen Islamische Zeitung Artikelservice Palästina: was geschieht im Nahen Osten? Menschenrechtler werfen Israel Exekutionen und Plünderungen vor. Unklare und schwer nachvollziehbare Lage (dpa)Internationale Menschenrechtsorganisationen haben am Sonntag schwere Vorwürfe gegen Israel erhoben. Es gebe Berichte über Exekutionen, Folter, Plünderungen, gezielte Behinderungen von Sanitätern und Journalisten durch israelische Soldaten, sagten Sprecher von acht Menschenrechtsgruppen in einer gemeinsamen Pressekonferenz in Jerusalem, darunter Amnesty International. Weiter im Text => http://www.islamische-zeitung.de/home/artikel.cgi?nr=1083 -------------------------------------------------- China: Zemin trifft Bundeskanzler am Montag Schröder soll bei Zemin-Besuch Menschenrechte ansprechen. Lage der Uighuren schlimm. Von Khalil Breuer In kaum einem Land der Welt werden die Rechte von Minderheiten derartig verletzt wie in China. Besonders die Lage der muslimischen Minderheit der Uighuren im Westen des Landes ist katastrophal. Vor dem am Montag beginnenden Staatsbesuch des chinesischen Präsidenten Jiang Zemin haben Abgeordnete der Regierungskoalition die Bundesregierung aufgefordert, endlich die Menschenrechtssituation in China zu thematisieren. Weiter im Text => http://www.islamische-zeitung.de/home/artikel.cgi?nr=1082 -------------------------------------------------- Palästina: Ende des Wirtschaftslebens Die Gewalt im Nahen Osten ruiniert die Wirtschaft auf beiden Seiten (dpa)Die Gewalt im Nahen Osten lässt auch die Wirtschaft bluten. Schon in «normalen» Zeiten kostet der Palästinenser-Aufstand die Region nach israelischen Medienangaben bis zu eine Millionen Euro täglich. Die Einberufung von 20 000 Reservisten saugt zusätzlich zwei Millionen Euro am Tag aus Israels Wirtschaft, wie das Nationale Versicherungs-Instituts ausrechnete. Soldaten-Lohn und Ausrüstung belasten den Fiskus mit weiteren zwei Millionen Euro täglich. Auf palästinensischer Seite ist das Wirtschaftsleben seit dem Einmarsch der israelischen Truppen praktisch zusammengebrochen. Weiter im Text => http://www.islamische-zeitung.de/wirtschaft/artikel.cgi?nr=1084 -------------------------------------------------- Veranstaltung: Der Westen und Rußland: Neue Freunde im "Kampf gegen den Terrorismus" Die Auswirkungen des 11. September auf den Tschetschenienkrieg Am Freitag, den 12. April von 18 bis 22 Uhr im Haus der Menschenrechte und Demokratie (Robert-Havemann-Saal), Greifswalder Str.4, 10405 Berlin, Tram 2, 3, und 4 oder Buslinie 200, Haltestelle "Am Friedrichshain" Der Tschetschenienkrieg ist im Kontext des Afghanistankrieges und des Konfliktes in Israel fast völlig aus den Medien verschwunden. Das Töten, Foltern und Vergewaltigen geht jedoch weiter und hat sich infolge der "Anti-Terror-Koalition" des Westens mit Rußland sogar noch verstärkt. Die AG Gegen den Krieg von attacBerlin in Zusammenarbeit mit der "Deutsch-Kaukasischen Gesellschaft" und dem Haus der Menschenrechte und Demokratie möchte den Tschetschenienkrieg in Zusammenhang mit den Afghanistankrieg und weiteren drohenden Kriegen diskutieren. Dazu scheinen den Organisatoren als Anlaß die Schröder und Putin-Gespräche (8.-10.4.2002) und der zum gleichen Zeitpunkt in Weimar stattfindende "Petersburger Dialog" zwischen deutschen und russischen Wissenschaftlern, Institutionen und Nichtregierungsorganisationen geeignet, da sich dort ein neues deutsch-russisches Verhältnis abzeichnet, in dem kritische Stellungnahmen zum Thema "Tschetschenien" keinen Platz haben. Programm: - 18 Uhr Dokumentarfilm zu Tschetschenien - 19 Uhr "Der Tschetschenienkrieg im Kontext der Globalisierung und des 11. September" - Moderation: Kerstin Nickig und Sascha Kimpel, AG Gegen den Krieg von attacBerlin - Redner: Jens Siegert, Leiter des Länderbüros der Heinrich-Böll-Stiftung in Moskau - Ekkehard Maas, Deutsch-Kaukasische Gesellschaft - Dr. Said-Khassan Abumuslimow, tschetschenischer Historiker - anschliessend: Diskussion und Fragen - Ende der Veranstaltung etwa um 22 Uhr -------------------------------------------------- Unsere Online-Ausgabe finden Sie wie immer unter http://www.islamische-zeitung.de -------------------------------------------------- Kostenlose Kleinanzeigen von und für Muslime: http://www.islamische-zeitung.de/kleinanzeigen -------------------------------------------------- Für ein kostenloses Probeexemplar kontaktieren Sie bitte: mailto:info@islamische-zeitung.de -------------------------------------------------- Um die IZ zu abonnieren senden Sie bitte eine Email mit Ihrer vollständigen Adresse an: mailto: abo@islamische-zeitung.de -------------------------------------------------- Claudia
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Re: Palästina: was geschieht im Nahen Osten?
#46638
08/04/2002 16:34
08/04/2002 16:34
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Claudia Poser-Ben Kahla
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Gera
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Dilan ich kann es dir nicht sagen, aber so wie man ja in vielen anderen Ländern sieht, ist die Stimmung recht angeschlagen, denn man weiß echt nicht was noch kommt und wie das dort weiter geht.
Täglich sterben Kinder und Frauen es ist echt schlimm.
Hier ein aktueller Bericht von uns:
Mehr Kinder als je zuvor sterben im Nahostkonflikt
UNICEF: bis heute 269 getötete Kinder
Vor der Konferenz der Arabischen Liga am Mittwoch in Beirut hat UNICEF Israelis und Palästinenser dazu aufgerufen, umgehend das Blutvergießen an Kindern zu stoppen. "Es ist unerträglich, wie beide Seiten Tod und Elend von Kindern bewusst in Kauf nehmen", sagte Dietrich Garlichs, Geschäftsführer von UNICEF-Deutschland. Die Suche nach einem Waffenstillstand muss mit einer wechselseitigen Vereinbarung beginnen, Kinder aus dem Kreuzfeuer der Gewalt herauszuhalten. So müssen Kindergärten, Schulen und Gesundheitseinrichtungen als "Friedenszonen" geachtet werden. Medien, Eltern und Lehrer sollen Kinder und Jugendliche aufrufen, sich nicht an gewalttätigen Auseinandersetzungen zu beteiligen.
Nach Angaben von UNICEF wurden seit Beginn der sogenannten Al-Aksa Intifada im September 2000 bisher 48 israelische und 220 palästinensische Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren getötet. Auch ein neun Monate altes Baby aus Südafrika kam bei einem Anschlag in Jerusalem ums Leben. Im selben Zeitraum wurden mehr als 7000 palästinensische und mehr als 60 israelische Kinder und Jugendliche zum Teil schwer verletzt. Über 530 Kinder und Jugendliche werden aufgrund ihrer Verletzungen ihr Leben lang unter Behinderungen leiden. UNICEF ist besonders besorgt darüber, dass ein großer Teil der Opfer durch Schussverletzungen am Kopf starben.
"Derzeit sterben im Nahostkonflikt mehr Kinder als je zuvor. Der Extremismus der Erwachsenen hinterlässt eine verlorene Generation junger Menschen, die von der andauernden Gewalt traumatisiert ist", erklärte der Geschäftsführer von UNICEF-Deutschland, Dietrich Garlichs.
Traumatische Erfahrungen prägen die Kinder auf beiden Seiten
Die Gewaltspirale beeinträchtigt das Leben aller Heranwachsenden in der Westbank, im Gazastreifen aber auch in Israel massiv. 80 Prozent der palästinensischen Eltern geben an, dass sich das Verhalten ihrer Kinder seit Beginn der Kämpfe verändert hat: sie leiden unter Schlafproblemen, sind ängstlicher und können sich kaum noch konzentrieren. Zwei Drittel der palästinensischen Kinder leiden nach dem Eindruck ihrer Eltern unter Traumata und Stress. Aber auch israelische Kinder leben in ständiger Angst und Unsicherheit. Jeden Tag kann ein Anschlag sie selbst oder Angehörige treffen; manche Selbstmordattentäter scheinen es sogar bewusst darauf anzulegen, auch Kinder mit in den Tod zu reißen. Bis heute wurden 34 israelische Kinder und Jugendliche Opfer von Selbstmordattentaten. Vorwiegend Opfer - nur selten Täter: Jugendliche in Palästina
Entgegen der Darstellung in vielen Medien sind auch palästinensische Kinder und Jugendliche vor allem Opfer des Konflikts - auch wenn Fernsehbilder immer wieder palästinensische Jugendliche als Beteiligte in Straßenkämpfen zeigen. Nach Erkenntnissen von Nichtregierungsorganisationen beteiligen sich nur ein Prozent der palästinensischen Jugendlichen an Straßenkämpfen. Allerdings steigt angesichts der dramatischen Zuspitzung des Konflikts die Gewaltbereitschaft bei jungen Menschen.
Wachsende Kinderarmut in Palästina
In den palästinensischen Autonomiegebieten hat sich auch die schwierige materielle Situation der Familien weiter verschlechtert. So leben heute schätzungsweise 720.000 der 1,3 Millionen Heranwachsenden in der Westbank und in Gaza in Armut. Dies bedeutet einen Anstieg der Kinderarmut um 55 Prozent seit September 2000. Der Anteil der chronisch mangelernährten Kinder hat sich in einigen Gebieten verdoppelt. Für fast 60 Prozent der palästinensischen Familien ist es schwierig, medizinische Versorgung zu bezahlen. Immer öfter werden Schulen geschlossen oder sind wegen Straßensperren unerreichbar. Fast 100 Schulen sind schon einmal beschossen worden, drei Schulen wurden von der israelischen Armee besetzt und in Militärposten umgewandelt.
Kinderfreundliche Orte schaffen
UNICEF unterstützt in der Westbank und im Gazastreifen Programme zur psychosozialen Versorgung von Kindern und Jugendlichen. In den vergangenen Monaten nahmen 2.000 Erzieher und 550 Mitarbeiter von Schulen und Nichtregierungsorganisationen an Kursen teil. Sie lernten dort, psychische Probleme von Kindern frühzeitig zu erkennen und damit umzugehen. Durch Aufklärungsarbeit, zum Beispiel bei Jugendkonferenzen und Workshops, bemüht sich UNICEF darum, friedliche Konfliktlösungen zu fördern. Weiter stellt UNICEF Medikamente und technisches Gerät zur Ersten Hilfe für Ambulanzen, Kindergärten und Schulen zur Verfügung und unterstützt Impfaktionen in Dörfern, die von der Gesundheitsversorgung abgeschnitten sind. Fast 200.000 Kinder erhielten so Impfschutz gegen Polio und Masern.
Claudia Poser
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Re: Palästina: was geschieht im Nahen Osten?
#46639
08/04/2002 21:25
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Joined: May 2001
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nonameb
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Mich würde eher interessieren, ob Jemand bei den Demos hier in D war ?!
Ich finde es nachwievor schlimm, das die machen können was sie wollen und einfach nix passiert...
Im WDR lief am Freitag nacht ein Bericht über eine jüdische Reporterin, die in den Palästinensergebieten lebt und ihre Berichte aus ihrer Sicht schreibt. Ich bedaure zutiefst den Namen nicht mehr zu wissen, ich hätte mich gerne mal mit ihr in Verbindung gesetzt. Diese Frau hat mich wirklich sehr beeindruckt mit zwei Sachen. Sie hat über ihre Arbeit gesprochen, warum sie mit den Palästinensern lebt usw. und sprach die ganze Zeit über englisch. Wenn sie die, den Israelis vorbehaltenen Strassen nutzt, um einen dringenden Termin wahrnehmen zu können, benutzt sie die Strassen der "Herrenrasse" in Israel. Sie sagte dieses eine Wort "Herrenrasse" auf deutsch und ich hatte wirklich ordentlich Respekt vor der Frau. Ich glaube man kann das Wort in der Bedeutung gar nicht übersetzen, traurig das es immernoch eine Rasse auf der Welt gibt, die sich als etwas Besseres betrachtet als die anderen!
Sie hat auch darüber gesprochen, dass nur die Juden ihre tiefe stumme Trauer nachvollziehen können, über den Verlust der Familienmitglieder im Holocaust. Ihre Mutter die ein KZ überlebt hat, hatte ihr öfters über diese Zeit erzählt. Und ihre Mutter sagte ihr, dass sie niemals den teilnahmslosen Blick der deutschen Frauen vergessen wird, bei ihrem Abtransport in´s Lager.
Aus den Erzählungen ihrer Mutter, entwickelte sich eine sehr bemerkenswerte Einstellung bei dieser Frau. Sie sagte:" Es ist leicht - kein Verbrecher zu sein, es ist aber sehr schwer - kein teilnahmsloser Zuschauer zu sein."
In diesem Sinne, Ines
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Re: Palästina: was geschieht im Nahen Osten?
#46640
08/04/2002 21:35
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nonameb
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Da fällt mir noch ein Bericht ein, er lief im "Spiegel TV". In diesem Bericht wurde ein Mitarbeiter eines dt. Hilfswerkes, der zusammen mit den Spiegel tv Reportern in einem AMBULANZ Wagen unterwegs war, beschossen. Nachdem geklärt war, das es sich um Deutsche und laufende Kameras handelt, hat man das "Missverständnis" zu entschuldigen versucht. Ein deutschsprechender israel. Offizier warb dann auch im Interview um Verständnis, das sich die Reporter ja schließlich in Israel befänden und sich auch an die Regeln der Israelis zu halten hätten.... Darauf meinte der Reporter, das sie ja garnicht in Israel seien, sie sind doch auf dem Boden der autonomen Gebiete... Der Offizier sprach nun englisch und sagte dem Reporter, das er von vornherein davor gewarnt hätte, keine falschen Fragen zu stellen und brach das Interview ab...
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Re: Palästina: was geschieht im Nahen Osten?
#46642
08/04/2002 21:56
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steif
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Tunesien
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Ja, was geschieht im Palaestina. Beim Anschlag vom 11. Sept. wussten scheinbar alle was da geschah und haben gleich die "Schuldigen" ausgemacht deren Strafe befuerwortet und verlangt. Heute traut sich keiner ein Wort ueber die schreiende Ungerechtigkeit, das taegliche stille Massaker von wehrlosen Menschen zu verlieren. Habe hier keine einzige Zeile der Verurteilung geschweige denn der Empoerung lesen koennen. Ein neuer Hitler weilt unter uns und keiner scheint das wahrzunehmen, er handelt nach zwei Grundprinzipien: Luegen, luegen und nochmal luegen, zum Schluss wird die Luege Wahrheit und das hat er natuerlich von seinem Lehrmeister Goebbels, Und er haelt die Jounalisten vom Ort des Geschehen fern, damit seine Untaten unendedeckt bleiben und das hat er von Kissinger. Ich habe keine Lust mehr darueber zu schreiben, ich habe meinen Glauben an die sogenannte zivilisierte Welt verloren, es ist zwar deprimierend aber das lehrt uns immer nur an sich selbst zu glauben und auf die eigene Kraft, so minimal sie auch sein kann, zu bauen. Diejenigen, die sich heute mit einer Zuschauerposition begnuegen werden irgendwann an ihrer Scheinheiligkeit ersticken, bis dahin sollten sie jedoch damit aufhoeren das Unvergleichbare zu vergleichen und vor allem ueber Wirtschaft zu reden, wo doch wehrlose Menschen barbarisch massakriert werden, auf Srassen zwischen Leben und Tod haengen ohne jegliche Hoffnung auf eine medizinische Versorgung. Und wenn ich sehe, wie manche grossmaeulige Politiker in der arabischen Welt reagieren, als ginge es Sie gar nicht an und haben nicht mal den Mut die israelische Flagge aus ihren Laendern zu verdammen, dann schaeme ich mich endlos, araber zu sein.
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Re: Palästina: was geschieht im Nahen Osten?
#46643
08/04/2002 22:08
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nonameb
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@steif, ich verstehe deine Wut nur zu gut, du darfst aber nicht "keine Lust mehr" zum schreiben haben. Auch wenn man sich manchmal fühlt, als wenn man gegen Betonwände redet... Ich habe am We an den Zentralrat der Juden geschrieben, mir ist schon auch klar dass ich keine Antwort bekomme. Aber wenigstens bin ich kein stummer mitschuldiger Zuschauer! FDP Politiker Möllemann wurde von der Judenlobby in D unter Beschuss genommen, weil er Verständnis für Palästinenser geäußert hat, die durch Selbstmordattentate sterben. Seine Partei stand aber hinter ihm und hat öffentlich den Zentralrat der Juden in D verurteilt, weil diese die Greueltaten ihrer Leute ständig in Schutz nehmen. Es tut sich was, auch wenn es viel zu wenig ist und viel zu viele Menschen ihr Leben lassen, weil wir alle den Finger nicht aus dem Hintern kriegen.
@sanosara, sorry aber zum Lachen war mir absolut nicht! Der Typ sah aus wie ein Nazi und hat sich auch so benommen! Was ist daran lustig?
Ines
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Re: Palästina: was geschieht im Nahen Osten?
#46649
09/04/2002 01:43
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Jens
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Planet Erde
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Hallo Ines, wie du weißt, ist meine Zeit knapp, jedoch habe ich gerade eure Diskussion gelesen und möchte noch kurz was dazu sagen: Ich weiß, dass du dich in dieser Sache sehr engagierst und das finde ich auch gut. Ich halte es trotz aller Zweifel für eine gute Idee, an den Zentralrat der Juden zu schreiben und ich verspreche dir, dass auch ich einen Brief schreiben werde. Jeder kleine Schritt ist wichtig, mag er auch noch so sinnlos erscheinen. Jedoch macht mich dein Satz "Kannst du dir vorstellen, das es mich dermaßen wütend macht, das NICHTS geschieht in D, dass ich am liebsten eine Synagoge in D umhauen würde?" etwas betroffen. Was erreicht man denn mit Gewalt? Ich weiß, dass du das nicht ernst meintest und nur deine Wut zum Ausdruck bringen wolltest, aber mit der Sprache fängt die Gewalt doch an. Einen Hass gegen alles zu hegen, was jüdisch ist, ist doch der gleiche Fehler, als wenn man alle Deutschen für die Nazi-Verbrechen verantwortlich machen würde. Und vor allem: Mit so etwas hilft man niemandem! Außerdem ist mir aufgefallen, dass du zwar sehr vehement gegen die Unterdrückung der Palästinenser protestierst, jedoch bei Verbrechen auf Seiten islamischer Staaten recht tolerant zu sein scheinst. Folgenden Satz von dir hatte ich noch in Erinnerung und ich habe ihn wieder herausgesucht (Thema: "Wer regiert die Welt heutzutage?"): Zitat: Das Taliban Regime zu kritisieren, steht mir nicht zu. Ich kann beim besten Willen nicht beurteilen, was in Afganistan unter deren Herrschaft nun wirklich abgelaufen ist.
Warum hältst du dich da so bedeckt? Denn über die Menschenrechtsverletzungen in Afghanistan unter der Talibanherrschaft gibt es doch unzählige Berichte, teilweise auch aus seriösen Quellen.
Und wie sieht es aus mit Tschetschenien? Oder mit China? Und vielen anderen Krisengebieten der Erde, wo Menschenrechte mit Füßen getreten werden?
Verstehe mich nicht falsch, natürlich ist es gut, dass du dich engagierst. Jedoch gefällt es mir nicht, dass du andere so scharf verurteilst, die "zuschauen", während du selbst doch in vielen Fällen auch nur Zuschauer bist (wie wir alle).
Da ich jedoch nicht nur kritisieren möchte, habe ich einen Vorschlag: Du könntest doch hier einen Aufruf starten, was jeder tun könnte, um gegen diese Verbrechen zu protestieren. Vielleicht könntest du Adressen heraussuchen, an die man schreiben kann oder Termine von Demonstrationen veröffentlichen. Denn ich glaube nach wie vor, dass es überhaupt nichts bringt, wenn hier jeder nur seine Betroffenheit äußert, denn kaum ein Mitglied der israelischen Regierung und einer ihrer Anhänger dürfte einen Blick in dieses Forum werfen.
Gruß Jens
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Re: Palästina: was geschieht im Nahen Osten?
#46650
09/04/2002 07:59
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Joined: May 2001
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nonameb
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@Jens, ich möchte ganz kurz zu deinen Vorwürfen Stellung beziehen. Es ist ganz bestimmt nicht so, das ich die Verbrechen die von der arab. Seite aus passieren, decke. Es ist aber so, das ich in einigen Fällen nicht den notwendigen Durchblick habe und dazu stehe ich dann auch. Nur - und das ist mir sehr wichtig - rede ich dann auch nicht drum herum und versuche zu beschönigen!
Das in D ein Mensch nicht vom Palästinenserproblem weiss, gibt es nicht. Wir wissen es alle! Nur stehen wir ebend wie die dt. Frauen während der Naziherrschaft da und schauen zu! Ja, ich verurteile alle stummen Zuschauer und glaube mir, ich tue es nicht. Wenn ich um ein Problem weiss, dann suche ich mir auch Mittel und Wege meinen Beitrag zur Lösung beizusteuern. Es mag in einigen Fällen nicht so aktiv sein und in anderen dafür mehr, das läßt sich aber nicht vermeiden. Ich habe leider nicht die Macht und die Stärke, alles in der Welt zum besseren zu bewegen.
Aber eines kann ich ganz sicher, Leute wie sanosara doch wenigstens verbal mal durchrütteln, damit solche Sprüche nicht mehr kommen. Ich will wirklich nicht, das irgendjemand gut findet was ich mache, darauf lege ich keinen Wert! Die Menschen in diesem Land müssen doch mal aufwachen und aufhören zu heucheln!
Ich habe damals geschrieben, das ich nicht weiss was die Taliban in Afganistan gemacht oder nicht gemacht haben und in diesem fall steht mir ein Urteil nicht zu. Und hier kannst du auch auf steif`s Aussage Bezug nehmen. Komisch, dass es jeder Einzelne in diesem Land zu wissen schien, angeklagt und geurteilt hat und schon flogen die Bomben. Niemand fand es gut, aber es musste ja sein um die Menschen zu befreien... Zu Israel wird aber gefragt, "ja was passiert denn da...?" SEIT WOCHEN werden Zivilisten beschossen, wird Verletzten ärztl. Hilfe verweigert, werden Menschenrechte mit Füßen getreten! Das ist da los, warum also noch großartig fragen?! Wir wissen es doch alle, aber komischerweise reagiert hier niemand! In diesem Fall wird von ganz oben lamentiert, ob man nun den Arafat noch treffen sollte oder nicht,in Palästina gibt es ja auch schließlich materiell nichts zu holen.
Noch kurz zu meiner Wut, du siehst es falsch, ich bin tatsächlich sehr wütend. Eine Synagoge umhauen bringt sicherlich nichts, ich suche aber tatsächlich nach einer Möglichkeit, gerade unsere Politiker aufzuwecken. Mein Leben kann ich dafür nicht geben, es gehört meinem Sohn bis zu seiner Volljährigkeit. Aber glaube mir ich würde es geben, wenn es Frieden und Freiheit in Palästina bringen würde! Und es fällt mir sehr schwer, Juden nicht abzulehnen oder gar zu verurteilen - weil sie auch noch auf die Strasse gehen und für Israel protestieren. Sind diese Menschen ohne Gefühl oder sind es keine Menschen, sondern gehören der "Herrenrasse" an und stehen somit über uns allen? Wut macht blind, glaube mir - ich verstehe jeden der diesbezüglich wütend wird. Weißt du, das in D mehr jüdische Einrichtungen unter Polizeischutz stehen als alle anderen Einrichtungen zusammen?!
Hier im Forum besteht kein Interesse daran, gerade in Bezug auf Palästina aktiv zu werden. Warum sollte ich mir also die Zeit nehmen und die Mühe machen und Adressen heraussuchen oder den Leuten sagen, was sie machen können? Betroffenheit geäußert wurde von einer handvoll Leuten hier in all der Zeit, es sind nicht mehr als 10 und auch immer die gleichen. Nach Möglichkeiten sich zu engagieren wurde nie gefragt, wenn dann sicherlich von mir selbst. Wenn es gelingt auch nur weitere 10 Leute aufzuwecken, so das sie sich aus Eigenantrieb engagieren, hat man sicher mehr gewonnen als mit einem Aufruf zur Demo. Ich glaube es gibt keinen hier, der kein Telefon hat und beim Ausländerbeauftragten anrufen könnte.
Im Grunde sehe ich es ähnlich wie steif, es macht keinen Sinn noch viel zu reden. Während wir reden, sterben die Palästinenser - ich will nur einfach nicht aufgeben!
Ich werde trotzdem im Laufe des Tages einige Adressen raussuchen und hier in diesem Beitrag veröffentlichen, obwohl ich ehrlich gesagt keine Hoffnungen daran knüpfe.
Ines
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Re: Palästina: was geschieht im Nahen Osten?
#46654
09/04/2002 08:46
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Re: Palästina: was geschieht im Nahen Osten?
#46657
09/04/2002 12:58
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Jens
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Planet Erde
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Hallo Ines, Zitat: Hier im Forum besteht kein Interesse daran, gerade in Bezug auf Palästina aktiv zu werden. Warum sollte ich mir also die Zeit nehmen und die Mühe machen und Adressen heraussuchen oder den Leuten sagen, was sie machen können?
Dann verstehe ich nicht, warum du dich überhaupt hier zu diesem Thema äußerst. Nur um dich moralisch über andere zu erheben? Dann habe ich dich wohl falsch eingeschätzt
So, um wenigstens einen kleinen, bescheidenen Beitrag zu leisten, habe ich mal ein wenig gesucht und habe ein paar Adressen gefunden, an die man sich mit seinen Protesten wenden kann:
Ministerpräsident Israeli Prime Minister Ariel Sharon fax:(+972-2) 566-4838 or 651-3955 or 651-2631 Email: webmaster@pmo.gov.il
Außenministerium Israeli Foreign Minister Mr. Shimon Peres Fax:+972-2-5303704 Email: sar@mofa.gov.il
Verteidigungsministerium Israeli Defense Minister Mr. Binyamin Ben-Eliezer Ministry of Defense 37 Kaplan st. Tel-Aviv 61909, Israel Email: sar@mod.gov.il Fax: 00972-3-696 2757 oder 00972-3-691 6940 oder 00 972-3-691 7915 Botschaft des Staates Israel in Berlin Botschafter Stein Auguste-Viktoria-Str. 74-76 14193 Berlin Email: botschaft@israel.de Fax: 030-89045-102 oder 030-89045-555
Vereinte Nationen Mr. Terje Rod Larsen Personal Representative of the Secretary General to the United Nations in Palestine Email: unsco@palnet.com Fax: 00972 8 282 0966
US President George W. Bush Email: president@whitehouse.gov Fax:(202) 456-2461
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Re: Palästina: was geschieht im Nahen Osten?
#46658
09/04/2002 13:04
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Planet Erde
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Als Anregung habe ich noch einen Protestbrief gefunden, den man nach seinen eigenen Vorstellungen umformulieren kann. Er stammt von einem Karmelitenpater. Zitat: Sehr geehrter Herr Premierminister Sharon, sehr geehrter Herr Außenminister Peres, sehr geehrter Herr Botschafter Stein,
gestatten Sie mir, dass ich mich bei Ihnen zur politischen Situation im Heiligen Land zu Wort melde. Vor allem als Christ ist es mir nicht gleichgültig, was im Ursprungsland unseres Glaubens geschieht. So verfolge ich seit Jahren das Geschehen im Heiligen Land. Für mich ist nicht mehr hinnehmbar, was Ihre Regierung seit 17 Monaten auf der politischen und militärischen Ebene an Aggression gegenüber dem palästinensischen Volk praktiziert. Jüngste Beispiele dafür sind die Zerstörung der ca. 70 Häuser in Gaza, die Sprengung der Rundfunkstation in Ramallah, die ständigen Besetzungen der Städte im autonomen Gebiet von Palästina.
Ich möchte mit aller Entschiedenheit gegen dieses aggressive Vorgehen protestieren. Auch ich verurteile aufs schärfste die Attentate palästinensischer Selbstmordattentäter. Mit gleicher Schärfe aber verurteile ich auch die tägliche Praxis Ihrer Regierung, die mutmaßliche Attentäter ohne Gerichtsurteile liquidiert und dabei den Tod unschuldiger Menschen in Kauf nimmt, die gezielt Zivilisten - Kinder, Jugendliche und Frauen - erschießt und als Vergeltung von Attentaten in Israel das ganze palästinensische Volk in Sippenhaft nimmt. Es kann ja wohl nicht sein, dass das, was auf Ihrer Seite "Terror" genannt wird, auf der anderen Seite von Ihnen für gleiches Handeln als "Schutz und Sicherheitmaßnahme" definiert wird. Ich protestiere dagegen, das dem palästinensischen Volk jede menschliche Würde aberkannt und ein Leben in Frieden und Gerechtigkeit nicht erlaubt wird.
Von Tag zu Tag bestärkt mich das Vorgehen Ihrer Regierung in meiner Meinung, dass Ihre in der Politik Verantwortlichen aus der Geschichte die falschen Konsequenzen ziehen. Die Methoden von Vergeltung und "Immer nur schneller sein" als der andere machen ein friedliches Leben unter Nachbarn unmöglich. Kann die Antwort auf Gewalterfahrung immer nur noch mehr Gewalt, stärkere Gewalt, "überlegenere" Gewalt sein? Auch Besatzung und Besetzung von Land, das Israel per Vertrag nicht gehört, ist Gewalt, und zwar eine ständig andauernde.
Ich frage Sie: Aus welchen Gründen soll sich ein Volk, dem seit über 50 Jahren alles genommen und ein menschenwürdiges Leben nicht gegönnt wird, nicht wehren? Haben die Menschen in Bethlehem, Hebron, Gaza oder Jenin weniger menschliche Würde als die in West-Jerusalem, Nazareth oder Tel Aviv? Wie soll eine palästinensische Regierung ihre staatlichen Aufgaben und ihre Verantwortung ausüben, wenn die israelische Regierung die dafür notwendige Infrastruktur ständig durch Raketen zerstört? Kein Land der Erde dürfte es sich erlauben, den souverän gewählten Präsidenten über Wochen in Arrest zu setzen.
Ich klage an, dass Sie dem palästinensischen Volk keine Chance geben, ein Land aufzubauen, das auch in Frieden mit Israel leben kann. Stattdessen tun Sie durch immer neue Provokationen alles, um Palästinenser zu weiteren Terrorakten zu provozieren. Sie legen die Messlatte für den Beginn neuer Verhandlungen und Abkommen so hoch, dass es von vornherein unmöglich ist, darüber zu springen. Darum unterstelle ich Ihrer Regierung, dass Sie keinen Frieden wollen und alles unternehmen, damit der Friede keine Chance bekommt.
In unserer Bevölkerung mehren sich Gott sei Dank hörbar die Stimmen, die das Vorgehen Ihrer Regierung verurteilen und keinerlei Verständnis mehr dafür aufbringen. Unsere Nachkriegs-Generation ist nicht mehr bereit, sich auf Grund unserer Geschichte mit Ihrem Volk Zurückhaltung auferlegen zu lassen und zu schweigen, wenn Unrecht geschieht.
Daher bitte ich Sie und Ihre Regierung, den Terror gegenüber dem palästinensischen Volk unverzüglich zu beenden und einen ernst zu nehmenden Dialog mit der palästinensischen Regierung wieder aufzunehmen. Ich bitte Sie: geben Sie dem palästinensischen Volk die durch Verträge vereinbarten Gebiete zurück! Beenden Sie die Siedlungspolitik und akzeptieren Sie einen palästinensischen Staat an der Seite Israels.
Ich bin davon überzeugt, dass nur auf diesem Wege auch die israelische Bevölkerung wieder ihren Alltag ohne Angst vor terroristischen Anschlägen und in Frieden leben kann, denn nur im gegenseitigen Respekt voreinander ist ein menschenwürdiges Leben beider Völker in Frieden im Heiligen Land möglich. Leitwort für diesen Friedensprozeß kann nur sein: "TWO PEOPLES, TWO STATES, ONE FUTURE"
Mit freundlichen Grüßen und den besten Wünschen für einen dauerhaften Frieden im Heiligen Land
Quelle: http://www.christkoenig.org/jugend/protest.html
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