Dilan ich kann es dir nicht sagen, aber so wie man ja in vielen anderen Ländern sieht, ist die Stimmung recht angeschlagen, denn man weiß echt nicht was noch kommt und wie das dort weiter geht.

Täglich sterben Kinder und Frauen es ist echt schlimm.

Hier ein aktueller Bericht von uns:

Mehr Kinder als je zuvor sterben im Nahostkonflikt

UNICEF: bis heute 269 getötete Kinder

Vor der Konferenz der Arabischen Liga am Mittwoch in Beirut hat UNICEF Israelis
und Palästinenser dazu aufgerufen, umgehend das Blutvergießen an Kindern zu
stoppen. "Es ist unerträglich, wie beide Seiten Tod und Elend von Kindern
bewusst in Kauf nehmen", sagte Dietrich Garlichs, Geschäftsführer von
UNICEF-Deutschland. Die Suche nach einem Waffenstillstand muss mit einer
wechselseitigen Vereinbarung beginnen, Kinder aus dem Kreuzfeuer der Gewalt
herauszuhalten. So müssen Kindergärten, Schulen und Gesundheitseinrichtungen als
"Friedenszonen" geachtet werden. Medien, Eltern und Lehrer sollen Kinder und
Jugendliche aufrufen, sich nicht an gewalttätigen Auseinandersetzungen zu
beteiligen.

Nach Angaben von UNICEF wurden seit Beginn der sogenannten Al-Aksa Intifada im
September 2000 bisher 48 israelische und 220 palästinensische Kinder und
Jugendliche unter 18 Jahren getötet. Auch ein neun Monate altes Baby aus
Südafrika kam bei einem Anschlag in Jerusalem ums Leben. Im selben Zeitraum
wurden mehr als 7000 palästinensische und mehr als 60 israelische Kinder und
Jugendliche zum Teil schwer verletzt. Über 530 Kinder und Jugendliche werden
aufgrund ihrer Verletzungen ihr Leben lang unter Behinderungen leiden. UNICEF
ist besonders besorgt darüber, dass ein großer Teil der Opfer durch
Schussverletzungen am Kopf starben.

"Derzeit sterben im Nahostkonflikt mehr Kinder als je zuvor. Der Extremismus der
Erwachsenen hinterlässt eine verlorene Generation junger Menschen, die von der
andauernden Gewalt traumatisiert ist", erklärte der Geschäftsführer von
UNICEF-Deutschland, Dietrich Garlichs.

Traumatische Erfahrungen prägen die Kinder auf beiden Seiten

Die Gewaltspirale beeinträchtigt das Leben aller Heranwachsenden in der
Westbank, im Gazastreifen aber auch in Israel massiv. 80 Prozent der
palästinensischen Eltern geben an, dass sich das Verhalten ihrer Kinder seit
Beginn der Kämpfe verändert hat: sie leiden unter Schlafproblemen, sind
ängstlicher und können sich kaum noch konzentrieren. Zwei Drittel der
palästinensischen Kinder leiden nach dem Eindruck ihrer Eltern unter Traumata
und Stress. Aber auch israelische Kinder leben in ständiger Angst und
Unsicherheit. Jeden Tag kann ein Anschlag sie selbst oder Angehörige treffen;
manche Selbstmordattentäter scheinen es sogar bewusst darauf anzulegen, auch
Kinder mit in den Tod zu reißen. Bis heute wurden 34 israelische Kinder und
Jugendliche Opfer von Selbstmordattentaten.
Vorwiegend Opfer - nur selten Täter: Jugendliche in Palästina

Entgegen der Darstellung in vielen Medien sind auch palästinensische Kinder und
Jugendliche vor allem Opfer des Konflikts - auch wenn Fernsehbilder immer wieder
palästinensische Jugendliche als Beteiligte in Straßenkämpfen zeigen. Nach
Erkenntnissen von Nichtregierungsorganisationen beteiligen sich nur ein Prozent
der palästinensischen Jugendlichen an Straßenkämpfen. Allerdings steigt
angesichts der dramatischen Zuspitzung des Konflikts die Gewaltbereitschaft bei
jungen Menschen.

Wachsende Kinderarmut in Palästina

In den palästinensischen Autonomiegebieten hat sich auch die schwierige
materielle Situation der Familien weiter verschlechtert. So leben heute
schätzungsweise 720.000 der 1,3 Millionen Heranwachsenden in der Westbank und in
Gaza in Armut. Dies bedeutet einen Anstieg der Kinderarmut um 55 Prozent seit
September 2000. Der Anteil der chronisch mangelernährten Kinder hat sich in
einigen Gebieten verdoppelt. Für fast 60 Prozent der palästinensischen Familien
ist es schwierig, medizinische Versorgung zu bezahlen. Immer öfter werden
Schulen geschlossen oder sind wegen Straßensperren unerreichbar. Fast 100
Schulen sind schon einmal beschossen worden, drei Schulen wurden von der
israelischen Armee besetzt und in Militärposten umgewandelt.

Kinderfreundliche Orte schaffen

UNICEF unterstützt in der Westbank und im Gazastreifen Programme zur
psychosozialen Versorgung von Kindern und Jugendlichen. In den vergangenen
Monaten nahmen 2.000 Erzieher und 550 Mitarbeiter von Schulen und
Nichtregierungsorganisationen an Kursen teil. Sie lernten dort, psychische
Probleme von Kindern frühzeitig zu erkennen und damit umzugehen. Durch
Aufklärungsarbeit, zum Beispiel bei Jugendkonferenzen und Workshops, bemüht sich
UNICEF darum, friedliche Konfliktlösungen zu fördern. Weiter stellt UNICEF
Medikamente und technisches Gerät zur Ersten Hilfe für Ambulanzen, Kindergärten
und Schulen zur Verfügung und unterstützt Impfaktionen in Dörfern, die von der
Gesundheitsversorgung abgeschnitten sind. Fast 200.000 Kinder erhielten so
Impfschutz gegen Polio und Masern.

Claudia Poser