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Die wichtigsten Gemeinsamkeiten von Christentum und Islam sind wohl die (auch in anderen Religionen vorhandene) Anerkennung bestimmter ethischer Grundsätze (nicht stehlen, nicht ehebrechen, nicht lügen etc., und vor allem keine „Götzen anbeten“) sowie die Anerkennung Jesu als eine besonders gottnahe Person. Im Gegensatz zu Christen anerkennen Muslime Jesus jedoch nicht als „Sohn Gottes“ im buchstäblichen und einzigartigen Sinn, sondern als – Gott sehr nahe stehenden - Propheten. Auch die von Jesus hervorgehobene Barmherzigkeit Gottes und die Wichtigkeit der Nächstenliebe im täglichen Leben sind im Islam sehr wichtige Aspekte: Unter anderem in 7:157 weist der Koran darauf hin, daß die Barmherzigkeit Gottes allumfassend ist. Jede Sure beginnt mit den Worten „Im Namen Allahs, des Gnädigen, des Barmherzigen“. Bezüglich des rücksichtsvollen und liebevollen Umgangs der Menschen untereinander sagte der Prophet Mohammed (Friede sei mit ihm) in einer Überlieferung: „Ein Muslim ist derjenige, der seinem Nächsten weder durch seine Zunge (dh. durch Worte) noch durch seine Hände (d.h. durch Taten) schadet. Dem Koran zufolge sind die Ursprünge des Christentums, des Islams, ebenso wie des Judentums und anderer Weltreligionen dieselben: Alle wahren Propheten lehrten – überall in der Welt, auch etwa in Asien oder unter den indianischen oder germanischen Völkern – dasselbe: Gutes zu tun und einen einzigen Gott anzubeten. Die einzelnen Gebote, wie dies umzusetzen sei, können dabei von Volk zu Volk, je nach spirituellem Verständnisgrad und Bedürfnis, variiert haben. Auch die biblischen Propheten sind der Lehre des Korans gemäß „Muslime“ – speziell Jesus wird als „Muslim“ bezeichnet. Das ist dadurch zu erklären, daß das Wort „Muslim“ nichts anderes als „Jemand, der Frieden in der Gottergebung findet“ bedeutet. Auch er lehrte demzufolge „Islam“ – ein Wort, das von derselben arabischen Wortwurzel abstammt – ebenso wie seine Vorgänger, Abraham, Moses oder auch Buddha. Der Islam betrachtet sich also als „Urreligion“, deren Lehre durch den Propheten Mohammed abgeschlossen wurde. Wenn nach dem Propheten Mohammed (Friede sei mit ihm) noch weitere Propheten erscheinen, dann nur in dem Sinne, daß sie den von ihm gelehrten Islam im Sinne des Korans wieder zu „geistigem Leben erwecken“.
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Welche Unterschiede bestehen zwischen Islam und Christentum?
Beim Christentum haben wir es heute eher mit der Lehre von Paulus zu tun, denn mit dem, was Jeses (Frieden sei auf ihm) lehrte und praktizierte. All die herausstechenden Merkmale des Christentums von heute wie etwa der Glaube an die Göttlichkeit von Jesus, der Glaube an die Trinität, der glaube an die Erbsünde und die Erlösung von Sünde durch den angeblichen Opfertod von Jesus am Kreuz haben ihren Ursprung nicht in der Lehre Jesu, sondern in dem, was Paulus daraus machte. Im übrigen ist das Christentum heute in über 800 Richtungen und Sekten zersplittert, so dass es unmöglich ist, in ein paar Worten die jeweiligen Unterschiede darzulegen. Wer an Einzelheiten interessiert ist, sollte sich das Buch "Islam und Christentum" von Al-Hadsch Ataullah Kaleem, Verlag Der Islam, Babenhäuser Landstr. 25, 60599 Frankfurt, besorgen. Es kostet 7,- DM.

Grundlegend aber kann gesagt werden, daß der Islam durch die Gnade Allahs all die Krankheiten spiritueller Art, die in die Lehre Jesu hineingeflossen waren, wieder ausgeräumt hat. Wobei das wichtigste Element die Widerlegung des Glaubens ist, dass Gott irgendeinen Partner oder Sohn hätte, der Ihm in Seiner Herrschaft als Unterstützung beigestellt würde. Allalh ist der Einzige Gott, es gibt keinen Gott außer Ihm, und es gibt niemanden, der an Seiner Macht Anteil hätte.

Dieses Prinzip wird "Tauhid" genannt, und es spiegelt sich in der Aussage des Heiligen Qurans wider, die in der Einheits-Sure (Sure 112) enthalten ist, wo es heißt: "Er ist Allah, der Einzige; Allah, der Unabhängige und von allen Angeflehte. Er zeugt nicht und ward nicht gezeugt. Und keiner ist Ihm gleich".

Weitere Punkte, die den Islam vom Christentum unterscheiden, ist die Ablehnung des Islams, irgendjemand sei in der Lage Gebete zu hören und zu beantworten, außer Allah. So wendet sich der Islam sehr eindringlich gegen die Anbetung der Jungfrau Maria. Und in der Kalima heißt es: Niemand ist anbetungswürdig außer Allah", d.h. die Anrufung von Heiligen usw. ist strikt verboten und wird als Todsnde (Schirk) betrachtet.

Weitere Unterschiede sind die Ablehnung der Taufe, da jeder Mensch rein und unschuldig geboren wird und nicht nicht erst durch eine Taufe in den Zustand, Seligkeit erlangen zu können, gerät; sowie bestimmte rituelle Praktiken wie das Abendmahl. Aber auch, was die katholische Kirche betrifft, die Behauptung, der Papst sei unfehlbar etc. wird vom islam vehement abgelehnt. Der Islam hingegen lehrt, daß Jesus den Heiligen Propheten Mohammed (Frieden und Segen Allahs seien auf ihm) angekündigt hat und durch ihn das Werk der Religion vollkommen wurde.

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Was haben Christen und Moslems gemeinsam, was ihre Geschichte und ihre Bräuche betrifft?

Allah sagt im Heiligen Koran, an die Christen und wird Gläubigen gewarnt: " Sprich: "oh Volk der Schrift, kommt herbei zu einem Wort, dessen gleich ist zwischen uns und euch: das wir können anbieten wenn Allah und das wir und das nicht die einen unter uns den anderen zur Ihm keinen Nebenbuhler zur Seite stellen und dass nehmen nicht die einen unter uns die anderen zu Herren nehmen statt Allah " (3: 65).

Darunter ist zu verstehen, daß die Muslime mit Fristen und Juden und Artgläubigen in all jenen Angelegenheiten zusammenarbeiten sollen, die zudem einen Gott führen. indes erklärt Allah im Heiligen Koran, das wesentliche Teile der vor den Koran offenbarten Schriften (z. B. der Thora und das Evangeliums) im Laufe der Jahrhunderte von Menschenhand entstellt und verzerrt wurden, so daß wir uns, was die Wahrheit der Lehre von Jesus betrifft und was sein Leben und Sterben betrifft, uns an dass halten müssen, was Allah im Heiligen Koran, der unverändert vom Zeitpunkt seiner Offenbarung bis heute erhalten ist, von den Menschen verkündet hat (dazu heißt es in Koran Sure 18 Vers 28: " und verlies, was dir von dem Buche deines Herrn offenbart ward. da ist keiner, der Seine Worte verändern könnte, und du wirst außer Ihm keine Zuflucht finden "). Kurzum, bezüglich vieler, theologischer wie geschichtlicher Punkte, bestehen Widersprüche zwischen der Bibel und den Koran. Gemeinsam ist die beiden, dass sie von Gott als dem einzigartigen Schöpfer des Universums berichten und das in ihnen die Rede von vielen Propheten Gottes ist. So teilt Allah uns im Heiligen Koran Ismael und Isaak, Jakob, Josef, Jonas und Jesus mit, um nur einige zu nennen, die ebenfalls in der Bibel Erwähnung finden. In beiden Büchern wird gelehrt, dass Gott allein angebetet werden soll, daß Er der Herr der Himmel und der Erde ist und der über Leben und Tod. In beiden Welt mitgeteilt, daß es ein Leben nach dem Tod und ein jüngstes Gericht für die Menschen gibt. In beiden werden die Menschen aufgefordert, Gutes zu tun und Böses zu meiden. Zudem finden wir in beiden eine Fülle von geboten und verboten, wie zur Zeit der Bibel wie in den Zeiten des Koranischen Gesetzes zu beachten sind (zu z. B. das Verbot, Schweinefleisch zu essen, die Ehe zu brechen, zu lügen, zum Morden und zu stehlen; oder das Gebot, gerecht zu sein, das Schlechte durch das Gute abzuwehren, barmherzig zu sein, Eltern und Kinder gütig zu behandeln). Hinsichtlich der Geschichte der Prophetenlehrt der heilige Koran oftmals etwas anderes als die Bibel. Dies betrifft vor allem die Reinheit und Sündenlosigkeit der Propheten. In Brauchtum haben Christentum und Islam nur wenige Gemeinsamkeiten. Die christlichen Feiertage werden vom Islam nicht vollzogen, es gibt kein Fest zur Geburt Jesu, seinen angeblichen Tod am Kreuz bzw. seiner angeblichen Himmelfahrt etc. Eine gewisse Gemeinsamkeit kann in der Erhaltung der Fastenzeit gesehen werden. Indes sind der heilige Monat Ramadan und wie vorchristliche Fastenzeit von Christen doch recht unterschiedlich, allein die Idee, sich eine zeitlang aus Buße dass sonst Erlaubten zu enthalten, lebt in beiden Fastenpraktiken fort. Im im Islam gibt das zudem keine Taufe, weil er nicht die Erbsünde lehrt, es gibt keinen Abendmahl oder andere Formen christlichen Gottesdienstes wie etwa dass gemeinsamen Singen von Liedern. Ganz zu schweigen von einer Heiligenverehrung, wie sie die Kirche institutionalisiert hat oder jener herausragenden Verehrung von Maria, der Mutter Jesu, die man um Fürbitte bei Gott ersucht. Der Islam lehrt, dass der Mensch Gott direkt anbieten sollen, dass mithin niemand zwischen dem Bittenden und Gott steht. Aber es gibt eine Gemeinsamkeit in der Förderung von Wohlfahrt und sozialem Dienst, die ihnen der Aufforderung beider Religionen, den nächsten durch Spenden und Opfer Gutes zu tun, wurzelt. Eine gewisse Gemeinsamkeit ist auch erkennbar zwischen dem Prinzip Geistlicher Leitung durch ein Oberhaupt, wie es die katholische Kirche in Papsttum eingerichtet, und dem Prinzip des Kalifats, d. h. der Einsetzung eines Oberhaupt der Gläubigen als Kalif-dies indes gibt es in der islamischen Welt nur noch in der islamischen Reformbewegung der Ahmadiyya Muslim Jamaat, während das allgemeine Kalifen tun durch die Absetzung des Sultans durch die Briten in der Türkei des Jahres 19 etwa 20 ein Ende gefunden hat. Zuguterletzt mag noch angeführt werden, dass eine Gemeinsamkeit zwischen Christentum und Islam in der Praxis der wöchentlichen Predigt besteht. Was im Gottesdienst der Christen am Sonntag zelebriert wird, ist auf ähnliche Weise beim Gottesdienst (Juma) in der Muslime am Freitag zu sehen. Auch im Festhalten an einem Feiertag pro Woche (bei den Christen der Sonntag, bei den Muslimen der Freitag) gibt es eine Gemeinsamkeit zwischen beiden Glaubensvorstellungen.

Quelle: Islam-Today
Ich habe dir diese Infos mal zusammen getragen ich hoffe es nützt dir etwas.

Claudia