Guwairiya bint Al-Harit, die achte Mutter der Gläubigen

Im Jahre 6 n.H. folgten viele Schlachten gegen die Ungläubigen. Darunter auch die Schlacht gegen die Bani Al-Mustaliq aus dem Stamme Huzaah. Die Muslime gewannen unter der Führung des Propheten (s.a.s.) diese Schlacht nach einem schweren Kampf Die Frauen dieses Stammes wurden danach als Gefangene genommen. Darunter war auch Burah bint Al-Harit. Eines Tages kam eine Frau zum Propheten (s.a.s.) und beschwerte sich darüber, daß sie, die Tochter des Al-Harit, sich in Gefangenschaft befinde. Es tat dem Propheten (s.a.s.) leid, daß sie, Burah, die Tochter eines Führers, sich unterdrückt in Gefangenschaft befand. Da Burah den Propheten (s.a.s.) um Zuflucht bat, gab er ihr Hoffnung. Er befreite sie und nahm sie zur Frau. Burah wurde später von Muhammad (s.a.s.) Guwairiya genannt. Die Nachricht über diese Heirat verbreitete sich schnell unter den Muslimen und viele ahmten Muhammad (s.a.s.) nach und heirateten die gefangenen Frauen. Guwairiya nahm nach der Befreiung den Islam an und ihr Vater AlHarit ebenso. Sie führte ein glückliches Leben im Hause des Propheten (s.a.s.) und war eine gute Gläubige. Aischa war sehr eifersüchtig auf Guwairiya, da sie eine sehr hübsche Frau war. Jedoch war Aischa zu dieser Zeit mit ihrem Skandal "Mihnat Al-Ifk", dem Lügenskandal, über den bereits berichtet wurde, beschäftigt. Als sie befreit von ihrem Skandal zu ihrem Haus zurückkehrte, sprach sie einmal vor Guwairiya, Zainab bint Gahs, Umm Salama und Hafsa folgendes: "Der Gesandte Allahs hat keine Jungfrau außer mir geheiratet." Guwairiya lebte nach dem Tod Muhammads (s.a.s.) bis kurz nach der Hälfte des ersten Jahrhunderts n.H. Sie starb in der Zeit von Muawiya. Sie wurde ebenfalls in AlBaqiya begraben.