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Re: Geschichten von Konvertierten
#46445
08/03/2002 18:51
08/03/2002 18:51
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Joined: Feb 2002
Beiträge: 51 Tabarka
Malaika
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Tabarka
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http://islamic.org.uk/deutsch/converts/ Also, ich möchte mich kurz vorstellen: Ich heisse Torsten (Abdullah), bin 33 Jahre alt und 1968 in Bremerhaven/Nordwestdeutschland geboren. Als Kind bin ich evangelisch getauft worden, aber in keinerlei Hinsicht im christlichen Glauben erzogen worden, weder von den Eltern noch von Freunden, Bekannten, usw...natürlich wurde ich konfirmiert, aber das auch nur deshalb, weil meine Oma (die sehr gläubig ist), darauf bestanden hat. Vor einigen Jahren lernte ich die Bahá'à Religion kennen und es ist eine Religion, die mir nach wie vor gefällt, weil sie viele positive Aspekte hat, die ich für sehr positiv und nachdenkenswert finde. Aber, mit der Zeit merkte ich, daß der Bahá'à Glaube auch nicht das Wahre für mich ist....Die Bahá'Ãs haben den "Fehler" oder Nachteil, auf alle Fragen eine Antwort zu wissen und es gibt in der Bahá'à Religion keine heilige Schrift, wie die Bibel fürs Christentum oder wie der Koran für den Islam...hinzu kommt, daß sie zum Teil sehr elitär ist und ich bei den Bahá'Ãs nur unter Akademikern und Intellektuellen umgeben war, aber nicht mit einfachen Bürgern und das habe ich sehr bemängelt....eine Religion lebt doch von den einfachen Menschen, aber dies war bei den Bahá'Ãs leider nicht der Fall - auch wenn einige sich ernsthaft Mühe gaben, auch "einfache Menschen" anzusprechen, so blieb die deutsche Bahá'Ã-Sektion doch nur eine kleine Minderheit von Akademikern und Intellektuellen (aber ich habe nichts gegen Akademiker und Intellektuellen!) Aus beruflichen Gründen bin ich dann 1998 nach Stade gezogen (weil ich in Bremerhaven keine Arbeit gefunden habe) und eines Tages bin ich ziellos durch die Stader Stadtbücherei gewandert und ich stand dann plötzlich vor dem Bücherregal mit Literatur über die verschiedenen Religionen - Judentum, Christentum, Hinduismus, Islam, etc...Da ich nichts besseres zu tun hatte, habe ich mir einige Bücher mit nach Hause genommen...Als ich zuhause ankam, habe ich mir dann die Bücher durchgelesen und dabei hat mich der Islam am meisten fasziniert...besonders die Bücher von Annemarie Schimmel haben mich sehr angeregt....Einige Tage später bin ich dann nochmals 'rein in die Bücherei und habe mir dann ALLE Bücher zum Thema Islam besorgt (auch einen Koran) und diese dann richtig verschlungen.... Dann habe ich mir darüber Gedanken gemacht und bin dann gleich am nächsten Tag in eine kleine Stader Moschee gegangen und habe mich über den Islam informiert --- und als ich abends nach Hause kam, habe ich zu mir gesagt: "Torsten, Du bist Muslim - der Islam ist das Richtige für Dich"... Einen Tag später ging ich nochmals in die Moschee und habe das Glaubensbekenntnis gesprochen und ich bin seit dem 08.03.1999 Muslim - alhamdoulillah. Als der Hoca (Imam) mich noch gefragt hat, welchen muslimischen Namen ich annehmen möchte, da viel mir sofort und spontan der Name "Abdullah" ein, obwohl ich damals nicht wusste, was der Name bedeutet. Ich habe als einziger Muslim hier in Stade auch so meine Höhen und Tiefen und ich weiß, daß ich noch viel lernen muss, es ist nicht immer leicht, zumal viele Muslime in der Moschee nur schlecht oder gar kein deutsch können--auch der Imam kann leider kein Wort deutsch (etwas, daß ich sehr kritisiere!) und da besteht für einfache Menschen, wie mir, die Gefahr, den Glauben zu verlieren oder zu vernachlässigen...einmal war ich ja leider schon Nahe dran...Aber, dank Allah's Hilfe habe ich damals meine Glaubenskrise überwunden. Auch kann ich mit Freude sagen, daß es mir schon gelungen ist, drei deutsche Freunde zum Islam gebracht zu haben - ich betreibe mit einfachen und bescheidenen Mitteln aktiv Daw'ah für den Islam, dabei hilft das Internet ungemein. Ich stehe auch im ständigen Brief- und Emailkontakt mit anderen Muslimen überall auf der Welt, am meisten aber natürlich in vielen islamischen Ländern. Auch wenn ich vieles noch nicht so ganz verstehe und nachvollziehen kann, halte ich den Islam für die beste Religion, die leider aber von vielen Menschen missbraucht wird für eigene machtpolitischen Interessen (Bin-Ladin und die Taliban sind wohl das extremste Beispiel). Ich versuche, nach dem Koran und der Sunnah zu leben und versuche, ein guter, gläubiger Mensch zu sein und vermeide irgentwelchen Fanatismus oder Extremismus. Wer mich näher kennenlernen möchte, der kann mir unter torsten1000@web.de gerne eine Email schicken.
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Re: Geschichten von Konvertierten
#46446
08/03/2002 18:54
08/03/2002 18:54
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Joined: Feb 2002
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Malaika
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Tabarka
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http://islamic.org.uk/deutsch/converts/ Ich wurde in einer christlichen Umgebung geboren und bin in der englischen Kirche getauft worden. Ich besuchte die Sonntagsschule, wo ich im zarten Alter die Geschichten über Jesus hörte, wie sie in den Evangelien niedergeschrieben sind. Diese machten einen tiefen Eindruck auf mich, ebenso meine öftere Besuche in der Kirche. Der Hochaltar mit den brennenden Kerzen und die mysteriös klingenden Gebete beeindruckten mich tief. Ich nehmen an, dass ich währen dieser wenigen Jahre ein frommer Christ war. Mit der Zunahme des Schulunterricht und durch meinen regelmäßigen Kontakt mit der Bibel und allem Christlichen hatte ich Gelegenheit, über das nachzudenken, was ich gelesen, beobachtet, praktiziert und geglaubt hatte. Da begann ich bald mit vielem unzufrieden zu sein. Als ich die Schule verliess, war ich ein überzeugter Atheist. Dann begann ich die anderen grossen Religionen der Welt zu studieren. Ich begann mit dem Buddhismus. Ich studierte mit Interesse den achtfachen Weg und fand, dass er gute Ziele beinhalte, doch es fehlte an Richtung und Details. Im Hinduismus war ich nicht mit drei, sondern mit vielen hundert Göttern konfrontiert, deren Geschichten zu phantastisch und empörend für mich waren um akzeptiert werden zu können. Ich las ein wenig über das Judentum, aber ich hatte schon genug gesehen vom Alten Testament, um zu wissen, dass es meinen Test, was eine Religion sein muss, nicht bestehen würde. Einer meiner Freunde überredete mich Spiritismus zu studieren und mich von körperlosen Geistern beobachten zu lassen. Ich führte diese Praktiken nicht lange durch, da ich überzeugt war, was mich betraf, dass es einzig eine Sache der Selbsthypnose war und auf die Länge gefährlich sein könnte. Der zweite Weltkrieg war zu Ende. Ich begann in einem Londoner Büro zu arbeiten, aber meine Gedanken kreisten immerfort um die Frage der Religion. Es erschien ein Brief in der Lokalzeitung, auf welchen ich antwortete, indem ich die Gottheit Jesu im biblischen Sinne widersprach. Dies brachte mich in Kontakt mit einer Anzahl Menschen, einer von denen war ein Muslim. Ich begann mit diesem neuen Bekannten über den Islam zu sprechen. Ohne es zu wollen, brach mein Widerstand gegen den Islam Punkt für Punkt zusammen. Obwohl ich es stets für unmöglich gehalten hatte, musste ich doch zugeben, dass diese perfekte Offenbarung durch einen gewöhnlichen Menschen zu uns gekommen war. Die besten Regierungen des 20. Jahrhunderts konnten es nicht besser machen als diese Offenbarung, und sie entlehnten selbst dauernd Dinge aus dem isalmischen System. In dieser Zeit begegnete ich anderen Muslimen, und einige konvertierte Engländerinnen bemühten sich, mir zu helfen. Sie hatten nicht geringen Erfolg, denn, da sie die gleiche religiöse Erziehung genossen hatten wie ich, verstanden sie meine Schwierigkeiten besser. Ich las eine Anzahl Bücher. Eins davon, „Der Ursprung des Christentums“ zeigt erstaunliche Ähnlichkeiten zwischen dem Christentum und den alten heidnischen Mythen, was mich sehr beeindruckte. Vor allem aber las ich den heiligen Koran. Am Anfang schienen es lauter Wiederholungen zu sein. Ich war nie ganz sicher ob ich es aufnahm oder nicht, aber ich fand, dass der Koran sachte auf den Geist wirkt. Nacht für Nacht konnte ich es nicht weglegen. Dennoch wunderte ich mich oft, dass perfekte Führung von Menschen durch unperfekte menschliche Kanäle überhaupt kommen kann. Die Muslime behaupten nicht, dass Muhammed ein Übermensch war. Ich lernte, dass im Islam, die Propheten Menschen waren, die nie gesündigt hatten, und das Offenbarung nicht eine neue Sache war. Die alten jüdischen Propheten empfingen sie. Jesus war auch ein Prophet. Ich rätselte darüber, warum es im 20. Jahrhundert keine Propheten mehr gibt. Es wurde mir geraten den Koran zu konsultieren. Im Koran heisst es: „Muhammed ist der Gesandte Gottes und der letzte der Propheten.“ Dies war natürlich ganz vernünftig. Wie sollten da noch andere Propheten kommen, wenn der heilige Koran das Buch ist, das erklärt und verifiziert. „Wir haben die Ermahnung ( den Koran ) herabgesaust und wir sind seine Hüter“. In diesem Fall benötigen wir keine neuen Propheten oder Bücher. Ich überlegte immer noch. Ich las, dass der Koran der Führer sei für diejenigen, die nachdenken ( 16:65 ) und dass Zweifler aufgefordert werden, ein Kapitel vorzulegen wie 2:23. Ich dachte im Jahre 1954 sollte es sicher möglich sein, einen besseren Lebensplan zu erstellen als derjenige eines Mannes aus dem Jahre 570. Ich machte mich an die Arbeit, aber ohne Erfolg. Da die Polygamie von der christlichen Lehre verworfen wird, wollte ich mich mit dieser Frage auseinandersetzen und dachte, jetzt hätte ich ein gewichtiges Argument, nämlich dass die westliche Monogamie einen Fortschritt gegenüber dem alten System darstelle. Ich sprach mit meinem Freund darüber. Mit Hilfe von Zeitungsartikeln bewies er mir, dass Polygamie in England weit verbreitet ist, und überzeugte mich, dass beschränkte Polygamie die Antwort sei auf die vielen heimlichen Verbindungen, die im Westen in erschreckendem Masse üblich werden. Mein eigener gesunder Menschenverstand musste zugeben, dass speziell nach einem Krieg, wenn es mehr Frauen gibt als Männer, viele Frauen unverheiratet bleiben müssen. Hat Gott ihnen dazu das Leben gegeben? In einer Radiosendung hörte ich folgendes: ein unverheiratetes englisches Mädchen verlangte die gesetzliche Verankerung der Polygamie. Sie persönlich zog es vor, einen Ehepartner mit einer anderen Frau zu teilen als alleine zu leben, was ihr Schicksal zu sein schien. Im Islam wird niemand gezwungen, eine polygame Ehe einzugehen, aber in einer perfekten Religion sollte man die Möglichkeit habe, nötigenfalls eine polygame Ehe zu führen. Sodann glaubte ich, im rituellen Gebet einen schwachen Punkt gefunden zu haben. Wenn Gebete fünf mal am Tag wiederholt werden müssen, so wird das sicher zu einer sinnlosen Gewohnheit. Mein Freund hatte eine schnelle und erleuchtende Antwort: Wie steht es dann mit Musiküben? Dan übt man täglich eine halbe Stunde Tonleitern, ob man dazu Lust hat oder nicht. Natürlich ist es nicht gut, wenn das beten zu einer monotonen Gewohnheit wird. Von bewussten Tun hat man natürlich viel mehr, aber sogar Tonleiter die man gedankenlos spielt, sind besser als wenn man sie gar nicht übt, und so ist es mit dem Gebet. Jeder Musikstudent wird diese Ansicht teilen. Man darf nicht vergessen, dass im Islam nicht zu Gottes Nutzen gebetet wird, da Er der Gebete nicht bedarf, sondern zu unseren eigenen Nutzen, als eine geistige Übung neben anderen Zwecken. So wurde ich allmählich von der Lehre des Islam überzeugt und akzeptierte den Glauben formell. Ich tat dies mit grosser Befriedigung, da ich mir bewusst war, dass es nicht eine momentane emotionelle Laune war, sondern dass ich mich in einem langen, beinahe zweijährigem Prozess zu diesem Entschluss durchgerungen hatte; dies trotz meinen Emotionen, die mich so stark zu meinem ursprünglichen Glauben zogen. ( Aus dem Buch „Islam unsere Wahl“ )
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Re: Geschichten von Konvertierten
#46448
08/03/2002 18:58
08/03/2002 18:58
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Joined: Feb 2002
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Malaika
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Tabarka
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Muhammad Asad Im Jahre 1922 verliess ich meine Heimat Österreich, um als Spezialkorrespondent einiger führender europäischer Zeitschriften durch Afrika und Asien zu reisen, und von jenem Jahr an verbrachte ich fast mein ganzes Leben im islamischen Osten. Anfänglich war mein Interesse für die Länder, mit denen ich in Kontakt kam, das eines Aussenseiters. Ich sah eine soziale Ordnung und eine Weltanschauung vor mir, die sich von der europäischen unterschied, und vom ersten Moment an wuchs in mir eine Symphatie für die ruhigere – besser gesagt: meschlichere – Lebensauffassung, verglichen mit der hastigen und mechanisierten Lebensweise in Europa. Diese Sympathie führte mich langsam dazu, die Ursachen solcher Verschiedenheit zu erforschen und ich interessierte mich für die religiösen Lehren der Muslime. Zu dieser Zeit war mein Interesse nicht stark genug für eine Bekehrung, aber es öffnete mir den Blick für eine fortschrittliche menschliche Gesellschaft mit einem Minimum interner Konflikte und einem Maximum an echter Brüderlichkeit. Die heutige muslimische Wirklichkeit hingegen schien mir sehr entfernt von den in der Glaubenslehre dargelegten idealen Möglichkeiten. Was im Islam einst Fortschritt und Bewegung war, verwandelte sich unter den modernen Muslimen in Trägheit und Stagnation: Großzügigkeit und Opferbereitschaft wurden zu Engstirnigkeit und Oberflächlichkeit. Diese Entdeckung und Verwirrung über den Widerspruch zwischen Einst und Jetzt veranlassten mich, das Problem von einem vertrauten Standpunkt aus anzugehen, das heisst: ich versuchte mir mich selbst als Wesen innerhalb der islamischen Gemeinschaft vorzustellen. Dies war ein rein intellektuelles Experiment, und es offenbarte mir in einer kurzen Zeit die richtige Lösung. Ich begriff, dass der einzige Grund für den sozialen und kulturellen Verfall muslimischen Lebens darin bestand, dass die Muslime allmählich aufgehört hatten, die islamischen Lehren im Geiste zu befolgen. Der Islam bestand noch immer, aber als Körper ohne Seele. Je mehr ich die konkreten und ausserordentlich praktischen Möglichkeiten der islamischen Lehre begriff, desto brennender wurde meine Frage, warum die Muslime ihre Verwirklichung im täglichen Leben vernachlässigt hatten. Ich diskutierte die Probleme mit vielen denkenden Muslimen, in fast allen Ländern zwischen der libyschen Wüste und dem Pamir, zwischen dem Bosporus und dem arabischen Meer. Es wurde beinahe zu einer Besessenheit, welche schließlich alle meine anderen intellektuellen Interessen an der islamischen Welt überschattete. Das Fragen nahm solch eine Intensität an, dass ich, ein Nichtmuslim, zu den Muslimen sprach, als ob ich den Islam gegen ihre Nachlässigkeit und Trägheit zu verteidigen hätte. Diese Entwicklung vollzog sich unmerklich, bis eines Tages - es war im Herbst 1925, in den Bergen Afghanistans – ein junger Provinzgouverneur zu mir sagte: „Aber du bist ein Muslim, du weißt nur selbst noch nicht." Ich war betroffen durch diese Worte und schwieg. Aber als ich 1926 nach Europa zurückkam, sah ich, dass einzige logische Konsequenz meiner Haltung der Übertritt zum Islam war. Soviel über die Umstände, die mich zum Muslim werden liessen. Seitdem wurde ich immer wieder gefragt: „Warum hast du den Islam angenommen? Was faszinierte dich daran so sehr?" Ich muss bekennen: Ich weiss keine befriedigende Antwort. Es war kein spezieller Lehrsatz, der mich faszinierte, sondern die ganze wunderbar zusammenhängende Struktur von moralischer Lehre und praktischer Lebensführung. Der Islam kommt mir vor wie ein perfektes architektonisches Werk. Alle Teile ergänzen und unterstützen einander harmonisch. Nichts ist überflüssig, nichts fehlt, ein absolutes Gleichgewicht auf solider Basis. Vielleicht gerade das Gefühl, dass alles in der islamischen Lehre „ an seinem richtigen Platz ist", hat den stärksten Eindruck auf mich gemacht. Es mögen dabei auch andere Eindrücke mitgewirkt haben, die ich heute nicht mehr analysieren kann. Es war Liebe und Liebe besteht aus vielen Dingen, aus unseren Wünschen und unserer Einsamkeit, aus unseren hohen Zielen und unserer Unzulänglichkeit, aus unserer Stärke und unseren Schwäche. So war es in meinem Fall. Der Islam kam zu mir wie ein Räuber in der Nacht, aber im Unterschied zum Räuber blieb er für immer. Seit jener Zeit bemühte ich mich, soviel wie möglich über den Islam zu lernen. Ich studierte den Kuran und die Überlieferung des Propheten ( Friede sei mit ihm ), ich studierte die Sprache des Islams und seiner Geschichte und vieles, was über ihn und gegen ihn geschrieben wurde. Ich verbrachte mehr als fünf Jahre in Hidschas und Nedschd ( Saudi Arabien ), meistens in Medina, um die ursprüngliche Umgebung zu erleben, in welcher der arabische Prophet seine Religion gepredigt hatte. Da Hidschas der Treffpunkt der Muslime vieler Länder ist, konnte ich die verschiedenen, in der heutigen islamischen Welt vorherrschenden, religiösen und sozialen Ansichten vergleichen. Durch diese Studien und Vergleiche kam ich zur festen Überzeugung, dass der Islam als geistiges und soziales Phänomen trotz aller Nachteile, verursacht durch die Unzulänglichkeit der Muslime, bei weitem die grösste treibende Kraft ist, die die Menschheit je erlebt hat. All mein Interesse konzertiert sich seither auf das Problem seiner Wiederbelebung. Muhammad Asad ist im Jahre 1900 in Lemberg als Leopold Weiss geboren. Er entstammt einer angesehenen jüdischen Familie. In jungen Jahre bereist er den Orient als Korrespondent der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Im Jahre 1926 nahm er den Islam an. Er gilt als einer der bedeutendsten islamischen Denker des 20 Jh. Er hat mehrere Bücher verfasst, u.a. „Der Islam am Scheideweg" und „Der Weg nach Mekka". Muhammad Asad starb 1992 in Spanien. http://islamic.org.uk/deutsch/converts/
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Re: Geschichten von Konvertierten
#46452
09/03/2002 11:26
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Anonym
Nicht registriert
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Anonym
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Finde das Thema auch interessant! Bin da auf einige Artikel beim stöbern gestoßen die mir doch zu denken geben. "Malaikas" Beiträge zeigen ja nur eine Seite der Medaille. Hier noch eine Pressemitteilung der IGFM (Internationale Gesellschaft für Menschenrechte): Frankfurt/M., den 5. Mai 2000. Wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) gerade erfuhr, droht den Christen Abakar und Djime aus dem Sudan die Hinrichtung, weil sie vom Islam zum Christentum konvertiert sind. Die zwei Christen aus Adikong, an der Grenze zum Tschad, wurden vor einer Woche festgenommen. Sie befinden sich im Gefängnis El Geneina und sollen am Samstag exekutiert werden. Die IGFM appelliert an die Regierung in Khartoum, die Hinrichtung zu verhindern. In über 60 Ländern der Welt werden Christen diskriminiert oder direkt verfolgt. In islamischen Staaten wie Sudan, Saudi Arabien, Iran, Afghanistan und Mauretanien droht Muslimen die Hinrichtung, wenn sie zum christlichen Glauben konvertieren. Dabei nimmt seit den 90er Jahren die nichtstaatliche Verfolgung von Christen und anderen Religionsangehörigen zu. Die IGFM fordert die Bundesregierung auf, die nichtstaatliche Verfolgung in der deutschen Asylgesetzgebung zu berücksichtigen. Weiter solle sie sich für die inhaftierten Christen und gegen die Todesstrafe beim "Abfall vom Islam" einsetzen.
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Re: Geschichten von Konvertierten
#46458
13/03/2002 08:57
13/03/2002 08:57
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Joined: May 2001
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Claudia Poser-Ben Kahla
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Gera
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Alexandra ich finde deine Fragen sehr gut und ich erhoffe mir von bereits konvertieren eine Antwort. Ich bin froh das wir dieses Thema von allen Seiten betrachten, denn es ist nicht immer alles gold was glänzt in dieser sache. Warum konvertieren Frauen zum Islam? Wegen dem Glauben, dann sollte man sich aber auch von beginn an, an alle Regeln und Vorschriften (wenn ich dies so sagen darf) halten. Zum Islam gehört das Kopftuch (um es einfach zu sagen) warum trangen viele Deustche Frauen die zum Islam konvertieren keins? Ich ziehe mich auch zum Islam hingezigen, finde aber nicht alles gut und würde auch zur jetztigen Zeit kein Kopftuch tragen wollen, deshlab konvertiere ich nicht, nur um zu sagen ich gehöre dem Islam an, oder ich bin Musilmin, ist vertuschen für mich. Es ist meine Meinung bitte sprecht mit uns darüber denn jeder sieht dieses anders. Claudia
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Re: Geschichten von Konvertierten
#46459
13/03/2002 21:45
13/03/2002 21:45
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Joined: Feb 2002
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Malaika
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Tabarka
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Hallo Eigentlich ging es mir bei diesem Thema auch nicht um Muslime,die zum Christentum konvertieren,sondern,wie ich ganz am Anfang schon geschrieben habe:Geschichten,damit einige vielleicht besser verstehen,warum Leute zum Islam konvertieren. Zu Deinen Fragen kann ich nicht viel sagen,da ich mich nicht wirklich damit beschäftige,warum jemand zum Christentum konvertieren sollte.Denn unserer Meinung(der Muslime)nach ist der Islam ja die abschließende und vollkommene Religion,also meiner Meinung nach ist es unlogisch vom Fortschritt zur Vergangenheit zurückzukehren.Ihr mögt es vielleicht nicht so sehen,aber Muslime erkennen außer ein paar Sachen alles an,was im Christentum geschehen ist(Prophet Jesus a.s.,jungfräuliche Geburt durch Maria,die Wunder....). Warum ihr vor allem deutsche Musliminnen kennengelernt habt,die kein Kopftuch tragen,verwundert mich eigentlich,denn normalerweise sind es gerade die Konvertierten,die sich mehr an Gesetze und Verbote halten. Ich kann Dir da höchstens meine persönliche Einstellung zu sagen,und zwar,daß es mir persönlich im Moment wichtiger ist,alles richtig zu lernen(Gebet,Qur´an ,halal und haram-Erlaubtes und Verwehrtes..).Eigentlich könnte ich auch direkt Kopftuch tragen,einen triftigen Grund,warum ich es NOCH nicht tue gibt es nicht.Aber(habe ich vielleicht schon erwähnt?)ich möchte es aus Überzeugung und Glauben,inscha´allah ,machen und nicht nur deshalb,weil ich zeigen möchte,daß ich Muslima bin,das tun nämlich andere,die sich für bessere Menschen halten... Ansonsten,da ich hier noch neu bin weiß ich nicht,ob es dieses Thema schonmal gab,wäre es vielleicht besser,für den Punkt Kopftuch ein neues Thema aufzumachen,falls der schon existiert,diskutieren wir inscha´allah hier weiter. Leider habe ich in diesen Tagen nicht viel Zeit zum Schreiben,mal sehen,ob ich bald genug Zeit finde.Inscha´allah. Grüße ciao
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Re: Geschichten von Konvertierten
#46460
14/03/2002 09:28
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Joined: May 2001
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Claudia Poser-Ben Kahla
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Gera
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Was ich nicht verstehe ist, wenn ich zum islam konvertiere akzeptiere ich doch alles was der Islam so beschreibt und da gehört das Kopftuch tragen dazu, warum bist du nicht davon überzeugt, dann kannst, ist man doch für die Relegion noch nicht komplett überzeugt sie zu leben, dies verstehe ich oft nicht. Das Kopftuch tragen muß man nicht lernen, man tut es. Außer die Techniken wie man es trägt, aber das ernt man schneller als die Gebete. Genau das ist ja auch der Punkt, warum viele die zum Islam konvertiert sind (deutsche Musliminnen) sofort Kopftuch tragen, ich behaute mal das es da mit Überzeugung recht wenig zu tun hat (ich möchte nicht alle in einen Topf schmeißen) sie wollen zeigen daß sie Muslima sind,das tun sehr viele ,die sich für bessere Menschen halten..., wenn man diese dann fragt na verschiedenen Dingen z.B. die Frage von Alexandra warum sie vom Christentum zum Islam konvertiert sind, bekommt man oft keine Antwort. Mir ist es oft so gegengen. Ein neues Thema würde ich für das Kopftuch nicht aufmachen denn hier ist ja jetzt die Diskussion und diese wieder aueinander zu ziehen bringt recht wenig. Denn du wirst nie erleben das jemand die Geschichten liest und dazu keine Fragen stellt. Claudia
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Re: Geschichten von Konvertierten
#46461
14/03/2002 20:43
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Joined: Feb 2002
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Malaika
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Tabarka
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Hallo. Woher soll ICH denn bitte wissen,warum jemand vom Islam zum Christentum konvertieren will...???? Außerdem verstehe ich nicht,warum Du den Islam am Kopftuch aufhängst.Ist es wichtiger,Kopftuch zu tragen,oder sich darauf zu konzentrieren,das Gebet zu lernen?Es gibt Leute,die suchen jede Kleinigkeit,um zu fragen,na,warum machst Du dieses oder jenes denn nicht? Und Überzeugung und Glauben sind nicht von Anfang an stark,das ist bei jedem verschieden und wächst mit der Zeit,wenn man sich bemüht..... Außerdem,Muslimsein vom Kopftuch abhängig zu machen ist keine gute Idee,denn nur Allah(swt)kann in unsere Herzen sehen und weiß,wer wie stark glaubt.Das von Äußerlichkeiten abhängig zu machen ist eine beliebte Methode,eine Kopftuchdebatte anzufangen.Ich behaupte von niemandem,daß er ungläubig sei,egal wie er aussieht,oder was er macht.Wenn jemand MIR vorwirft,wegen des Kopftuches ungläubig zu sein,dann tut es mir leid für denjenigen.Jeder Mensch muß sich für sich selbst verantworten und sich nicht vor anderen rechtfertigen,sondern nur vor Allah(swt). In dem Sinn..... Ciao
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Re: Geschichten von Konvertierten
#46463
15/03/2002 07:46
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Anonym
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Anonym
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Da kam kam doch mal ganz kurz die "alte Beatrice" zum Vorschein! @Bealaika....äh Malatrice...oder so! wenn du keine Zeit hast, dich mit anderen Themen zu beschäftigen, wegen deiner Religionsfindung, ist das kein Problem! Du wirst ja nicht gezwungen dich zu äußern...tut mir leid wenn ich dein Thema ausgeweitet habe. Dachte das interessiert vielleicht. Es gibt übrigens einige Menschen, die vom Islam zum Christentum konvertieren. Habe gestern einen Bericht im Net gefunden über deren Situation im Iran. War sehr interessant....ich versuche ihn mal wiederzufinden und hier reinzustellen. Zunächst dachte ich auch, dass eine Konvertierung in die "andere" Richtung, eher ein politisches Problem ist, dass die jeweiligen Regierungen lieber vermeiden würden, vielleicht aus Angst ihren Einfluss auf diese Menschen zu verlieren o.ä.! Aber deine Aussage, dass die Konvertierung zum Christentum als Rückschritt betrachtet wird, weist darauf hin, dass also auch die Familie, Freunde usw. ein Problem damit haben. Dieser Schritt wird anscheinend nicht sehr tolerant gesehen. Gibt es vielleicht im Koran eine Aussage dazu...?
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Re: Geschichten von Konvertierten
#46465
15/03/2002 09:04
15/03/2002 09:04
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Anonym
Nicht registriert
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Anonym
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Hab den Artikel gefunden, war auf einer Seite von Proasyl.de versteckt...hier nur ein Auszug (war ziemlich lang): Religiöse Minderheiten: ...Die Kulturpolitik der Islamischen Republik gegenüber religiösen Minderheiten ist eine Politik der Intoleranz und Diskriminierung. Unter dem Vorwand, christliche Schulen seien getarnte "Spionagenester", wurden nach der Revolution einige dieser Schulen geschlossen. In einer "Antwort" für Papst Johannes Paul II, der Khomeini gebeten hatte, die Wiedereröffnung einer christlichen Schule zuzulassen, rechtfertigte dieser persönlich die Schließung solcher Schulen. Um die "Spionagetätigkeiten" zu verhindern, setzte man muslimische Leiter an die Spitze der Schulen der religiösen Minderheiten, die dann zum Teil die Schraube der Intoleranz so hoch drehten, daß sie nicht-muslimische Kinder dazu zwangen, islamische Parolen wie "Allah Akbar" nachzusprechen. 1984 beschloß der Oberste Rat für Bildung und Erziehung, daß in den Schulen der religiösen Minderheiten auch der Religionsunterricht nur in persischer Sprache abgehalten werden darf. Selbst in rein religiösen Angelegenheiten und im kulturellen Bereich können religiöse Minderheiten ihre verfassungsmäßigen Rechte nicht genießen. 1985 wurde der Antrag der Iranischen Bibelgesellschaft auf die Herausgabe einer persischsprachigen Bibel mit der Begründung abgelehnt, daß der "Druck und Vertrieb der Heiligen Schrift in persischer Sprache überprüft werden muß." Empört reagierte die Bibelgesellschaft auf diese Entscheidung und versuchte die Verantwortlichen beim Ministerium für Kultur und islamische Führung mit Hinweis auf ihre in der Verfassung genannten Rechte umzustimmen - vergebens. Noch heute ist der Vertrieb der Bibel verboten. 1991 wurden 20.000 Exemplare des Neuen Testaments beschlagnahmt und bis heute nicht zurückgeben. .... Im Dezember 1995 besuchte der Sonderberichterstatter der UN-Menschenrechtskommission für Fragen der religiösen Intoleranz, Abdelfattah Amor, die IRI. In seinem Bericht bestätigte er einmal mehr den willkürlichen Umgang mit religiösen Minderheiten. So werden religiöse Minderheiten mit ethnischem Bezug, wie armenisch oder assyrisch, anders behandelt als diejenigen ohne diesen Bezug, wie etwa Juden und konvertierte Muslime oder andere Christen. Letztere stoßen bei der gesetzlichen Anerkennung auf mehr Schwierigkeiten. Sie sehen sich dem Druck starker Überwachung durch staatliche Organe ausgesetzt. Ihre Gemeinden werden aufgefordert, ihre Gottesdienste nicht mehr in persischer Sprache abzuhalten. Offensichtlich macht sich der Staat Sorgen darüber, daß in den letzten Jahren immer mehr junge IranerInnen zu anderen Glaubensgemeinschaften konvertieren, weshalb von den kleinen Gemeinden verlangt wird, konvertierte Muslime nicht aufzunehmen. Abdelfattah Amor spricht in seinem Bericht von 15.000 konvertierten Muslimen in diesen Gemeinden. Es sei ein Phänomen, schreibt er, daß ihre Zahl stetig zunimmt, obwohl in der IRI jede Art von Missionierung und auch die Konvertierung von Muslimen zu anderen Religionen untersagt sei. Mehdi Dibadj, ein konvertierter Muslim, wurde von einem Revolutionsgericht zum Tode verurteilt. Nach weltweiten Protesten wurde er freigelassen, um dann allerdings wenige Tage später tot auf der Straße aufgefunden zu werden. Der christlichen Gemeinde "Universal Church" wird seit der Revolution die Anerkennung als religiöse Minderheit verwehrt, obwohl die Verfassung zwischen den unterschiedlichen christlichen Glaubensrichtungen nicht unterscheidet. In mehreren Städten wurde die Schließung von Gebetsstätten und Versammlungsräumen angeordnet und in Orumieh darf die christliche Gemeinde nur einmal wöchentlich zu religiösen Zwecken zusammenkommen. Auch die jüdische Gemeinde befürchtet zunehmende Repressalien, nachdem 1994 der 80 Jahre alte jüdische Rabbi und Leiter der Teheraner jüdischen Gemeinde Fazlollah Makubat nach langjähriger Haft wegen des Vorwurfes der Spionage für Israel hingerichtet wurde. (Quelle: Lagebericht des AA, Mai 1996) Aufgrund dieser staatlich angeordneten und seit der Errichtung der IRI andauernden religiösen Intoleranz und Diskriminierung hat eine große Zahl Angehöriger der anerkannten religiösen Minderheiten das Land verlassen. Die Zahl der Zoroastrier ist von rund 60.000 vor der Revolution auf ca. 33.000, die der Juden von 70.000 auf ca. 20.000 und die Zahl von Angehörigen der christlichen Gemeinden von insgesamt etwa 250.000 auf 120.000 zurückgegangen.
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