Feste & Rituale & Kunstbauten
Ramadan
Ramadan ist der Name des neunten Monats im Kalenderjahr. Er kann in allen Jahreszeiten stattfinden. In diesem Monat ist es die Pflicht eines Muslim, das gesetzliche Fasten (arab.: sawm) einzuhalten. Der Ramadan wird deshalb auch als Fastenmonat bezeichnet. Den Abschluß des Monats bildet das Fastenbrechen (arab.: id al-fitr), das Fest des Kleinen Bairam.
Von Muhammad wurde der Ramadan im 2. Jahr der hidrja anstelle des bis dahin nach jüdischem Vorbild gefeierten Versöhnungs- und Fasttages ashura eingeführt. Die Nacht vom 26. zum 27. Tag ist die lailat al-kadr (arab.: Nacht des Ratschlusses Allahs). Sie ist besonders segensreich, da in dieser Nacht der Koran auf die Erde herabgesandt wurde.
Im Ramadan muß jeder volljährige und gesunde Muslim täglich in der Zeit von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang sich der Speisen, Getränke, des Rauchens und Geschlechtsverkehrs enthalten - im Gegensatz zu den Nächten. Das Fasten (arab.: sawm=Stillstehen) im Ramadan ist noch heute die am strengsten eingehaltene der 5 Grundpflichten des Islam.
Opferfest
Am 10. Tag des Wallfahrtsmonats wird das Opferfest gefeiert. Alle Muslime gedenken dabei des Opfers Abrahams. Ähnlich wie im Buch Genesis (Gen 22,1-9) löst auch im Koran (Sure 37,100-110) Allah das Opfer seines Dieners Abraham, dessen Sohn, durch einen Widder aus.
Die muslimischen Pilger in Mekka begehen das Fest am Ende der Pilgerfahrt nach Mekka. Zugleich mit den zu Hause gebliebenen Muslimen in der gesamten islamischen Welt feiern das Opferfest. Dafür wird ein Opfertier geschlachtet, dessen Fleisch man unter den Armen verteilt.
In der europäischen Diaspora machen es die hiesigen Verhältnisse den Muslimen schwer, ihr Fest zu feiern: Oft sind die Schafe gar nicht in genügendem Maß vorhanden, um jeder Familie den Kauf eines Opfertieres zu ermöglichen. In vielen europäischen Ländern ist die Schächtung von Tieren verboten. Deshalb weichen die Familien ausländischer Herkunft häufig auf die Möglichkeit aus, von den Daheimgebliebenen oder einer islamischen Hilfsorganisation ein Opfertier in ihrem Namen zu erwerben, schächten und verteilen zu lassen.
Bairam – zwei kanonische Hauptfeste
Die zwei kanonischen Hauptfeste (arab.: id) tragen beide den Namen Bairam (türk.).
Der kleine Bairam beendet als Fest des Fastenbrechens (arab.: id al-fitr) den Ramadan. Drei Tage lang wird gefeiert. Man nennt dieses Fest auch Zuckerfest, da die Muslime sich mit Süßigkeiten beschenken. Für die muslimische Bevölkerung ist es eines der bedeutendsten Feste.
Siebzig Tage später findet der große Bairam statt. Er wird von denen gefeiert, die nicht an der Pilgerfahrt nach Mekka teilnehmen konnten. Zu Hause feiern sie mit der Opferung eines Schafes. Deshalb wird dieses Fest auch Opferfest (arab.: id al-adha) genannt. Es beginnt am 10. Dhu l-hidjdja und dauert vier Tage.
Bara Wafat
Bara Wafat ist das in Indien am 12. Rabi gefeierte Erinnerungsfest an den Tod des Propheten. Zugleich stellt es einen freudigen Gedenktag an die Geburt Muhammads (arab.: mawlid) dar.
Aschura
Das Aschura-Fest im ersten Monat des islamischen Mondkalenders hat in seiner Bedeutung für Sunniten und Schi‘iten nicht den gleichen Inhalt. Während sich die Sunniten der Landung der Arche Noahs erinnern, gedenken die Schi‘iten des Märtyrertodes des Enkels Muhammads, Hussein, bei Kerbela im Kampf gegen die Umayyaden.
Rituale
Hadsch – Pilgerfahrt nach Mekka
Rituelles Gebet/Pflichtgebet
Freitagsgebet
Rituelle Reinheit
Hadsch – Pilgerfahrt nach Mekka
Der hadjdj (arab.) ist die Pilgerfahrt nach Mekka. Sie geht nach Mekka (zur Ka‘ba), zum Tal Arafat und nach Mina. Jedem volljährigen Muslim ist sie wenigstens einmal in seinem Leben vorgeschrieben (Sure 3,91). Dazu muß er gesundheitlich und finanziell in der Lage sein.
Diese Pilgerfahrt bedeutet die Erfüllung des religiösen Lebens im Islam. Derjenige, der den hadjdj unternommen hat, darf sich hadjdji (arab.: (Mekka)-Pilger) nennen. Das Gemeinschaftsbewußtsein der Muslime wird durch die Pilgerreise gestärkt. Im Zusammensein mit anderen Gläubigen kann der Muslim die Einheit der islamischen umma, der muslimischen Gemeinde erfahren.
Neben der großen Pilgerfahrt ist die kleine Pilgerfahrt nach Mekka möglich. Sie kann zu jeder Zeit des Jahres durchgeführt werden. Die große Pilgerfahrt findet aber nur im letzten Monat des Mondjahres, im Dhu l-hidjdja, statt.
Mit dieser Wallfahrt verbinden sich verschiedene Zeremonien. Zwanzig Kilometer vor Mekka begeht der Pilger seine rituelle Reinigung. Dabei legt er ein Pilgergewand an. Das Pilgergewand besteht aus zwei ungesäumten weißen Tüchern.
Zwei Tage darauf betritt er in Mekka den heiligen Bezirk (arab.: haram). Der heilige Bezirk ist ein mit Säulen umgebener Hof (164mal 108m). Auf ihm befindet sich u.a. der Zamzam-Brunnen (42m tief). Die Gläubigen entnehmen dem Brunnen das Wasser, in dem sie ihre Kopftücher waschen.
In der Mitte des Hofes steht die Ka’ba (arab.: Würfel; 10m breit, 12m lang, 15m hoch). Sie ist mit einem schwarzen Brokatteppich überdeckt. Nur über der Eingangstür läßt der hochgeraffte Teppich einen Blick hinein zu.
Der Pilger macht um die Ka’ba sieben rituelle Gänge von rechts nach links. Er küßt den schwarzen Stein (30cm Durchmesser). Der schwarze Stein ist ein eingemauerter Meteorit. Er findet sich in einer Höhe von 1,5m über dem Boden in einer runden, breiten Silbereinfassung in der südöstlichen Wandseite der Ka’ba.
Nach den rituellen Gängen um die Ka’ba, macht der Pilger siebenmal hintereinander einen Gang zu den benachbarten Anhöhen zwischen den Hügeln Marwa und Safa. Dies geschieht zur Erinnerung an Hagar, die Mutter Ismaels und Magd und Nebenfrau Abrahams. Hagar hielt sich einige Zeit in diesem Gebiet auf.
Am folgenden Tag spricht der Pilger das Mittagsgebet in Tal Arafat. Dort befindet sich ein großes Lager der Pilger. Am dritten Tag suchen die Pilger den Ort Mina auf, wo sie Steine auf drei Steinhaufen werfen. Dieses Ritual soll die Steinigung des Teufels darstellen.
Rituelles Gebet/Pflichtgebet
Die salat (aram.: Se-lotha=Handlung des Beugens) ist die Bezeichnung für das rituelle Gebet. Bei den Shi’iten wird es dreimal täglich begangen. Die Sunniten beten fünfmal täglich bei Morgengrauen (zwischen Dämmerung und Sonnenaufgang), Mittag, Nachmittag (drei Stunden nach Mittag), bei Sonnenuntergang und nach Einbruch der Nacht (zwei Stunden nach Sonnenuntergang) die salat. Sie hat das Bild des islamischen Kultus am stärksten geprägt.
Es gibt eine genau festgelegte Reihenfolge von Rezitationen des Koran mit bestimmten Körperhaltungen und Bewegungen bei der salat:
1. Aussprechen der Gebetsabsicht (arab.: niya) stehend,
2. Aussprechen der Worte Allahu akbar mit dem Erheben der Hände,
3. Rezitation der ersten Sure, der Fatiha, des Hauptgebetes der Muslime:
Lob sei Allah, dem Weltherrn, dem Erbarmer, dem Barmherzigen, dem König am Tag des Gerichts!Dir dienen wir und zu dir rufen um Hilfe wir; Leite uns den rechten Pfad, den Pfad derer, denen du gnädig bist, nicht derer, denen du zürnst, und nicht der Irrenden.
4. Vornüberbeugen des Rumpfes (arab.: ruku‘),
5.Wiederaufrichten (arab.: i’tidal),
6.erstes zu Boden Werfen mit der Stirn auf dem Boden (arab.: sudjud),
7.kniende Haltung (arab.: djulus),
8.zweites zu Boden Werfen mit der Stirn auf dem Boden (arab.: sudjud),
(Nummer 3-8 sind eine rak’a; die Anzahl der verrichteten rak’as ist für fünf tägliche salats je nach Tageszeit verschieden [2-4]),
9.nochmalige kniende Haltung mit dem Aussprechen des Glaubensbekenntnisses (arab.: shahada), der Segensbitte an die Propheten sowie die abschließende Verbeugung nach rechts und links mit dem zweimaligen Gruß an die anwesenden Gläubigen (arab.: salam).
Die Rezitation des Koran bewirkt, daß der Muslim die Gegenwart Allahs verspürt. Außerdem wird die Erinnerung an Muhammad als den Vermittler der göttlichen Worte wachgehalten.
Freitagsgebet
Der heilige Wochentag ist im Islam der Freitag (arab.: djum’a=allgemeine Zusammenkunft). An diesem Tag soll die Arbeit mittags eingestellt werden, damit der Muslim an dem verpflichtenden Gottesdienst teilnehmen kann.
Für die feierliche Verrichtung des Hauptgebetes am Freitagnachmittag sind Moscheen (arab.: masdjid=Ort der Niederwerfung) erbaut worden. Damit der Freitagsgottesdienst durchgeführt werden kann, müssen wenigstens 40 Personen anwesend sein. Jeder männliche volljährige Muslim ist zum Freitagsgebet verpflichtet.
Das Freitagsgebet besteht aus einer auf der Kanzel (arab.: minbar) gehaltenen zweifachen Predigt (arab.: khutba). Sie ist mit Lobpreisungen Allahs (arab.: hamdala) verbunden. Die salat handelt weiter von dem Propheten des Islam, Muhammad. Koranrezitationen richten sich mit Ermahnungen an die Gläubigen. Schließlich gibt es eine allgemeine Fürbitte (arab.: du’a) für die Gläubigen. Darauf folgt eine salat von 2 rak’as.
Rituelle Reinheit
Das rituelle Pflichtgebet erfordert Reinheit, die tahara.
Der Muslim wäscht dazu vorher die Hände, das Gesicht und die Arme bis zu den Ellbogen. Er badet das Haupt und wäscht die Füße bis zum Knöchel. Auch Sand kann verwendet werden.
Wenn der Muslim sich außerhalb der Moschee oder auf Reisen befindet, so stellt er sich auf den sadjdjada (arab.: Gebetstteppich) mit bloßen Füßen und bedecktem Haupt. Dieser Teppich markiert den reinen Bezirk inmitten der profanen Umwelt. Ist er mit den Vorbereitungen fertig, so wendet sich der Muslim zum Gebet Richtung Mekka.
Kunst
Kultbauten
Moscheeninneres
Dekorationskunst
Kultbauten
Die Grundform für die ersten Moscheen (arab.: djami; masdjid=Niederwerfungsort, Anbetungsort) bot der Grundriß des arabischen Hofhauses. Muhammad hatte ein solches Wohnhaus in Medina. Das Hofhaus bestand aus einem ummauerten Hof mit einem z.T. überdeckten Rundgang und ausgebauten Räumen für den Propheten und seine Frauen.
Das Wohnhaus Muhammads diente als Stätte des Gebets für die Gemeinde. Als Ort der politischen Versammlung wurde es als Gerichtsstätte und theologische Lehrstätte genutzt. Für obdachlose Gläubige stand es als Unterkunft zur Verfügung und für Kranke als Hospital.
Nach Muhammads Tod wurde dieses Haus die Stätte seines Grabes und der Gräber seiner Frauen.
Verschiedene Funktionen von Muhammads Wohnhaus sind in der Folgezeit auf eigene Bauteile übertragen worden. Aus der Gebetsstätte für die Gemeinde wurde eine große Moschee, djami (arab.: Versammlungsort), aus der theologischen Lehrstätte die madrasa (arab.; auch Medrese) und aus der Begräbnisstätte das Mausoleum (arab.: kubba).
Die Hofmoschee ist eine mit einem offenen Hof (arab.: sahn) und oft von Arkaden umgebene, breite Gebetshalle (arab.: haram). Die Gläubigen sollen sich in ihr zum Gebet in hinter- und nebeneinandergeordnete Reihen stellen, setzen und legen können.
Diese Ordnung ist zugleich der Ausdruck für die gleichmäßige militärische Organisation der Massen. Sie lehnt sich an die Form des befestigten Lagers an.
Die frühen Formen der Moschee zur Zeit der Ausbreitung des Islam sind analog zu den Heerlagern angeordnet. Deshalb werden sie auch als Lager- bzw. Soldatenmoscheen bezeichnet. Dieser militärische Charakter hat sich in der strengen Reihenausrichtung während des Gebets bis heute erhalten.
Sieht die als quergebaute Gebetshalle wie eine Pfeiler- oder Säulenhalle aus, so spricht man von einer Säulensaalmoschee, bzw. Pfeilermoschee. Die Säulen, bzw. Pfeiler des haram sind durch Bogenreihen verbunden. Entweder verlaufen sie parallel oder senkrecht zur kibla-Wand (Kairo/Ägypten: Al-Azhar-Moschee; Cordoba/Spanien: Große Moschee; Kairuan/Nordafrika: Sidi-Okba-Moschee; Samarra/Irak: Soldatenmoschee).
Nach ihren Eroberungen haben die islamischen Araber die vorhandenen Kultbauten von fremden Religionen übernommen. Für ihre Zwecke wurden sie entsprechend umgestaltet (Sonderformen). So wandelten sie frühchristliche Basiliken (Jerusalem/Israel: Al-Aksa-Moschee; Damaskus/Syrien: Umayyaden-Moschee), Zentralbauten (Istanbul/Türkei: Hagia Sophia) sowie hinduistische Säulentempel in islamische Moscheen um. Außerdem dienten die Kultbauten fremder Religionen als Vorbilder für islamische Neubauten.
Ein anderer Typ der Moschee ist die Medrese bzw. madrasa (türk. aus aram.: darasa=lesen). Bei dieser islamischen Lehranstalt gibt es einen quadratischen Hof. In der Mitte einer jeden Hofseite befindet sich je ein durch eine Bogenöffnung abgeschlossener Großraum (arab.: liwan; Iwan). In den Winkeln des Hofes haben meist die Schulen für die vier sunnitischen Rechtsschulen ihren Ort mit Unterrichtsräumen für die Studenten. Oft bieten die an die liwan-Moscheen angeschlossenen Herbergen und Spitäler Übernachtungsmöglichkeiten für Fremde. Außerdem können hier auch Beratungen, politische Versammlungen und Gerichtstage abgehalten werden (Kairo/Ägypten: Sultan-Hassan-Moschee; Isfahan/Iran: Freitagsmoschee).
In der türkisch-osmanischen Baukunst wurden in einer Weiterentwicklung der byzantinischen Kuppelkirchen Kuppelmoscheen erbaut. Bei ihnen sind die Felder des Raumes systematisch durch Kuppeln überwölbt (Bursa/Türkei: Ulu Djami; Delhi/Indien: Perlenmoschee).
In der Zeit der Mameluken entwickelten sich in Ägypten aus den Heiligengräbern die Grabmoscheen. Diese Grabmoscheen beherbergen das Grab eines hohen islamischen Würdenträgers (Kalif, Sultan, Fürst). Das eigentliche Grab befindet sich in der Regel in einem eigenen Mausoleum. Es ist meist der Moschee angebaut. Oft trägt die Grabmoschee den Namen des Toten, der in ihr liegt (Kasiro/Ägypten: Sultan-Hassan-Moschee).
An die türkischen Moscheen sind häufig Stiftungen (arab.: wafk) mit Armenküchen, Spitälern, Hospizen und anderen Einrichtungen angeschlossen. So kommt es dazu, daß beim Bau einer Moschee und der Erweiterung durch andere angeschlossene Häuser ein großer Moschee-Bezirk entstehen kann (Istanbul/Türkei: Suleiman-Moschee).
Moscheeninneres
Im Inneren der islamischen Gebetshalle (arab.: haram) befindet sich gegenüber dem Eingang an der kibla-Wand der mihrab (arab.). Das ist die Ableitung der Nische, welche die Gebetsrichtung nach Mekka (arab.: kibla) weist. Diese flache, apsisförmige Nische wird von zwei Säulen flankiert. Nach oben hin schließt sie ein Bogen ab.
Während der Leitung des Gebetsgottesdienstes steht der Imam vor der Gebetsnische. Er wendet ihr sein Gesicht zu. Ein Bild des mihrab ist meist auf den Gebetsteppichen dargestellt.
Die manara (arab.: Leuchtturm) oder minar ist die ursprüngliche Bezeichnung für einen Leucht- und Signalturm am Meer (vgl. Pharos in Alexandria). Später wird damit ein schlanker Moscheeturm bezeichnet. Er trägt auch die Bezeichnung Minarett, von dem der Muezzin zum Gebet ruft.
Dieser Turm stand ursprünglich in der Mitte der dem haram gegenüberliegenden Seite des Hofes. Später rückt er an die äußeren Ecken des Gesamtkomplexes einer Moschee. Dort wird er zu Zweier- und Vierergruppen zusammengestellt. Sein Grundriß ist quadratisch, vieleckig und rund. Die schlanken Türme steigen in mehreren Stockwerken mit einer starker Zuspitzung an oder sie enden in einem birnenförmigen Knauf. Von der obersten Galerie ruft der Muezzin zum Gebet auf. Gewöhnlich gibt es ein bis vier Minaretts. Selten sind es sechs. Nur der Kultbezirk in Mekka hat sieben Minaretts.
Dekorationskunst
Im Islam ist die Darstellung alles Lebendigen in Form von Figuren verboten. Begründung findet dieses Verbot in den Aussprüchen Muhammads, die in der Hadith stehen. Dieser Umstand läßt in der islamischen Kunst die abstrakte Dekorationskunst (vgl. Arabesken, Mauresken) entstehen.
Die islamische Bauornamentik ist fast ausschließlich geometrischer Natur. Nur selten werden stilisierte Pflanzen und Tiere verwendet. Eine besondere Rolle spielt die Schrift im Ornament. Sie erfährt im Kufi ihre besondere geometrische Ausgestaltung.
Das Verbot der Darstellung in Form von Figuren ist im höfischen und bürgerlichen Bereich Persiens und Indiens durchbrochen worde. So konnte im Mittelalter eine religiöse Ikonographieentstehen, die selbst Darstellungen des Propheten zeigt (vgl. Miniaturmalerei).