@CrazyTunesier: Meine Geschichte ist Deiner ähnlich, allerdings mit einer anderen Chronologie. Ich suchte als kleines Mädchen Gott, weil ich in einer Atheistischen Familie großgeworden bin. Ich sah, wie Du, daß da irgendwer große Macht und Kraft hat. Ich hatte mit der Bibel angefangen, habe sie aus denselben Gründen weggelegt, wie Du. Das Judentum war auch kein Thema. Ich war ein Jahr in der Türkei und erlebte das erste Mal den Islam. Ich fühlte mich dieser Religion schon viel näher. Zurück in Deutschland verlor ich es aus den Augen. Dann beschäftigte ich mich mit dem Buddhismus, dessen Lehren und Weisheiten ich bis heute respektiere. Allerdings kennt man dort gar keinen Gott. Ihn gibts da einfach nicht, da der Mensch sein eigener Gott ist. Dann kam ich durch 7 Jahre Rastafari zurück auf das Christentum, allerdings der Äthiopisch Orthodoxen Kirche, die sich in sehr vielem von unserer hier unterscheidet. Erst in Tunesien wurde ich so von einer gelebten Religion "umspült", die meinem Naturell entsprach. Ich kann niemanden das Gefühl von Gottesnähe beschreiben, wenn der Ruf zum Gebet erschallt. "Allahu akbar" von vielen Stimmen, aus vielen Moscheen. Nur wer diese Gottesnähe kennt, weiß was ich meine. Das Gefühl, diese einzigartige Stimmung kurz vor dem Essen im Ramadan, wenn man den Worten lauscht. Der Islam ist meine Religion, weil ich nach langer Suche zuhause angekommen bin.Und weil ich mit dem Islam ein ganz tiefes Gefühl der Liebe und des Glücks verbinde.