Islam und Krieg
Die Sache ist ganz klar. Krieg ist das Schlimmste, was der Menschheit passieren kann. Der Krieg zerstört und vernichtet alles, Menschen, Städte, Länder, alles. Es gibt nichts schlimmeres auf der Erde als den Krieg. Nur noch im Jenseits gibt es eine schlimmere Vernichtung, eine schlimmere Zerstörung, einen schlimmeren Schaden: das Feuer der Hölle, von dem der Heilige Koran sagt: sein Brennstoff sind Menschen und Steine.
Der Islam verbietet, weil der Krieg die schlimmste Vernichtung darstellt, jeden Krieg, mit einer Ausnahme: Dort, wo es darum geht, vor der noch größeren noch schlimmeren Vernichtung zu schützen, der Vernichtung im Jenseits. Vielleicht versteht ihr das nicht gleich, darum will ich es erklären: im Islam ist jeder Krieg verboten, mit der Ausnahme des einzigen Kriege:
Krieg, der geführt wird, um sicherzustellen, dass die Menschen frei dem einen und einzigen Gott dienen können. Krieg um politischer Macht willen ist nicht islamisch, Krieg um wirtschaftlicher Interessen willen ist nicht islamisch, Krieg aus nationalem Interesse ist nicht islamisch, usw. - jeder Krieg ist nicht islamisch, bis auf den Krieg, der von Menschen geführt wird, um sicherzustellen, dass man sich frei dafür entscheiden kann, Gott wohlgefällig zu leben. Dort, wo jemand mit Gewalt verhindern will, dass die Menschen, die das möchten, ihr Leben im Frieden mit Gott leben, dort gilt für den Muslim, dass er nicht nur dagegen einschreiten darf, sondern einschreiten muss, und zwar so lange und mit solchen Mitteln, bis diese Freiheit, dieses Grundrecht des Menschen auf freie Ausübung seines Glaubens und seiner Religion gesichert ist. Wie gesagt, " Heiliger Krieg " steht nicht im Koran. Dafür steht etwas anderes da, nämlich das Wort Dschihad. Dschihad wird vom Muslim oder Moslem verlangt, nicht Krieg. Dschihad heißt wortwörtlich " Anstrengung " . Es geht darum dass der Muslim, was er tut, mit Anstrengung tun soll, mit ganzem Einsatz könnte man sagen. Und dieser ganze Einsatz verlangt eben notfalls auch in dem geschilderten Fall den Einsatz von Leib und Leben, wenn alle anderen Mittel und Wege erfolglos geblieben sind, und die Menschen gewaltsam daran gehindert werden, z.B. eine Moschee " Al Aqusa " zu betreten. Versteht mich recht: Es geht hier um Freiheit. Wer will, soll die Freiheit haben, ja sagen zu können, darum geht es. Wer nicht will, braucht es nicht.
" Gottes Lohn für den, der sich bemüht, Gott wohlgefällig zu leben, und Gottes Strafe für den, der sich dagegen entschieden hat. Um den Menschen davor zu bewahren, der noch größeren Vernichtung im Jenseits ausgeliefert zu sein, die von unendlichem Ausmaß und von unbegrenzter Dauer ist, erlaubt der Islam dann notgedrungen den Krieg als die kleinere Vernichtung auf dieser Erde, die im Vergleich zum Jenseits trotz allen Schreckens eine begrentzte Vernichtung ist. Das ist es, worum es hier geht, und das ist der Weg zum Frieden, den der Islam darstellt.
( http://www.n-tv.de/foren/nachrichten/ausland/FORUM34/msg83040.php )
Möchte den Autor, wer immer es auch sein mag, noch für seinen auskunftsvollen Berichten danken. Schönen Gruß, Shalom und Selam.