Samarkand
Ihre geographische Lage:
Sie zählt als eine der ältesten Städte der Welt.
Sie liegt in Usbekistan.
Sie galt als Hauptstadt von Transoxanien seit der Herrschaft der Samaniten bis der Zeit der Timoriten, also für mehr als fünf Jahrhunderte. Samarkand und Buchara waren zu diesen Zeiten die wichtigsten Städte in Transoxanien.
Samarkand hat ein Kontinentalklima wie die ganze Gegend im Mittelasien.
Sie hat Samarkand ungefähr 500 000 Einwohner.
Ihre Wichtigkeit:
Sie hat eine große Wichtigkeit in Bereichen wie Anbau, Handel und Industrie.
Sie wurde früher dreimal zerstört:
Das erste Mal war 329 v.Chr. von Alexander, damals hieß sie "Merkanda".
Das zweite Mal war 617 n. H. / 1220 n.Chr. von Dschingis Khan (Führer der Tatarischen Feldzüge).
Das dritte Mal war Mitte des neunten Jahrhundert nach Hidschra /15. Jahrhundert n.Chr. von den Usbeken, die damals den Islam noch nicht angenommen haben.
Die islamische Eroberung:
Die islamische Eroberung von Transoxanien begann seit 46 n.H. Damals übernahm "Quteiba ibn Moslem" die Herrschaft von Khorasan. "Tarkhun" war damals der Herrscher über Samarkand.
Im 91 n.H. /709 n.Chr. schloß "Tarkhun" mit "Quteiba" ein Friedensabkommen ab, nachdem er eine Dschizya (= Schutzabgabe) und Kriegsbeute für die Moslimen gibt. Aber die Untertannen lehnten dieses Abkommen ab, setzten ihn ab und ernannten "Ikhschid Ghaurak" als Herrscher. Jedoch zwang ihn Quteiba, die Stadt nach einer langen Belagerung 93 n.H. / 712 n.Chr. aufzugeben.
Samarkand und Buchara blieben lange die Ausgangspunkte der islamischen Eroberungen und dienten auch der Verbereitung des Islam.
Danach erlebte die Stadt schwierige Zeiten, bis der Islam sich später von ihr aus in China, Indien und Rußland ausbreitete. Die russischen Territorien waren drei Jahrhunderte lang unter der Herrschaft der Moslimen, sogar pflegte der russische Herzog von Moskau jährlich dem Fürsten von Buchara die Dschizya zu zahlen. Jedoch gelang es den russischen Kaisern diese Territorien zurückzuerobern. 1852 n.Chr. fiel der Russen die erste islamische Festung in Transoxanien namens "Aq Masdschid" in die Hände.
In der Zeit als vom osmanischen Staat ganz Europa, Asien und Afrika Mitte des 16. Jahrhunderts bedrohte, überfiel das russische Reich Samarkand und andere islamischen Städte. Seit Anfang des Kommunismus 1342 n.H. / 1923 n.Chr. in Rußland, ging Samarkand unter die alten Sowjetrepubliken über bis die UdSSR 1412 n.H./ 1991 n.Chr. auseinanderging. Seither gehört Samarkand zu Usbekistan nach ihrer Selbständigkeit.
Ihre Denkmäler:
Sie ist durch ihre alten Papier-, Textil- und Teppichindustrie gekennzeichnet.
Dort gibt es große Anzahl von Schulen als Beweis, daß ihre Bewohner sich sehr für Wissenschaft und Kenntnisse interessieren.
Dort liegt auch die Grabstätte des Imam Al-Buchary, des größten Überlieferers von den prophetischen Hadithen.
Berühmte Personen in Samarkand:
Dort sammelte sich eine große Anzahl von Wissenschaftlern und Gelehrten, solche wie: Mohammed ibn Ady Al-Samarkandy, Abu Mansour Al-Matridy, Abu Al-hasan Al-Maidany und andere.