Istanbul
Die geographische Lage:
Eine der berühmtesten Städte in der Türkei.
Ungefähr 10 Millionen Einwohner.
Eine der größten Häfen mit einer sehr besonderen strategischen geographischen Lage. Sie gilt als Verbindungsstelle zwischen beiden Kontinenten Asien und Europa.
Früher hieß sie Byzanz. Nach dem Namen des Kaisers Konstantin, des Ersten, der diese Stadt 330 n.Chr. eroberte und sie als Hauptstadt für sein Imperium nahm, wurde sie Konstantinopel genannt. Er ließ um die Stadt herum eine solide Mauer bauen und die Stadt blieb 1123 Jahre lang die Hauptstadt des römischen Reiches.
Versuche Istanbul zu erobern:
In den ersten Epochen nach dem Islam gab es viele Versuche, Konstantinopel zu erobern. Der Beweggrund dafür war die Hervorsage des Propheten, Allahs Segen und Heil auf ihm, als er sagte: "Ihr werdet Konstantinopel erobern. Der beste Führer ist derjenige, der sie erobert, und das beste Heer ist sein Heer."
Der erste Belagerungsversuch von Konstantinopel war (34 n.H. / 654n.chr.) zur Amtszeit des Khalifen `Uthman ibn Affan. Doch die riesengroße Mauer um die Stadt war das unüberwindliche Hindernis.
Danach folgten viele Versuche, von denen wir nur die zwei wichtigsten Versuche erwähnen:
Der Versuch zur Zeit von Mu´awiya ibn Abu Sufian, in dem der hervorragende Gefährte Abu Ajjub Al-Ansary als Märtyrer fiel und an der Stadtmauer von Konstantinopel begraben wurde.
Der Versuch zur Zeit von Sulaiman ibn Abdul-Malik, als er dorthin 120000 Kämpfer auf einer Flotte von ungefähr 100 Kriegsschiffen sandte, die aber wegen der großen Kälte sowie wegen des Todes von Sulaiman erfolglos und erschöpft zurückkehrte.
Diese scheiternden Versuche gab es bis Aufstehen des osmanischen Staates. Da war der erste Versuch von Bajazid dem Ersten, jedoch ist ihm die Eroberung aus zweierlei mißlungen. Auf der einen Seite wurde der osmanischen Staat von den Kreuzzügen angegriffen und auf der anderen Seite waren die Mongolen eine richtige Gefahr vom Osten.
Die islamische Eroberung:
In der Herrschaft von Mohammed, dem Zweiten, ibn Morad der Zweite, gelang es dem osmanischen Heer, das aus 265 tausend schwerbewaffneten Kämpfern bestand, unter Führung von Mohammed II die starke Mauer der Stadt zu bewältigen und die Stadt als Sieger am Donnerstag, den 20. Dschumada des ersten 857n.H. / 29. Mai 1453 n.Chr. zu betreten und daher wurde er als der "Eroberer" genannt. Als er die Stadt betrat, warf er sich Allah dankbar nieder und er verwandelte die Kirche "Aya Sophia" in eine Moschee.
Seither wurde Konstantinopel die Hauptstadt des osmanischen Staates und eine Residenz des Khalifats, sie hieß am Anfang "Islam Paul" das bedeutet das Haus des Islams und danach bekam sie den Namen Istanbul.
Der Sultan "Mohammed, der Sieger" war sehr tolerant mit den Bewohnern der Stadt, und er gab den Christen die volle Freiheit, die Riten ihres Glaubens auszuüben und er erlaubte es den Griechen, die Istanbul zur Zeit der Belagerung verlassen hatten, nochmals zurückzukehren.
Dank den osmanischen Fürsten und Sultanen wurde Konstantinopel die Hauptstadt der ganzen islamischen Welt und das erste Kulturzentrum des islamischen Staates. Sie bemühten sich, hervorragende Hand- und Bauwerker in die Stadt zu bringen, um sie zu bauen.
Niederlage des osmanischen Staates und die Besetzung von Istanbul:
Nach Zerfall des osmanischen Staates im ersten Weltkrieges, haben die alliierten Staaten Istanbul in der Periode von 1337 n.H. / 1913 n.Chr. bis 1341n.H. / 1922 n.Chr. besetzt. Danach verlegte Attaturck die Hauptstadt von Konstantinopel, die für ungefähr fünf Jahrhunderte lang die Hauptstadt des osmanischen Staates gewesen war, nach Ankara.