Medina
Das zweite heilige Gebiet im Islam und die erste Hauptstadt des islamischen Staates. In Medina gibt es die prophetischen Moschee und das Grab von ihm.
Medina liegt im Westarabien 24° 28` nördlich vom Äquator 39° 36` östlich von Greenwich.
In der vorislamischen Zeit hieß Medina Yathrib nach dem Namen von Yathrib Ibn Qa´id Ibn `Ubail, einem der früheren Araber aus dem Stamm `Amaliqa, die in Bahrain, Westarabien und Ägypten damals herrschte.
Zu den Namen Medinas gehören auch Tiba, Al-`Azra´, Al-Qasimma und Haus der Auswanderung.
Medina liegt in einer wichtigen Lage auf dem Karawanenweg zwischen Syrien und Jemen.
Die Bewohner von Medina bestanden aus drei Gruppen:
1- Den Juden, die nach Medina auswanderten, als sie vor der romanischen und babylonischen Unterdrückung flohen. Die Juden waren in drei Stämmen geteilt: Banu Quraisa, Banu An-Nadhier, Banu Qainuqa`.
2- Dem Stamm Aus, der aus Jemen vor der Flut von Arim nach Medina auswanderte.
3- Dem Stamm Khazrag, der aus Jemen vor der Flut von Arim nach Medina auswanderte.
Vor der Auswanderung des Propheten, Allahs Segen und Heil auf ihm, herrschte in Medina eine feindselige Stimmung. Der Stamm Aus waren ständig mit dem Stamm Khasradch verfeindet. Es gelang dem Propheten, Allahs Segen und Heil auf ihm, die zwei Stämme zu versöhnen. Er schloß auch ein Abkommen mit den Juden.
Der Prophet, Allahs Segen und Heil auf ihm, begann in Medina mit dem Aufbau der Moschee. Medina wurde unter seiner Führung politisches und militärisches Staatswesen. Später wurde Medina die erste Hauptstadt des islamischen Staates.
Medina blieb als Hauptstadt bis Radschab 36 n.H. Dann wurde Kufa als Hauptstadt während der Amtszeit von Ali Ibn Abi Talib gewählt.
Die religiöse Bedeutung von Medina wurde trotzdem nicht um geringsten Teil geändert.
Zu den bekannten Gelehrten von Medina gehören:
Sa`ied Ibn Al-Musaijab
`Urwa Ibn Az-Zubair
Al-Qasim Ibn Muhammad
Abu Bakr Ibn Abdurrahman
Khariga Ibn Zaid Ibn Thabit
`Ubaid Allah Ibn ´Abdullah Ibn `Utba Ibn Mas`du
Sulaiman Ibn Jasar
Nafi` (Der bekannte Koran-Rezitator)
Zu den Sehenswürdigkeiten in Medina gehören Qiba-Moschee, Uhud-Berg, die Friedhof der Märtyrer von Uhud und Al-Baqie`, Al-Miqat-Moschee in Dsu Al-Hulaifa.
Medina genießt in der saudischen Zeit besondere Interesse. Neue Autobahnen, neue Tunnel und große Erweiterungen der prophetischen Moschee wurden zu dieser Zeit gemacht. Mehr als 1 Million können heutzutage in der Moschee beten.