Sevilla

Ihre Lage:

Die Stadt heißt auf arabisch Aschbilijja. Sie liegt jetzt in Spanien südwestlich von Cordoba etwa 60 Meile von dem atlantischen Ozean entfernt.

Die Stadt hieß früher Ischbali. Dieser Name geht auf die iberische Sprache zurück. Dann wandelte sich der Name in Hispalis. Dieses Mal war der Name auf das Lateinisch zurückzuführen. Die Römer eroberten die Stadt 205 v. Chr. Als die Muslime die Stadt einnahmen, arabisierten sie den Namen in Aschbilijja. Die Spanier hatten den heutigen Namen "Sevilla" davon abgeleitet.

Die Gründer:

Die Iberer hatten die Stadt gegründet. In der Zeit der Phönizier, Griechen und Karthager entwickelte sich die Stadt und wurde eine wichtige Handelsmetropole. Im Jahr 409 n.Chr. eroberten die Wandalen Spanien. Danach gelangen die Westgoten an die Macht und Sevilla wurde ihre Hauptstadt.

Die islamische Eroberung:

Sevilla war nicht unter den ersten spanischen Städten, die die Muslime eroberten. Ihre Belagerung dauerte mehrere Monate. Die Stadt war gut befestigt. Als die Muslime die Stadt eroberten, erwählte sie der Feldherr Musa Ibn Nusair wegen ihrer wichtigen Lage als Hauptstadt des islamischen Staats in Andalusien.

Sevilla blieb nicht für lange Zeit als Hauptstadt des islamischen Staates. Cordoba wurde im Jahr 98 n. H. 717 n.Chr. als Hauptstadt erwählt. Verwirrungen und Aufstände waren in Andalusien weit verbreitet, als die umajjadischen Stadthalter miteinander stritten. Die Verwirrungen hörten nicht auf, bis Abdur-Rahman Ad-Dakhil das Land betrat. Er konnte alle diese Streiten beenden und das Land vereinigen.

Die Toleranz der Muslime gegenüber den Christen:

Die Muslime waren so Tolerant gegen die Christen in Andalusien, daß eine große Zahl von den Christen den Islam freiwillig annahmen.

Blühte in Sevilla:

Als Abdurrahman Ibn Mu`awijja an die Macht in Cordoba 158 n. H./ n.Chr. kam, blühte die verschiedenen Bereichen des Lebens in Sevilla. Ebenso war die Situation zur Zeit seiner Nachkommenschaft.

Ihre Stellung:

Sevilla war eines der bedeutenden kulturellen Zentren in Indalusien, die bis heute von den Forschern besucht werden. Sie erlebte erstaunlichen Fortschritt in verschiedenen Bereichen.

Baukunst, Fischfang, Jagd, Handel und Landwirtschaft.

Historische Ereignisse:

In der Amtszeit von dem Prinz Abdullah ibn Muhammad wurde Sevilla unabhängig von Cordoba. Ibrahim ibn Hadschadch hatte die Stadt eingenommen. Sevilla war unter der Herrschaft seiner Nachkommenschaft, bis Abdur.Rahman Ibn Muhammad an die Macht in Cordoba kam. Es gelang Abdur-Rahman, die Nachkommenschaft von Hadschadsch zu beseitigen und die Stadt zurückzuerobern. Nach dem Sturz des umajjadischen Kalifats in Cordoba 433 n. H./1042 n.Chr. regierte Ibn Abbad die Stadt und machte sie zur Hauptstadt ihres kleinen Reiches. In der Tat erlebte Sevilla in dieser Zeit den Höhepunkt ihrer Blüte in den verschiedenen Bereichen. Danach übernamen die Herrschaft über Sevilla viele schwache Kalifen, die keinen Fortschritt für die Stadt erzielten. Ausnahme davon bildet der Kalif Abu Al-Ala Idris Ibn Abu Josef Al-Mansour. Dieser versuchte in seiner Amtszeit 643 n.H./1246 n.Chr. die alte verlorene Blüte der Stadt zurückzugewinnen.

Sturz von Sevilla:

Nach dem Tod von Abu Al-Alaa Idris betrat die Truppen von Kastilien die Stadt nach einer siebzehnmonatigen Belagerung. Und so verloren die Muslime eine der wichtigsten und schönsten Städte Spaniens. Das war im Jahr 643 n. H./1246 n.Chr.

Bekannte Namen in Sevilla:

In verschiedenen Gebieten traten viele Gelehrten in Sevilla hervor. In Landwirtschaft gab es Abu A-Abbas Ibn Al-Khalil, der als Ibn Ar-Rumijja genannt wurde, und Ibn Alquwwam Al-Aschbili.

Im Medizinwissenschaft traten die Banu Sahr hervor.

In der Religionswissenschaft gab es Abu Abdullah Ibn Umar Al-Ischbili und Abu Bakr Al.Subaudi.