Toledo

Die Lage:
Die uralte spanische Stadt liegt 75 Km von Madrid, der Hauptstadt Spaniens entfernt. Ihr arabischer Name (Tolautila) ist von dem latainischen Namen (Tholedoth) abgeleitet.

Nach der überwiegenden Meinung wurde Toledo in der Zeit der Griechen vor dem Eintritt der Römer gebaut. Die Römer betraten die Stadt im Jahr 190 v. Chr. Sie ließen Mauern um die Stadt herum bauen. Die Stadt erlebte einen Höhepunkt ihrer Blühte in dieser Zeit.

Die islamische Eroberung:

Die Westgoten regierten Spanien für etwa vier Jahrhunderte. Sie betraten Toledo und erwählten sie als ihre Hauptstadt und nannten sie "die königliche Stadt".
Als der letzte König der Westgoten, Roderich, mit der Unterdrückung des Aufstandes in der Stadt Banbalona beschäftigt war, erfuhr er, daß die islamische Armee unter der Führung von Tareq Ibn Zijad spanischen Boden betrat. Er zog eilig Truppen zusammen. Im Jahr 712 n. H. fand eine Schlacht bei den Wadi Lekka zwischen dem Heer der Westgoten und der zahlenmäßig weit unterlegenen Schar der Muslims statt. Roderich fiel in dieser Schlacht, die einen vollen Sieg der Muslime erbrachte. Dieser Erfolg beflügelte die Muslime zu einem weiteren Vormarsch nach Norden. Auf seinem Weg eroberte Tariq Schasona, Mador, Qaramouna und Astugga. Dann kam Toledo , die Hauptstadt der Westgoten, an der Reihe. Er fand die Stadt aber leer, da ihre Bewohner sie verließen, als sie von dem Vormarsch der islamischen Armee hörten. Er hatte dort gewaltige Beute gemacht. Die Ummajjadenkalifen maßen Toledo besondere Interesse bei. Sie erreichte einen Höhepunkt ihres Ruhms in ihrer Zeit. Sie haben aber Cordoba als Hauptstadt erwählt.

Der Sturz von Toledo:
Nach der Beseitigung des umajjadischen Kalifats in Cordoba wurde die Kleinstaaterei vorherrschend. Banu Dsu An-Nun regierten Toledo und erlebten ihren Höhepunkt ihrer Dynastie dort.

Toledo fiel aber in die Hände von Alfons VI im Jahr 1085 n. Chr./487 n. H.

Die Eroberung von Toledo von den Kreuzfahrer war ein Vorzeichen für das nahe Ende der islamischen Herrschaft in Spanien. Trotz aller Anstrengungen konnten die Muslime Toledo nicht zurückerobern.

Ihre kulturelle Stellung:
Toledo hatte einen hervorragenden Beitrag zur intellektuellen Bewegung in der islamischen Kultur geleistet. Sie war eines der wichtigsten wissenschaftlichen Zentren in Spanien. Viele Gelehrten, die herrliche Errungenschaften in den verschiedenen wissenschaftlichen Bereichen erreichten, lebten und wirkten in Toledo.

Fiqh-Studium wurde hier betont, denn viele Schüler des Imams Maliks lebten in Toledo.

Das geistige Leben in Toledo war immer sehr reich. In der Stadt gab es verschiedene Tendenzen in den verschiedenen Bereichen, nicht nur bei der Theologie, sondern bei anderen Wissenschaften. Mehrere Generationen von den Wissenschaftlern, Dichtern und Schriftstellern hatten ihre Rolle in dem kulturellen Leben in Spanien erfolgreich gespielt. Nach dem Sturz von Toledo wanderten diese Gelehrten nach anderen Städten aus, damit Sie ihre geistige Leistung fortsetzen.



Die bekanntesten Gelehrten Toledos:
Zu den bekanntesten Gelehrten Toledos gehörten:

Abu Uthman Said Ibn Abi Hind, der vom Imam Malik als den Weise von Andalusien bezeichnet – Said Ibn Abdus – Abu Hind Al-Asbahi – Isa Ibn Dinar Al-Ghafiqi – Muhammad Ibn Waddah – Ibn `Aischun Al-Asdi – Ibn Dschauschan Al-Ansari – Ibn Schantir – Ibn Maimun – Ibn Mas`ud At-Tulatili – Ibn Al-A`radsch – Sulaiman Ibn Mansour – Ibn Al-Qaschari – Yahja ibn Thabit Al-Fihri – Abu Bakr Al-Amawi – Ibn Asch-Schikh – Ibn Umar Al-Dschahni – Mahboub Al-Khasschni – Abu lshaq Al-Fahmi – Ibn Sumaiq – Dschudiy Ibn Uthman – Ibn Dumadch – Al-Quwadis – As-Saidalani – As-Surqani – Ibu Al-Mutraf Al-Lakhmi – Ibn Al-Khaijat – At-Tamimi At-Tulaitili und andere.