Bagdad
Die Lage:
Die Entstehung von Bagdad ist mit der Geschichte der Abassiden verbunden. Der Kalif Abu Dscha`far Al-Mansour errichtete sie im Jahr 145 n. H. auf der rechten Seite von Tigris. Bagdad nahm zuerst die Form eines Kreises mit vier Toren. Abu Dscha`far ließ zwei Mauern rund um die Stadt, die große Moschee und sein Schloß in ihrer Mitte bauen.
Bagdad war in viertem Jahrhundert eine der bekanntesten Städte, sowohl politisch als auch kulturell gesehen.
Die Höhepunkt ihres Ruhms erreichte sie in der Amtszeit vom Kalif Harun Ar-Raschied. Sie sah wie 40 Städte nebeneinander aus.
Ihre Stellung:
In der Geschichte war Bagdad durch ihre ausgezeichnete wissenschaftliche Stellung bekannt. Der Kalif Harun Ar-Raschied hat dort das Haus der Weisheit erreichtet. Die Vollendung des Baues dieser kulturellen Einrichtung erlebte sein Sohn Al-Ma`mun im vierten Jahrhundert. Das Haus besteht aus einer Bibliothek und einem Vortragssaal. Im Haus wurden die wissenschaftlichen Vorträge und Kontroverse gehalten. Der Kalif Ar-Raschied und danach der Kalif Al-Ma´mun pflegte an diesen Versammlungen teilzunehmen. Die Bibliothek hatte einen großen Beitrag zu der Entwicklung der Medizin, Chemie und Astronomie. Wissenschaftliche Forschungen und Experimente waren in vollem Gange. Die Kalifen und die Reichen, pflegten die seltenen arabischen und nicht arabischen Bücher zu sammeln und der Bibliothek als Geschenke zu geben, damit die Gelehrten sie benutzen. Der Kalif Harun Ar-Raschied hatte einen besonderen Teil in seinem Schloß für die seltenen Bücher. Sein Sohn Ma´mun hat diese Bibliothek erweitert. Solche Bibliothek war nicht der einzelne Fall in Bagdad. Es gab viele andere Bibliotheken.
Wegen den Mongulen und des Flutes von Tigris und des großen Brandes, das in Bagdad ausbrach wurden die meisten Bücher verloren.
Die bekanntesten Gelehrten von Bagdad:
Bagdad zeichnet sich durch die Vielzahl der Gelehrten aus, die dort lebten. Unter denen sind:
Ahmad Ibn Hambal – Abu lshaq Asch-Schirazi – Abu Hamed Al-Ghasali – Asch-Schaschi – Ibn Al-Dschausi – Al-Dschahis – Al-Farra´ -
As-Sadschadsch – Qutrub – As-Sirafi – Ibn As-Sekiet – Jaqut Al-Hamawi – Al-Blasiri – Ibn Khardasba – Al-Mas`udi – Al-Kindi – As-Sufi – Al-Fasari – As-Saghani – Al-Chawarismi – At-Tawsi – Al-Kardchi – Al-Khajjam An-Nisabouri – Ibn Rabn At-tabari – Ar-Razi – Ibn Malka – Al-Ahwasi – Ibn Al-`in Al-Sarabi – Ibn Al-labbad.
Der Sturz von Bagdad:
Bagdad erlebte auch große Verwirrungen und schreckliche Geschehnisse, die nicht für kurze Zeit dauerten, was die Stadt auf sehr schwere Weise beschädigt. Die Schwäche der Herrschaft der Abbasiden war der Beginn, danach folgt die Einmischung von anderen politischen Kräfte im Regime. Schließlich wurde Bagdad nach langer Belagerung der Mongulen in die Hände von Hülagu gefallen. Der Kalif Mu`tasem, seine Kinder und seine wichtigsten Vertrauten wurden ermordet und die Stadt der Plünderung preisgegeben. Das war das Ende des Kalifats im Bagdad, die fünf Jahrhunderte dauerte. Die Stadt wurde auch mehrmals von Timur geplündert. Das letzte Mal war im Jahr 803 n. H., als Timur und seine Truppen schauderhafte Greueltaten in der Stadt begangen. Der Schah Isma`il As-Safawi hat die Stadt im Jahr 914 n. H. erobert. Die Stadt blieb unter der Herrschaft der Safwiden, bis die Osmanen die Stadt im Jahr 941 n. H. zurückgewinnen. Die Safawiden besaßen die Stadt wieder 1033 n. H. I048 gelang es der Sultan Murad VI, die Stadt zu befreien.
Alle diese Geschehnisse führten zum Niedergang der Stadt in allen kulturellen Bereichen, durch die Bagdad für viele Jahren bekannt war.
1335 n. H. fiel Bagdad unter der englischen Besatzung. Nach der irakischen Revolution wurde der Irak als unabhängiger Staat anerkannt, unter der Bedingung, daß sie die Verwaltungsberatung von Britanien so lange annimmt, bis der Irak in der Lage wird, selbst zu regieren.
Bagdad ist bis heute die Hauptstadt vom Irak.