DAS OPFERFEST
Das islamische Opferfest ist neben dem Ramadanfest das höchste religiöse Fest der Moslems und Höhepunkt der Pilgertage in Mekka. Das Fest findet nach dem islamischen Mondkalender 70 Tage nach dem Ramadanfest statt.
Das Ritual geht auf die Geschichte von Ibrahim (Abraham) zurück, der als Zeichen seines Glaubens an Gott, seinen Sohn Ismael Opfern sollte. Der religiösen Überlieferung nach schickte Gott jedoch im letzten Moment den Erzengel Cebrail (Gabriel) mit einem Schafsbock zu Abraham auf die Erde herunter. Gläubige Moslems glauben, dass sie diesem religiösen Ritual und der Weisung Mohammeds nachkommen müssen.
Wenn es finanziell möglich ist wird ein Hammel geschlachtet (auf rituelle Art = ausbluten lassen). Der größte Teil des Fleisches wird an arme Leute gegeben, b wird als Familienfest mit Verwandten- besuchen gefeiert.
IST DER FREITAG EIN SONNTAG FÜR MUSLIME?
Die Verpflichtung zum Pflichtgebet zu fünf festgesetzten Tageszeiten wird von den Muslimen sehr ernst genommen. Während im Zusammenhang mit den täglichen Pflichtgebeten eine gewisse zeitliche Flexibilität bei der Durchführung möglich ist, liegt die Zeit für das Gemeinschaftsgebet der Muslime am Freitagmittag fest.
Da der Islam keinen Ruhetag vergleichbar dem christlichen Sonntag kennt, hat sich inzwischen in vielen islamischen Ländern die Praxis entwickelt, dass die meisten Berufstätigen nach dem Mittagsgebet am Freitag nicht mehr an ihren Arbeitsplatz zurückkehren und sich statt dessen frei nehmen. Schulen, Geschäfte und Behörden haben geschlossen.
Muslimen in Europa gelingt es natürlich nur in wenigen Fällen, einen entsprechenden Rhythmus einzuhalten. Wenn es sich um selbständige Gewerbetreibende handelt, gehen sie allerdings zur Moschee, kehren dann jedoch weder in ihr Ladenlokal zurück und gehen ihrer Tätigkeit nach.
Hier kann man sich diese Broschüre bestellen:
ISLAMISCHE FESTE
HINTERGRUND- INFORMATION
Herausgeber der Broschüre:
Friedrich-Albert-Lange Berufskolleg
Schinkelplatz 2
47051 Duisburg
Dipl. Ing. Samir Yousef