Also, wie das in einem richtigen Kiga aussieht, kann ich dir nicht sagen, da unser "Kiga" gerade erst aufgebaut wurde und noch keinen so richtigen Tagesablauf hat. Wir haben eine palästinesische Schwester, die als Erzieherin ausgebildet ist. Sie betreut die Kinder 3 Stunden, 3 mal wöchentlich. Das ganze findet in einer gerade neu bezogenen Moschee statt. Am Anfang waren sehr viele interessierte Mütter da, am Ende sind 6 Mütter übrig geblieben
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.Und nun versuchen wir das einigermaßen aufzubauen, damit es langsam funktioniert und inschaAllah auch mehrere Mütter dafür gewonnen werden können.
Den Tagesablauf haben wir uns folgendermaßen vorgestellt: erst werden mit den Kindern Lauf- und Tobespiele gemacht, damit sie sich ein bißchen entladen können und etwas für die Kondition tun. Danach ist ein kleines Frühstück angesagt. Jedes Kind ist das Mitgebrachte von zu Hause, oder es wird untereinander getauscht, wie auch immer. Dann wird mit den Kindern ein bißchen arabisch gelernt. Die Erzieherin spricht mit den Kindern hauptsächlich arabisch.
Es ist eigentlich wie in jedem anderen Kiga auch, eben nur in einer islamischen (arabischen) Umgebung. Islamischer Kiga heißt ja nicht Islamschule. Natürlich lernen die Kinder auch etwas über den islamischen Alltag, sollen sich islamisch verhalten, auch gegenüber den anderen Kindern. Aber die Erziehung übernehmen immernoch die Eltern, die wohl die meiste Zeit des Tages mit dem Kind verbringen. Der Kiga dient als Möglichkeit für die Kinder, mit anderen Kindern zu spielen, den Umgang mit anderen Kindern zu lernen etc.
Schaima