Die Geschichtchen habe ich alle selbst erlebt.
Ich bin auch keinem böse. Jedoch vor allem Neulinge sollten lernen, damit umzugehen: dass man sich nicht veräppelt fühlen braucht. Im Gegenteil ich bewundere den Aufwand, der hin und wieder betrieben wird. Der "Student" horchte uns bei einer Rast während eines Strandspaziergangs aus; es war ein nettes Gespräch, bei dem er von sich (?) erzählte und natürlich auch über uns einiges wissen wollte. Kurz darauf trafen wir einen der "Kellner" (es gab auch noch immer wieder andere) - da war ich schon misstrauisch, weil ich ein sehr gutes Personengedächtnis habe und mir der Mann total fremd war. Erst dieser reichte uns nach wenigen Gassen Führung an einen Gehilfen des Händlers, der uns die Werkstatt im Hintergrund des Ladens (wir kamen ja durch die Hintertür) als Museum unterjubeln wollte. Als dann der Händler selbst aufkreuzte, wollte er uns zur Eile antreiben: "Wenn Sie noch etwas kaufen wollen, dann rasch, die Stadtore werden bald geschlossen." Da war dann bei mir Sense. Aber das ist schon etliche Jahre her.
Heute sage ich es gleich, wenn ich etwas nicht glaube, aber nicht brutal direkt.
Etwa frage ich dann: "Heisst deine Schwester vielleicht Scheheresade?" Da folgt dann meist eine Schrecksekunde. Einmal war mir allerdings mulmig. Der gute Mann hatte offenbar nicht gut zugehört und dachte wohl, ich hätte ihn über seine Schwester beleidigen wollen - ich musste das wiederholen. Dann kapierte er es und fiel mir um den Hals. So eine gute Antwort hätte er noch nie bekommen.

Weil an anderer Stelle das mit den [Breites Grinsen] Tontechnikern © Jens [Breites Grinsen] (Stereotypen) angesprochen wurde: vor allem Mabrouk - bitte derlei nicht im Sinne von alle - bis ins letzte Dorf - verstehen. Trotzdem nehme ich an, dass die Geschäftsanbahnung mit Provisionszahlung ein durchgehender Teil des Handels ist (Provisionen gibt es schliesslich auch bei uns). Also was soll es? Ich halte das nicht ehrenrührig.
Karl