Da hat doch Claudia glatt im Ausland eine Umleitung nach hier aufgestellt [daumen] .

Weil sonst niemand etwas zu PeK erzählt, werde eben ich noch ein wenig weiterplaudern.

Am Strand vor den Hotels etwa auf der Höhe des "Beach Clubs" gibt es die üblichen, von Privaten betriebenen Aktivitäten:
  • Parasegeln [1x im Meer eintunken ist üblich – wenn der Bootsführer nicht geschickt genug ist, wird es ein Vollbad – dann kann er den Schirm zum Trocknen auf die Leine hängen und den über den Geschäftentgang erbosten Patron besänftigen],
  • Bananen- oder Reifenreiten,
  • Wasserski,
  • Segel- Tretboot- und Windsurfverleih
In der Nähe, nördlich des Hotels Kanta gibt es auch Tennisplätze (sofern das eigene Hotel die nicht ohnehin hat) und einen Reitstall.
Ausflüge vermittelt der örtliche Reisebetreuer im Hotel. Meine Empfehlungen (Achtung! Abfahrt vom Hotel üblicherweise jeweils schon um 7 Uhr) [fett –kenne ich selbst, kursiv – ist Hörensagen]:
Tunis (Altstadt, Souks [nach Handwerk in Straßen eingeteilt – haben dort auch ihre Werkstätten], große Moschee), Bardo-Museum [Sammlung von aus ganz Tunesien zusammengetragenen punischen und römischen Mosaiken] – Karthago [die Ausgrabungen] – Sidi bou Said (griechisch anmutendes Fischerdorf in Terassenlage mit berühmtem Cafè [August Macke, Paul Klee] und Mausoleum eines mohammedanischen Heiligen von dem Mädchen eine gute Ehe erbitten; Zentrum der Vogelkäfigfertigung) – ein Tagesausflug.
Kairouan , etwa 60km von Sousse am Rand der Steppe mit der berühmten Barbier-Moschee [sieben Wallfahrten dorthin ersetzen angeblich eine Hadsch], schöne Altstadt, Besuch eines Teppichhändlers mit Schauknüpferei – ein Halbtagsausflug. Wird auch als Tagesausflug angeboten mit El Jem [römisches Amphitheater mitten in der Steppe, hat angeblich schon das Kolloseum für irgendeinen Film gedoubelt] und Mahdia [schöne kleine Altstadt am Hafen, Läden mit Silberschmuck, Flamingos an der Strecke].
Kamelreiten und -küssen is a Hetz und kost ned vü (wird in PeK auch beim Hafen am Strand vor dem Hotel Hannibal angeboten). Kamelküssen [oder wars ein Dromedar, oder ein Trampeltier?] für Freiwillige geht so: Man nehme ein besonders sanftes Tier, entdorne saftige Agaven, schneide sie in Streifen von ca. 12 cm Länge und stecke einen solchen dem Küsser in den Mund. Dann führe man ihn zum Kamel, das sich diesen Leckerbissen fischt (ohne tatsächlich zu küssen) und fürchterlich mit dem samtweichen Damenbart (bei mir war es ein Weibchen) kitzelt. Ein weiterer Mitarbeiter des Schaustellers fotografiert die Szene aus einem Winkel, der die Agave nicht zeigt. Und am Ende der Tour kannst das Foto schon kaufen, weil in der Zwischenzeit der Film in ein Schnellentwicklungslabor gebracht wurde. Empfehlung: Zuerst ansehen – ist nicht ganz risikolos; das Kamel wird zwar von zwei Leuten am Zaumzeug gehalten, ist aber schon sehr gierig nach den Leckerbissen (meiner Meinung nach nichts für Kinder).
Monastir (http://www.monastir.org/), den Geburtsort Bourghibas [sehenswert die Gegend um den Hafen mit Ribat {alte Wehranlage} und Bourghiba-Mausoleum] sowie Sousse [schöne Altstadt mit Souk – Läden teuerer als in PeK, Museum, besichtigbare Moschee und ein Ribat siehe http://www.sousse.de/] kann man auf eigene Faust ansehen. Von PeK mit dem Taxi Sousse TD 4.-, Monastir TD 15.-.
Tunesische Abende , zu denen man weggekarrt wird, sollen meist ein läppischer Klimbim sein; gibt es so etwas im Hotel kostet es wenigstens nichts. Was das bei diesen Ausflügen gebotene Essen betrifft [soll wie bei uns beim Heurigen zugehen, wenn ganze Autobusse abgespeist werden]: einmal pro Woche ist in den Hotels beim Abendessen ein tunesischer Schwerpunkt üblich und da kann man Verschiedenstes und nicht nur 1 fixes Menü verkosten oder es gibt - wie zuletzt im „El Hana Palace“ - am Abendbüfett täglich ein anderes Gericht nach tunesischer Art.
Die Wüstentouren (mit Landrover zum Chatt el Jerib [Salzsee im Süden] 2- oder 3tätig) sollen zwar schön, aber sehr anstrengend sein.
„Starwars“ wurde [ebenso wie das „Leben des Brian“ und „Der englische Patient“] zum Teil in Tunesien gedreht. Es gibt von Touzeur aus spezielle Ausflüge zu den noch immer vorhandenen Kulissen- und sonst verfilmten Bauten (z.B. „Troglodyten-Häuser“).
Quad-Fahren ist ein staubiges Vergnügen (Umherwühlen am Rand irgendwelcher Gärten mit einer Art Motorrad auf vier ballonförmigen Rädern).

Jedenfalls, Anfang April blühen wieder Mimosen und Oleander, da werden wir uns wieder dort verwöhnen lassen und ist die letzte Schachtel Makroudh (Naschwerk) in unseren Mägen verschwunden und die letzte Mars geraucht, müssen wir ganz einfach wieder hin und Nachschub holen!