Gespenstisches Warten auf Diktator Gaddafi
Auf Libyens Einladung hin reiste "Welt am Sonntag"-Redakteur Heimo Schwilk nach Tripolis, um Muammar al-Gaddafi zu treffen.
Der Anruf erreichte mich bei einem Spaziergang mit dem Hund im Wald. "Wollen Sie nach Tripolis reisen, um Gaddafi zu treffen?“, fragte eine männliche Stimme mit sächsischem Akzent. Alles sei vorbereitet, aber ich müsse mich rasch entscheiden, denn die Zeit sei knapp.
"Wer arrangiert die Reise, und warum gerade ich?“ Die Präsidentin, sagte die Stimme, Sie wissen schon: Bagdad 2003. Ja, ich ahnte es, die mysteriöse Präsidentin aus dem Thüringischen, Kopf des deutsch-arabischen Friedenswerks, irgendwann zu DDR-Zeiten gegründet, gut vernetzt mit den sozialistisch-nationalistischen Baath-Parteien des Nahen Ostens. Und seit Jahren auch mit Muammar al-Gaddafis Apparat.
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