Libyen: Appell zu humanitären Evakuierung ins Heimatland
Genf - In einem gemeinsamen Appell wenden sich die Internationale Organisation für Migration (IOM) und das UN-Flüchtlingskommissariat (UNHCR) an die internationale Staatengemeinschaft, um eine dringend notwendige humanitäre Evakuierung von zehntausenden Ägyptern und anderen Staatsangehörigen aus Drittstaaten in ihre Heimatländer zu unterstützen, die aus Libyen nach Tunesien fliehen mussten.
In Abstimmung mit der ägyptischen und tunesischen Regierung haben IOM und UNHCR heute ein gemeinsames Evakuierungsprogramm beschlossen. Damit sollen die Massnahmen erweitert werden, mit denen die humanitäre Krise an der libysch-tunesischen Grenze bewältigt werden kann.
Die internationale Staatengemeinschaft wird dringend dazu aufgerufen, dieses Programm mit erheblichen finanziellen Beiträgen und Logistik zu unterstützen, sei es in Form von Flugzeugen, Schiffen oder Fachpersonal.
Seit dem 19. Februar 2011 haben mehr als 75.000 Menschen aus Libyen die Grenze zu Tunesien passiert, ein Großteil derer sind Ägypter. Schätzungsweise 40.000 Menschen warten derzeit vor den Grenzanlagen, um Libyen verlassen zu können.
IOM und UNHCR beobachten eine sich stündlich verändernde und an Dramatik zunehmende Entwicklung an der libysch-tunesischen Grenze, die ein sofortiges Handeln erfordert.
Veröffentlicht am: 02.03.2011
http://www.unhcr.de/aktuell/einzelansich...heimatland.html