Original geschrieben von: Picknicker

Mir geht es (ich kann nicht für die westlichen Regierungen sprechen) um Menschenrechte, Gleichberechtigung, Freiheiten, etc...


Die Freiheit allerdings beinhaltet auch die Freiheit, auf einen Teil der Freiheit zu verzichten. In Deutschland z.B. haben sich die Wähler entschlossen, immer wieder die Parteien zu wählen, die die vorherige Freiheit weiter beschneiden - da müssen die, die das nicht mögen, dann halt mitziehen, wenn die Mehrheit anders entschieden hat.

Das Problem, was ich für Tunesien sehe ist eher eines, daß in den westlichen Ländern bisher nicht so vordringlich war, aber zunehmend wird: Daß nämlich eine Demokratie nur dann funktioniert, wenn alle Beteiligten sich dies wünschen. Stimmt die Mehrheit der Bevölkerung für eine Demokratie und eine Minderheit ist dagegen, so geht es darum, wie mit dieser Minderheit dann umgegangen wird.
Es gibt verschiedene Formen der Demokratie, und nicht jede ist der anderen gleich (man vergleiche allein Deutschland, die USA und die Schweiz). Und nicht jede ist automatisch gut oder vorteilhafter als eine andere Herrschafts- oder auch Gesellschaftsform.