|
|
 |
 |
 |
 |
Fremde Welt Islam
#34602
12/03/2003 13:33
12/03/2003 13:33
|
Joined: May 2001
Beiträge: 2,787 München
zabrata
OP
Member
|
OP
Member
Joined: May 2001
Beiträge: 2,787
München
|
Von Özlem Ahmetoglu 28. Januar 2002 Mehr als eine Milliarde Menschen gehören dem islamischen Glauben an. In rund einem Viertel aller Staaten der Erde stellen sie die Bevölkerungsmehrheit. Auch in vielen beliebten Ferienzielen ist der Islam die vorherrschende Religion.
Urlauber, die ihren Strandurlaub in der Türkei, in Ägypten, Tunesien, Marokko oder in Ländern der Vereinigten Arabischen Emirate verbringen, kommen schnell in Berührung mit der kulturellen Vielfalt der Länder und den Einheimischen. Denn die sind meistens sehr gastfreundlich und Fremden gegenüber offen. Bei aller Gastfreundschaft sollten allerdings einfache Verhaltensregeln nicht außer acht gelassen werden.
Ramadan versus Big Mac
Etwa während des Fastenmonats Ramadan: In diesen Wochen essen, trinken und rauchen gläubige Moslems von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang nicht. Touristen sollten darauf Rücksicht nehmen und ebenfalls nicht in der Öffentlichkeit essen oder trinken. Wer etwa tagsüber in einer der modernen Shopping Malls in Dubai zum McDonalds-Burger greift, der kann sogar mit der Polizei in Konflikt geraten, und im Extremfall sogar abgeführt werden. Gegessen wird im Ramadan erst wieder nach Anbruch der Dunkelheit, dann aber umso festlicher und geselliger. Spontane Einladungen zum Essen sind keine Seltenheit, sie auszuschlagen wäre, nicht nur im Fastenmonat, eine Beleidigung.
Hand aufs Herz
Zur Begrüßung legen manche Marokkaner, Tunesier und Araber ihre Hand ans Herz, womit sie ihre Anerkennung ausdrücken. Männer reichen sich auch die Hand. Einer Frau die Hand zu schütteln ist für Männer jedoch ein Fauxpas. Die Schuhe werden in islamischen Staaten nicht nur am Eingang der Moschee ausgezogen, sondern auch bevor man das Haus beim Besuch betritt. Auch zum traditionellen Tee werden Reisende häufig eingeladen - sobald ein Glas in der Runde leer ist, wird nachgeschenkt. Wer nichts mehr trinken möchte, der muss dem Gastgeber ein Zeichen geben. In den Arabischen Staaten wird das Glas hin- und hergeschwenkt, in der Türkei legt man einfach den Löffel auf den Glasrand.
Kleidung: Besser zuviel als zuwenig
Viele einheimische Cafés in der Türkei, in Ägypten und Marokko sind Männer vorbehalten - Frauen halten sich fern. Zum nachmittäglichen Kaffee-Trinken sollten weibliche Gäste sich mit offenen Augen nach einem gemischten Café umblicken. In punkto Kleidung gilt trotz der Hitze für beide Geschlechter Zurückhaltung: Männer in Shorts wirken etwa in den arabischen Staaten lächerlich, zu knapp gekleidete Frauen gelten oft als aufreizend.
Niemals die Linke!
Auch wenn die Körpersprache und Gestik weniger offensichtlich ist, sollte jeder Reisende wissen, dass man seinem Gegenüber weder die nackten Fußsohlen entgegenstreckt noch die als unrein geltende linke Hand, die auf vielen Toiletten in Verbindung mit Wasser das Papier ersetzt.
|
|
|
|
 |
 |
 |
 |
|