In Ägypten Ticken die Uhren anders:
Telefon, Internet komplett abgestellt. Hier ein paar Infos:
Unruhen in Ägypten ElBaradei angeblich in Polizeigewahrsam
Al Jazeera zufolge wurde der Oppositionspolitiker festgesetzt. Im Land protestieren Tausende. Das Regime reagiert mit Tränengas und Festnahmen. Es gilt der Schießbefehl.
Das Mubarak-Regime hat den Hoffnungsträger der ägyptischen Opposition blockiert: Mohamed ElBaradei, der frühere Chef der UN-Atomenergiebehörde, ist in Kairo festgesetzt worden. Der Nachrichtensender Al Jazeera berichtet, dem Politiker wurde von der Polizei nicht erlaubt, eine Moschee in der Hauptstadt zu verlassen. Dort hatte ElBaradei, der sich seit seiner Rückkehr nach Ägypten am Donnerstagabend als Anführer der Protestbewegung in Stellung gebracht hatte, zuvor zusammen mit 2000 Gläubigen gebetet.
Auf den zentralen Plätzen in Kairo versammelten sich Zehntausende Demonstranten. In Sprechchören forderten sie den Rücktritt von Präsident Hosni Mubarak. Wie der Sender Al-Arabiya berichtet, seien Demonstranten auch vor den Präsidentenpalast in Heliopolis gezogen. Überall in der Stadt wurden Propagandaposter von Mubarak zerstört.
Die Polizei schoss zur Warnung Gummigeschosse in die Luft, setzte Tränengas und Wasserwerfer ein, um die Menschenmengen auseinander zu treiben. Doch die Demonstranten harrten aus. In Kairo fuhren gepanzerte Truppentransporter der Polizei auf und patrouillierten durch die Straßen. Soldaten postierten sich in der gesamten Kairoer Altstadt. Augenzeugen zufolge wurden viele Menschen ohne weitere Begründung abgeführt, zahlreiche Passanten durchsucht, ihre Ausweise kontrolliert.
Die Sicherheitskräfte kündigten an, die Demonstranten notfalls brachial zurückdrängen. "Die Polizei hat klare Anweisungen erhalten, jede Demonstration zu verhindern und notfalls auch direkt auf mögliche Demonstranten zu schießen", hieß es.
Proteste wurden aus dem gesamten Land gemeldet. So kam es auch in der Hafenstadt Alexandria sowie in den Provinzen Minia, Assiut und auf der Sinai-Halbinsel zu schweren Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften. Auch dort setzte die Polizei Tränengas ein.
Quelle:
http://www.zeit.de/politik/ausland/2011-01/aegypten-freitagsgebet-proteste-sicherheitskraefteVielleicht kann man hier zu Ägypten ein paar Infos sammeln.
Claudia