@Heidrun -
die Leute in Timimoun und auch in Adrar, wo wir (Kleingruppe mit fünf Leuten) ankamen, waren total nett. Wir waren die reinsten Exoten, weil nach den Terrorangriffen in den USA noch weniger Leute kamen als vorher. Trotz des Afghanistankriegs keine bösen Blicke oder so was, sondern die gleiche Gastfreundschaft, die ich auch schon in anderen Sahara-Gegenden kennengelernt habe. Kennst du denn zufällig den Campingplatz von Mohammed Necir? Kann ich unbedingt als Unterkunft in Timimoun empfehlen. Und im Ort selbst wird das Hotel Oasis Rouge, wenn die Renovierung (man könnten auch Wiederaufbau sagen) irgendwann abgeschlossen ist, eines Tages ein richtiges Schmuckstück sein, glaube ich. Ich war bestimmt nicht zum letzten Mal in der Gegend.
@Sonnenwende - wahrscheinlich sieht jeder etwas anderes an der Wüste. Ich wollte da schon ganz lange hin - keine Ahnung, ob es an der Lektüre des "kleinen Prinzen" lag oder woran auch immer. Vor fünf Jahren war ich auf einer Südreise durch den Fezzan - die Wüstenprovinz in Libyen, und danach war es einfach geschehen. Mich faszinieren da der eindruck von Unendlichkeit, die Einsamkeit, die Stille, die gewalttätige und doch wunderschöne Natur. Einen Sternenhimmel wie in der Wüste habe ich noch nirgendwo gesehen. Für mich ist das ein Ort, an dem man sich finden oder verlieren kann. Es gibt auch eine Menge Leute, die das dann letztlich doch nicht aushalten können - insofern ist so ein touri-Trip vielleicht eine gute Möglichkeit rauszufinden, ob dir die Wüste liegt oder nicht. Von monastir aus bist Du ja ohnehin relativ weit von den Sahara-Gebieten weg, aber die meisten Hotels/Veranstalter bieten diese touren an. Ich würde Dir halt den Tip geben, dir nach Möglichkeit wenigstens für ein paar Stunden ein einsames Plätzchen ohne Touri-Gruppe zu suchen und die Wüste auf dich wirken zu lassen. Und unter freiem Himmel zu schlafen, damit Du die Sterne sehen kannst (Achtung, warme Klamotten mitnehmen, wüstennächte sind eiskalt, in Tunesien bin ich im März schon ein paarmal mit Eisschicht auf dem Schlafsack aufgewacht)
LG, Leila