einen vorteil hat es ja noch für die tunesischen jugendlichen... wenn man es so sehen mag... sie sind endlich gerne gesehen in hotelbars und anlagen. vorher wurde auf die einheimischen ja schon fast gesch... weil man das hotel schön sauber mit touristen füllen wollte und sich touristen ja auch in der bar nicht belästigt fühlen sollen von den einheimischen. (ist übrigens der grund, warum ich tunesien bei meinem ersten besuch nicht ausstehen konnte, kommst da an und hast deutsches fernsehen und nur deutsche vor deinen augen und wenn du froh bist, das du endlich ein einheimisches gesicht entdeckst, will der nur deutsch reden um sich zu profilieren, ich hab gedacht, ich bin live im polt-film)
naja, jetzt sind die hotels voll von tunesiern, voll ist gut, sie sind immer noch halb leer, aber so schnell kann man sich eben auf neue kundschaft einstellen... nur leider dürfte es sich nicht als eine allzugrosse gewinnbringende kundschaft handeln. und das finde ich auch gut so, denn das verhalten von tunesischen unternehmen gegenüber ihren landsleuten ist mir schon lange im hals aufgestiegen...
ich bin schon lange der meinung, es ist für kein land gut, sich zu sehr auf den tourismus zu spezialisiern, das macht es einfach abhängig und nicht nur vom nationalen sondern auch vom internationalen weltgeschehen, wie man sieht. aber wenn ich das vor zwei jahren dort so geäussert habe, hats so und so keiner glauben wollen, jetzt kann ich sagen andi haqq aber was nützt das???

zudem ist tunesien auch auf dem land abseits des tourismus schwer finanziell geschädigt, da es heuer nicht viel regen gab, und die oliven rar sind. mein schwiegervater, der sonst auf 1400 liter öl kommt, hatte gerade mal 350 liter heuer....und da wird er nciht der einzige sein...
aus dem dorf meines mannes gehen viele männer weiter weg um zu arbeiten und kommen wochenends heim, wenn überhaupt...