Vor Urlaub Gepflogenheiten des Landes studieren
vom 25.07.03

München (dpa/gms) - In Italien sollten Touristen nicht im Bikini oder in der Badehose bummeln gehen. Solches Verhalten entspreche nicht den Gepflogenheiten des Landes, warnt der ADAC in München. Auch fänden es die Einheimischen befremdlich, wenn sich eine Gruppe im Restaurant die Rechnung teilt.

Auch in anderen Ländern können Touristen schnell gegen die guten Sitten verstoßen. So sollten zum Beispiel Frankreich-Urlauber bei einer Weinbestellung niemals «aber trocken» hinzufügen, sondern sich auf den Rat des Kellners verlassen. Auch das Grüßen ist schwierig im Urlaub: «Gruezi» wird von Schweizern oft als Anbiederung empfunden, in Österreich sagt man «Servus» nur zu Duzfreunden.

In Kroatien sollten Urlauber die Einheimischen nicht mehr als Jugoslawen bezeichnen, so der ADAC weiter. Spanier können ziemlich sauer werden, wenn Touristen mit ihnen über Sinn und Unsinn von Stierkämpfen streiten. In den Niederlanden steht sich jeder die Beine in den Bauch, der beim Bäcker oder Metzger keine Nummer zieht. Und «Prost» auf Ungarisch zu sagen sollte auch besser vermieden werden: «Egészség» ist bei falscher Betonung ein vulgärer Ausdruck für Gesäß.