Hier scheint es sich laut Bericht um eine tunesische Mutter zu handeln, die - entgegen den Plänen ihres Ehemannes - nicht mit der Familie nach TN zurückkehren wollte?
Es handelt sich aber auch, und das sollte betont werden, beim Vater um einen naturalisierten deutschen Staatsbürger, der sich schon seit 20 Jahren in Deutschland aufhält.
Ich halte dies deshalb für nennenswert, weil auch eine Verleihung der deutschen Staatsbürgerschaft und ein 20jähriges Leben in Deutschland offenbar schwächer sind, als der Willen mit Hilfe der -in diesem Punkt- scharia-induzierten Gesetzgebung in Tunesien (und anderen Ländern) eigene Interessen durchzusetzen.
Zwar ist dies ein sogenannter "Einzelfall", doch auch Einzelfälle summieren sich im Laufe der Zeit zu "Sammelfällen".
Möglich macht dies die Akzeptanz der doppelten Staatsbürgerschaft - denn wenn die Kinder nicht durch Geburt die tunesische Staatsbürgerschaft hätten, sondern nur die deutsche, dann wären solche Aktionen nicht möglich, zumindest aber auch auf tunesischem Staatsgebiet nicht legal.
Ich würde gerne einmal von einem Befürtworter der doppelten Staatsbürgerschaft hören, wo genau die Vorteile des Konstruktes liegen sollen und warum diese Vorteile größer als die möglichen Nachteile sein sollen.