..Wie wäre es, wenn die Muslime -zur Abwechslung- lernen würden sich zurückzuhalten, nicht alles auf 'ne Goldwaage zu legen und sich nicht jeden Schuh anzuziehen...??? Oder sind wir als Muslime tatsächlich so wenig lernfähig?...

Es hat wohl ganz andere Ursachen, denn der Islam ist im Prinzip nur durch die Radikalisierung einer gewissen Menge der Anhänger schlagkräftig und in nicht-islamischen Ländern politisch bedeutsam.
Nicht durch die Gründung der Moslem-Bruderschaft bzw. die wahhabitische Dominanz fand im 20. Jahrhundert ein Wiedererstarken statt, sondern durch Agitation und Radikalisierung im Umfeld von Iran und Palästina.

In westlichen Ländern stößt der Islam vielfach auf offene Türen, die meist in falsch verstandenen Toleranzbestrebungen geöffnet werden.

Als Resultat daraus erfolgt natürlich eine zunehmende Selbstsicherheit und Anspruchshaltung, die durch den prozentualen Anteil an der Gesellschaft nicht gerechtfertigt ist.

Allerdings - schaut man ein bißchen nach vorne, dann sieht das in einigen Jahren schon anders aus, denn mit jeder Generation verschiebt sich der Anteil der muslimischen Bevölkerung in den westlichen Ländern erheblich, denn trotz des Bevölkerungsanteiles von derzeit unter 10% (Hamburg, Berlin ca. 7%, London 10%, Brüssel 33%, Marseilles 25%, Amsterdam 24%, in ländlichen Gebieten dagegen wesentlich geringere Werte) liegt bei Neugeborenen der Prozentsatz regional unterschiedlich bei bis zu 70%. Die Interessenvertretung durch die ELTERN von Kindern hat daher einen ungleich höheren Stellenwert für die Gesellschaft als die durch Erwachsene für sich selbst - ein Aspekt, über den jedoch bisher in sachlicher Form kaum geredet oder geschrieben wird.

Insofern kann für die Zukunft mit einer zunehmenden Einforderung von - tasächlichen oder vermeintlichen - Rechten gerechnet werden, mit dem sogar treffenden Argument, daß schon heute die Weichen für die Zukunft gestellt werden müssen und dabei dem wachsenden moslemischen Anteil an der Bevölkerung Rechnung zu tragen ist.