Original geschrieben von: marini
Jenny, in traditionellen gegenden/ Familien ist es nach wie vor Gang und Gäbe, sich zu trennen, wenn die Frau nach gewisser Ehezeit nicht schwanger wird.


... oder nicht mehr schwanger werden kann - dafür gibt es u.a. in vielen Ländern die Möglichkeit, mehr als eine Frau zu heiraten.

Das ist ein ganz altes Prinzip, viel älter als der Koran und z.B. in alten asiatischen Kulturen zu finden: die Ehe dient der Kinderproduktion und -aufzucht, falls eine Frau diese Aufgabe nicht mehr erfüllen kann, erhält sie das "Gnadenbrot" und darf bis zum Tod in der Familie bleiben und wird versorgt, während eine Nachfolgerin dann in ihre vorherigen Pflichten eintritt. Praktisch entstand aus diesem Brauch, sowie der Notwendigkeit, für familienlose Witwen zu sorgen, dann die gesellschaftlich akzeptierte Mehrehe. Man beachte auch, daß in früheren Kulturen die Lebensspanne und auch die Phase der Geburtsfähigkeit der Frau (und auch des Mannes) geringer war.

Daß jemand, der sich zur Religion hinwendet (und wie es ein Vertreter der fundamentalistischeren Fraktion im Forum einmal schrieb: die meisten muslimischen Männer wenden sich früher oder später wieder der Religion zu), Kinder haben will, ist quasi unausweichlich, denn der Koran gebietet die Vermehrung sozusagen als religiöse Pflicht - und das tut die christliche Religion übrigens auch. Insofern hört man nicht selten von Scheidungen oder der berühmten "Ehe mit einer jungfräulichen Landestochter), wenn man vorher mit einer älteren Europäerin verheiratet war, um dann eine Familie zu gründen (oder die Familie zu erweitern).
Mit Mitte 30-40 beginnen halt viele Männer, auch im Westen, sich wieder an traditionellen Werten und Verhaltensweisen zu orientieren, also damit zu beginnen, ein "ordentliches Leben" zu führen. Der orientalische Mann hat da natürlich Vorteile, weil in seiner Kultur die Heirat mit einer 10 oder 20 Jahre jüngeren Frau überhaupt kein Problem ist und er sein "richtiges" Leben bequem auch noch mit 40 und darüber beginnen kann.