Antwort auf:
dass der Bürgende ein Einkommen pro Jahr von 6-8000€ vorweisen muss,

das wäre ein bisschen arg wenig...

wenn jemand aus eigenen mitteln hier studieren will, muss er ein guthaben auf einem sperrkonto der deutschen bank in höhe von 7200 € vorweisen können, da von 600 euro pro monat bedarf zur lebenshaltung ausgegangen wird. mehr kann pro monat von diesem konto auch nicht abgehoben werden. wenn jemand eine VE für ihn macht, muss er die selben einkommensnachweise wie für ein besuchsvisum beibringen.
seinen vorhandenen abschluss muss er meist von der zeugnisanerkennungsstelle des bundeslandes, in dem er studieren will, anerkennen lassen. daneben muss er (siehe link oben) deutschkenntnisse nachweisen, die ihn befähigen, an einer deutschen universität oder fh zu studieren. diese tests sind unterschiedlich schwer, in insiderkreisen gehen adressen der unis rum, wo sie am leichtesten zu bestehen sind, die kosten für mehrere tests (was viele tun, um die chance auf erfolg zu erhöhen) sind in der summe aber nicht unerheblich. auch erfolgt für ausländische studenten keine befreiung der studiengebühr, es können da also auch nochmal zwischen 200-1000 euro (an manchen privaten instituten sogar noch weit mehr) anfallen. die krankenversicherung schlägt mit ca 60,-- pro monat zu buche, während eines vorbereitenden sprachkurses ist eine private kv abzuschliessen, da die gesetzliche erst ab studentenstatus in frage kommt.
unterkünfte liegen, je nach uni-stadt, zwischen 150 und 400 euronen, sicher gibts auch noch teurere, billigere aber höchst selten. eine monatskarte oder sonstige tickets können auch noch mal ein gewaltiges loch in die kasse reissen - und bis jetzt hat der potenzielle student noch keinen happen gegessen und gnade ihm gott, wenn er raucher ist, dann hat er die wahl zwischen fluppen und dosensuppe, denn weiter reicht die kohle nicht.
arbeiten darf er (nach dem sprachkurs, während dessen es keine eingeschränkte arbeitserlaubnis gibt) 90 ganze oder 180 halbe tage im jahr. wenn er techniker ist und evtl. das glück hat, da für 6-8 wochen einen vergleichsweise gut bezahlten ferienjob in der industrie zu kriegen, kann er ein bisschen die kasse aufstocken, ansonsten liegen die verdienstspannen bei den typischen studi-jobs zwischen 5+7 euro, in der gastronomie (sofern es keine fastfoodkette ist) kann man noch auf ein bisschen trinkgeld hoffen.

es geht durchaus, als ausländer in D zu studieren - aber leicht ist es nicht.