Frogger schrieb:
"Hass" auf Andersdenkende ist ein zentrales Element der (so gut wie aller) Religion, ich verspüre nichts derartiges, sondern sehe lediglich daß im Namen Gottes mehr Menschen zu allen Zeiten getötet wurden (und werden: Sudan, Somali, Kaukasus, Thailand, Indien, um nur einige aktuelle Beispiele zu nennen), als durch irgendeine andere gesellschaftliche und geistige Strömung.
Das Anhängen einer esoterischen Gesinnung mit einer solchen Bilanz kann ich bei besten Willen nicht mit dem Wort "schön" in Einklang bringen.
Massina schrieb:
deswegen beschränkst du deine beispiele nur auf die passenden fälle, du hast damit meine behauptung nur noch unterstrichen, danke.
ich meine man muss kein genie sein um auf oh den außerordentlichen schluß zu kommen wenn es nicht im namen der religion geht dann ist es die letzte sorge eines kriegstreibers ein blutbad zu verzetteln siehe euer chef der massenmörder bush kaum zu vergleichen mit den kleinen fischen di du zitierst hast.
euer chef agiert im großstil, think big halt, verrotte gleich palästina, iraq, afghanistan, und demnächst nord korea und iran, und wer weiß wer noch auf der kandidatenliste steht.
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Die undifferenzierte Propaganda, die in diesem Auszug steckt, ist genau die, die wie ein Pawlowscher Reflex bei interessierten Kreisen aufspringt, sobald man eine bestimmten Knopf drückt, sie entspricht auch genau der Art von Propaganda, mit denen Muslims aus frühester Kindheit heraus gehirngewaschen werden - Propaganda, die aber den Fakten diametral gegenübersteht und lediglich auf dem Selbstverständnis bestimmter führender Strömungen im Islam resultieren. Man sollte insofern vorsichtig sein, sie zu verwenden, denn gerade und besonders extremistische Kreise rechtfertigen sich mit solchen rein massentauglichen Elaboraten und prägen u.a. damit maßgeblich das undifferenzierte Bild, das ein außenstehender Betrachter gewinnt.
Das aber ist wahrscheinlich genau das Gegenteil von dem, was Du an Außenwirkung erzielen möchtest.
- So führst Du z.B. an, daß der amerikanische Präsident "unser" Chef wäre. Das ist natürlich ebenso Unsinn wie die Behauptung, daß der saudische König der "Chef" der arabischen Welt wäre.
Ich bin übrigens einer derjenigen, die bereits VOR dem Angriff auf den Irak öffentlich Stellung gegen diese Handlung bezogen haben, ich bin allerdings auch einer derjenigen, die von Anfang die Verquickung von Glaube und Angriff zurückgewiesen haben, denn der Angriff hat rein nichts mit Glaubensdifferenzen, sehr viel aber mit macht- und wirtschaftspolitischen (und speziell inneramerikanischen) Gegebenheiten zu tun. Obwohl ich eine große Zahl von amerikanischen Freunden habe und mich damals viel in den USA aufgehalten habe, habe ich konsequenterweise seit damals auf ein Betreten der USA verzichtet, bis zum Zeitpunkt, an dem die damals begonnene Politik sich ändern wird. Es würde mich wundern, wenn Du ähnlich demonstrative Schritte für Dich selbst gegenüber negativen Auswüchsen in der arabischen Welt ergriffen hättest. Der amerikanische Präsident ist weder "mein" noch der Chef "der Menschen des Westens", und mantut hut daran, weder der Propaganda der einen,noch der anderen Seite zu verfallen, so einfach und bequem es für denkfreite Menschen auch sein mag, ihr zu folgen.
- Die von mir gegeben Beispiele bezogen sich, am Thema "Religion" orientiert, allein auf aktuelle, durch religiöse Befindlichkeiten indizierte Konfliktfälle, und natürlich gibt es davon noch weit mehr: Sudan, Nigeria, Palestina, Malaysia, Kosovo, etc. etc. - und in den meisten Fällen ist hier sogar der Islam beteiligt. Doch um eine solche Differenzierung ging es mir ja noch nicht einmal, sondern nur um die Tatsache, daß viele, sogar die meisten, aller heutigen Konflikte, auf dem Boden religiöser Differenzen wuchern - völlig egal, welche Religionen sich da nun konkret gegenüberstehen.
Die nicht-religiös bedingten Konfliktfälle sind sowohl in in ihrer Zahl, wie auch der Zahl der Beteiligten erheblich geringer, einer der bedeutendsten aus dieser Kategorie sind die seit geraumer Zeit andauernden Kämpfe im Osten des Kongo.
- "Schönheit" ist ein abstrakter, emotionaler Begriff, der in erster Linie auf die physische Anmutung, also auf die optische Wirkung einer Sache auf den Betrachter bezogen ist. Inwieweit dieser Begriff darauf bezogen werden kann, ob oder ob nicht eine Religion ausgeübt wird, ist eine Sache, unzweifelhaft aber gehören auch extreme Resultate zur optischen Anmutung in diesem Zusammenhang, und vor diesem Hintergrund entzieht sich die Verwendung dieses Begriffes dann völlig meinem Verständnis und meiner Akzeptanz.