Es ging in dem beschriebenen Fall nicht um ein Aufenthaltsrecht sondern lediglich um einen Besuch. Die Familie hatte auch diverse Dokumente geschäftlicher und privater Art dabei, aus denen ersichtlich war, wie gebunden sie in D sind und dass sie nicht eine Einwanderung anstrebten. Schließlich ist bekannt, dass die Einwanderungsbehörden da - teilweise ja durchaus berechtigt - sehr streng sind. Unmöglich und ungerechtfertigt war jedoch, wie die Familie und insbesondere der Mann behandelt wurde. Wie ein Schwerverbrecher in Handschellen abgeführt, musste er eine Nacht in einer hell erleuchteten Mini-Zelle verbringen, ehe er wieder ins Flugzeug gen Deutschland steigen "durfte". Die Ehefrau durfte ihn nicht sprechen, sie wurde immer wieder vertröstet. Sie sagte, es sei unglaublich demütigend und menschenverachtend gewesen, wie er behandelt wurde, und die zwei Kleinkinder, die ja auch mitgekriegt hatten wie Papa festgehalten wurde, waren natürlich entsprechend verstört.